„Wir müssen weg von der Obrigkeitshörigkeit, dem blinden Vertrauen und dem unreflektierten Verharren in unseren Komfortzonen.“ Stephan Heiler
🇬🇧 Translation
“We have to move away from obedience to authority, blind trust and unreflecting staying in our comfort zones.” Stephan Heiler
„Für das, was wünschbar ist, stehen Vokabeln wie polyzentrische Ordnung, freiwillige Kooperation, Sphärensouveränität, föderales Bündnis, Subsidiarität, „consociatio“ – kurz und esoterisch gesagt: Althusius statt Bodinus.
Für das, was machbar ist, habe ich die Vokabel „Nachtwächterstaat“ gebraucht. Lassalle, der diesen Begriff geprägt hat, meinte es natürlich polemisch-kritisch. Es geht hier im Kern um einen Minimalstaat, der nur für Sicherheit und Ordnung sorgt, freie Marktwirtschaft, Privateigentum und Vertragsfreiheit sichert. Dieser Nachtwächterstaat war niemals Wirklichkeit, aber er ist ein Wegweiser, der in die richtige Richtung zeigt.
Es wäre ein „Zurück zu ...“, aber ein „Zurück zu ...“ ist ein Fortschritt, wenn man in einer Sackgasse steckt. Und unsere Sackgasse ist ein überbordender, zunehmend ins Despotische abrutschender Sozialstaat.“, so @NorbertBolz in seiner Triplik an @SchnebelAndreas:
https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
🇬🇧 Translation
“For what is desirable, vocabularies such as polycentric order, voluntary cooperation, sphere sovereignty, federal alliance, subsidiarity, “consociatio” stand – in short and esoterically speaking: Althusius instead of Bodinus.
For what is possible, I used the word “night watchman state”. Lassalle, who coined this term, of course meant it in a polemically critical manner. Essentially, this is about a minimal state that only ensures security and order, a free market economy, private property and freedom of contract. This night watchman state was never a reality, but it is a signpost pointing in the right direction.
It would be a "back to...", but a "back to..." is progress when you're at a dead end. And our dead end is an exuberant welfare state that is increasingly becoming despotic,” said @NorbertBolz in his reply to @SchnebelAndreas:
https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
Vor 144 Jahren begann der Bau der Sagrada Família – Gaudís wagemutiges Meisterwerk, das bereits die höchste Kirche der Welt ist und weiter wächst. Felix Leiter zeigt, wie dieses himmelstrebende Bauwerk Freiheit, Kunst und Glauben verbindet.
Felix Leiter – „Grundstein für die höchste Kirche der Welt“ jetzt auch zum Hören im Podcast des Sandwirts:
https://open.spotify.com/episode/7DK1a62DSeT5Vi27jYIm9l?si=jKs8JKq1Q1K2PFJ4SJBszA
🇬🇧 Translation
Construction began 144 years ago on the Sagrada Família - Gaudí's daring masterpiece, already the tallest church in the world and still growing. Felix Leiter shows how this sky-striving building combines freedom, art and faith.
Felix Leiter – “Foundation stone for the highest church in the world” now also available to listen to in the Sandwirt podcast:
https://open.spotify.com/episode/7DK1a62DSeT5Vi27jYIm9l?si=jKs8JKq1Q1K2PFJ4SJBszA
So wenig Staat wie möglich, aber genug für Ordnung und Sicherheit … In seiner Triplik setzt @NorbertBolz den respektvollen Austausch mit @SchnebelAndreas fort – über Wünschbarkeit und Machbarkeit liberaler Ordnung.
https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
🇬🇧 Translation
As little state as possible, but enough for order and security... In his triplic, @NorbertBolz continues the respectful exchange with @SchnebelAndreas - about the desirability and feasibility of a liberal order.
https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
Heute im Sandwirt: So wenig Staat wie machbar
„[…] Die libertäre Idee funktioniert hier auch deshalb nicht, weil sie die reale Bedrohungslage verkennt, und zwar innen und außen. Außenpolitisch sind wir, wie jetzt jeder gemerkt hat, nur „bedingt abwehrbereit“ (um den berühmten Spiegel-Titel zu zitieren).
Aber noch größer ist die Gefahr von innen. Die Liberalen haben schon immer die Sprengkraft der „sozialen Frage“ unterschätzt. Und auch, wenn es heute keine ausgebeuteten Plebejer mehr gibt, gibt es doch permanent Revolten des Ressentiments. Und mit Leuten, die unsere Gesellschaft aus Frustration und Selbsthass zerstören wollen, kann man nicht diskutieren.
Deshalb braucht es das Machtmonopol. Allerdings muss es gewaltenteilig kontrolliert werden. Das setzt ein selbstbewusstes Parlament, eine unabhängige Justiz und regierungskritische Medien voraus. […]“
Autor: @NorbertBolz
Hier der ganze Artikel: https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
🇬🇧 Translation
Today in the Sandwirt: As little government as possible
"[…] The libertarian idea doesn't work here because it ignores the real threat situation, both internally and externally. In terms of foreign policy, as everyone has now noticed, we are only "conditionally ready to defend ourselves" (to quote the famous Spiegel title).
But the danger is even greater from within. The liberals have always underestimated the explosive power of the “social question”. And even if there are no longer any exploited plebeians today, there are still constant revolts of resentment. And you can't argue with people who want to destroy our society out of frustration and self-hatred.
That's why the monopoly of power is needed. However, it must be controlled by force. This requires a self-confident parliament, an independent judiciary and media critical of the government. […]"
Author: @NorbertBolz
Here is the whole article: https://www.dersandwirt.de/wenig-staat/
Als kleiner Stöpsel fand @JulianMPlutz alles toll, was aus Frankfurt war. So natürlich auch TV-Serien. Da wäre z. B. „Ein Fall für zwei“, in dem sich ein unglaublich cooler Privatdetektiv namens Josef Matula und ein wahnsinnig erfolgreicher Strafrechtler abwechselten, fast 40 Jahre lang!
Warum diese Serie heute so undenkbar wäre: https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
🇬🇧 Translation
As a little peg, @JulianMPlutz loved everything that came from Frankfurt. The same goes for TV series, of course. There would be e.g. B. “A Case for Two”, in which an incredibly cool private detective named Josef Matula and an incredibly successful criminal lawyer took turns for almost 40 years!
Why this series would be so unthinkable today: https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
„Der Ausstieg aus der Kernenergie war ein gewaltiger Fehler. Ein einfacher Grund ist die Tatsache, dass die erneuerbaren Energien den steigenden Energiebedarf nicht decken können.“ Wilfried Hahn
🇬🇧 Translation
"The phase-out of nuclear energy was a huge mistake. A simple reason is the fact that renewable energies cannot meet the increasing energy demand." Wilfried Hahn
Eine Gesellschaft der Gleichen erzeugt Durchschnittlichkeit, Armut und Apathie. Es kann nur um Gleichberechtigung gehen, aber nicht um Gleichartigkeit oder gar Gleichstellung. Sozialismus ist in all seinen Ausprägungen seit seiner Erfindung immer wieder gescheitert, weil er das Wesen der Menschen verkennt und idealisiert, so Michael Klein @mensmenthealth:
https://www.dersandwirt.de/neid
🇬🇧 Translation
A society of equals creates averageness, poverty and apathy. It can only be about equality, but not about sameness or even equality. Socialism in all its forms has failed again and again since its invention because it misunderstands and idealizes the nature of people, says Michael Klein @mensmenthealth:
https://www.dersandwirt.de/neid
R to @WolfMalca: Den ganzen Artikel lesen: https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
🇬🇧 Translation
R to @WolfMalca: Read the whole article: https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
Heute im Sandwirt: Kein Fall mehr für zwei
„Der aufmerksame Leser erinnert sich: Ich habe ein romantisches, vielleicht sogar verkitschtes Verhältnis zu Frankfurt am Main, was nicht zuletzt auch die jüdische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf @WolfMalca erfahren durfte, als sie zu Gast am Stammtisch des Sandwirts war. Malca selbst ist in Mainhattan aufgewachsen, hat jedoch kein so romantisches und noch weniger ein verkitschtes Verhältnis zur größten Stadt Hessens, was natürlich auch dem Unterschied geschuldet ist, dass ich einfach im Hotel des Stadtviertels meines Vertrauens (Westend) absteige und dann auch wieder gehe, während Frankfurter nunmal die meiste Zeit ihres Lebens dort leben. Sonst wären sie ja keine Frankfurter, sondern Nürnberger, Bielefelder oder Klein-Eutiner.
Meine Affinität zur Stadt mit den hohen Türmen liegt einerseits an einer affaire de coeur, andererseits aber auch in meiner Kindheit. Ich fand als kleiner Stöpsel alles toll, was aus Frankfurt war. So natürlich auch TV-Serien. Da wäre einerseits „Ein Fall für zwei“, in dem sich ein unglaublich cooler Privatdetektiv namens Josef Matula und ein wahnsinnig erfolgreicher Strafrechtler abwechselten, fast 40 Jahre lang!
Das war ein Duo der besonderen Art und eine der wenigen Krimiserien, in denen Polizisten und Staatsanwälte in aller Regel als borniert, kleingeistig und moralisch unausgewogen dargestellt werden. Die Serie gefällt mir auch heute noch, denn sie erinnert mich an eine sorgenlose, freiere Zeit, die nicht in den Fängen einer kruden politischen Korrektheit steckt, die die meisten belächeln, aber der sich viele unterwerfen.
Ein Beispiel: Natürlich wurde in „Ein Fall für zwei“ geraucht. Zwar hörte Detektiv Matula in der Serie schon sehr früh auf und die anwaltlichen Freunde s rauchten pätestens ab Dr. Voß überhaupt nicht, trotzdem war es in der Kanzlei im 26. Stock des City Gates im Nordend völlig normal, dass der Rechtsbeistand dem Klienten, der bereits die Zigarette angezündet hat, hastig den Aschenbecher aus einer Schublade zur Verfügung stellt. Das änderte sich in einer der letzten Staffeln, die heute mit völlig anderen Darstellern völlig anders fortgesetzt wird, als eine Mandantin wieder im 26. Stock eine Zigarette auspackt: Anwalt Dr. Lessing stellt ihr nicht etwa einen Aschenbecher zur Verfügung, sondern es folgt ein Schnitt und beide sind auf dem Dach des Turms zu sehen, damit die Dame rauchen kann.
Heute undenkbar
Ähnlich verhielt es sich auf der Polizeiwache. Wie völlig selbstverständlich rauchten Kommissare sowie der Verdächtige, bis ein findiger Beamter irgendwann und wiederum in den letzten Staffeln auf ein Zeichen hinwies, das unmissverständlich klar machte, dass hier Rauchen nicht erwünscht ist.
Was ist passiert? Im Jahr 2007 wurde in Hessen das Rauchverbot, beispielsweise in Behörden, eingeführt. Die Serie „Ein Fall für zwei“ und viele andere Programme, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk liefen, dienten auch als willfähriger Bote, dass der Staat wieder einmal ein bisschen Freiheit entzieht, um diese Nachricht den Gebührenzahlern nahezubringen.
Je länger Serien in die heutige Gegenwart laufen, desto offensichtlicher kommt der Erziehungsanspruch der Showrunner, die das Ohr ganz nah an den Herrschenden zu haben scheinen, deutlich zum Vorschein. Eine Szene wie die von Anwalt Dr. Voß und Detektiv Josef Matula, wie sie im Jahr 2000 gedreht wurde, wäre heute undenkbar: Der Privatdetektiv befragt im Frankfurter Rotlichtviertel eine Professionelle. Um überhaupt ins Gespräch zu kommen, muss Matula die Prostituierte entsprechend ihrem Stundensatz bezahlen. Zum Ende der Befragung hin bietet die Lady ihm „etwas Französisches an“, damit das ausgegebene Geld nicht ganz umsonst ausgegeben wurde. Der Detektiv lehnt ab, natürlich, denn er ist ein Gentleman. In der Kanzlei erzählt Matula seinem Anwaltsfreund die Geschichte, der nur antwortet: … […]”
Autor: @JulianMPlutz
Link zum Beitrag im ersten Kommentar.
🇬🇧 Translation
Today in the Sandwirt: No more cases for two
"The attentive reader remembers: I have a romantic, perhaps even kitschy relationship with Frankfurt am Main, which not least the Jewish activist Malca Goldstein-Wolf @WolfMalca was able to experience when she was a guest at the Sandwirt's regulars' table. Malca herself grew up in Mainhattan, but does not have such a romantic and even less kitschy relationship with the largest city in Hesse, which is of course also due to the difference that I simply live in the hotel I stay in the district I trust (Westend) and then leave again, while people from Frankfurt live there most of their lives. Otherwise they wouldn't be people from Frankfurt, but from Nuremberg, Bielefeld or Klein-Eutiner.
My affinity for the city with the high towers is partly due to an affaire de coeur, but also to my childhood. As a little peg, I loved everything that came from Frankfurt. The same goes for TV series, of course. On the one hand, there is “A Case for Two,” in which an incredibly cool private detective named Josef Matula and an incredibly successful criminal lawyer took turns for almost 40 years!
This was a special kind of duo and one of the few crime series in which police officers and prosecutors are generally portrayed as narrow-minded, small-minded and morally unbalanced. I still like the series today because it reminds me of a carefree, freer time that was not in the grip of a crude political correctness that most people laugh at but many submit to.
An example: Of course there was smoking in “A Case for Two”. Detective Matula quit very early in the series and the lawyer friends stopped smoking at the latest from Dr. Not Voß at all, but it was still completely normal in the office on the 26th floor of the City Gate in the Nordend for the legal advisor to hastily provide the ashtray from a drawer to the client who had already lit the cigarette. That changed in one of the last seasons, which continues today with completely different actors, when a client unpacks a cigarette again on the 26th floor: lawyer Dr. Lessing doesn't provide her with an ashtray, but a cut follows and both of them can be seen on the roof of the tower so that the lady can smoke.
Unthinkable today
It was similar at the police station. It was completely normal for the detectives and the suspect to smoke until a resourceful officer at some point, and again in recent seasons, pointed out a sign that made it unmistakably clear that smoking was not welcome here.
What happened? In 2007, a smoking ban, for example in public authorities, was introduced in Hesse. The series “A Case for Two” and many other programs that aired on public broadcasting also served as a willing messenger that the state was once again withdrawing a bit of freedom in order to convey this message to license fee payers.
The longer series run into the present day, the more evident the educational demands of the showrunners, who seem to have their ear very close to those in power, become clear. A scene like that of lawyer Dr. Voß and detective Josef Matula, as filmed in 2000, would be unthinkable today: the private detective interviews a professional in Frankfurt's red light district. In order to even start a conversation, Matula has to pay the prostitute according to her hourly rate. At the end of the questioning, the lady offers him “something French” so that the money spent wasn't completely wasted. The detective refuses, of course, because he is a gentleman. In the office, Matula tells the story to his lawyer friend, who only replies: … […]”
Author: @JulianMPlutz
Link to the post in the first comment.
In modernen Gesellschaften, in denen Vergleich, Wettbewerb und Sichtbarkeit – zumindest anscheinend – allgegenwärtig sind, wächst das Potenzial für kollektiven Neid.
Michael Klein @mensmenthealth über Neid, der als ideologisch legitimierte Triebfeder für Teilhabe genauso wie für Ausschluss dient:
https://www.dersandwirt.de/neid
🇬🇧 Translation
In modern societies where comparison, competition and visibility are – at least apparently – omnipresent, the potential for collective envy grows.
Michael Klein @mensmenthealth on envy, which serves as an ideologically legitimate driving force for participation as well as exclusion:
https://www.dersandwirt.de/neid
Je länger Serien in die heutige Gegenwart laufen, desto offensichtlicher kommt für @JulianMPlutz der Erziehungsanspruch der Showrunner, die das Ohr ganz nah an den Herrschenden zu haben scheinen, deutlich zum Vorschein:
https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
🇬🇧 Translation
The longer series run into the present day, the more obvious it becomes for @JulianMPlutz that the educational demands of the showrunners, who seem to have their ear very close to those in power, become clear:
https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
Wenn Neid nur noch zur Dauerrhetorik linker Parteifunktionäre benutzt wird, unterminiert er Zusammenhalt und Demokratie. Linke Neiddemagogie ist eine relevante Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden und die Demokratie.
Wer sind die Gewinner der derzeitigen Neidkampagne?
Michael Klein @mensmenthealth: https://www.dersandwirt.de/neid/
🇬🇧 Translation
If envy is only used as the constant rhetoric of left-wing party officials, it undermines cohesion and democracy. Leftist demagoguery of envy is a relevant threat to social peace and democracy.
Who are the winners of the current envy campaign?
Michael Klein @mensmenthealth: https://www.dersandwirt.de/neid/
Am Ende leiden alle unter den politisch korrekt gestrickten Drehbüchern, die am Ende der Abschaffung der Freiheit des Einzelnen zugunsten eines diktatorischen Kollektivismus Vorschub leisten: der Zuschauer, weil die Sendung schrecklich ist, die Randgruppe, weil sie veralbert wird, und der Gebührenzahler, weil er diesen Unsinn auch noch finanzieren muss, so @JulianMPlutz:
https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
🇬🇧 Translation
In the end, everyone suffers from the politically correct scripts that end up promoting the abolition of individual freedom in favor of dictatorial collectivism: the viewer because the show is terrible, the marginalized group because it is being made fun of, and the license fee payer because he also has to finance this nonsense, says @JulianMPlutz:
https://www.dersandwirt.de/kein-fall-mehr-fuer-zwei/
R to @DerSandwirt: Hier geht's zum Artikel: https://www.dersandwirt.de/neid/
🇩🇪 Übersetzung
R an @DerSandwirt: Hier geht's zum Artikel: https://www.dersandwirt.de/neid/
Heute im Sandwirt: Die psychologische Macht des Neids
„[…] Neid wirkt zerstörerisch im Privaten, kann in Familien und Beziehungen für Zwist und Feindschaft sorgen – doch in der Politik entfaltet er eine oft nicht mehr beherrschbare Macht. Schon in der Antike wurden die Massen durch Brot, Wein und Spiele beruhigt, damit sie nicht aus Neid gegen Monarchen, Adel und Reiche aufbegehrten. In modernen Gesellschaften, in denen Vergleich, Wettbewerb und Sichtbarkeit – zumindest anscheinend – allgegenwärtig sind, wächst das Potenzial für kollektiven Neid.
Er durchzieht nicht nur private Beziehungen, sondern auch das gesellschaftliche Klima und politische Diskurse – und dient dabei als ideologisch legitimierte Triebfeder für Teilhabe genauso wie für Ausschluss. Wer sich nicht den gängigen Ansichten und Narrativen anschließt, findet sich schnell im gesellschaftlichen Abseits wieder. Ihm begegnet dann eine Mischung aus Verachtung und Neid, um seine Meinung zu delegitimieren und ihn damit mundtot zu machen.
Auch heutzutage werden die Massen – mehr denn je – durch Substanzen (Alkohol und jetzt auch Cannabis) und Spiele (Medien) beruhigt, aber gleichzeitig auch in nie gekanntem Ausmaß durch Manipulation und Engführung der öffentlichen Meinung gefügig gemacht. Wer durch diese Propaganda die öffentliche Meinung in den Griff bekommt, hat die wahre Macht im Land.
Andersdenkende werden durch Stigmatisierung und Cancel Culture vom Diskurs ausgeschlossen und so mundtot gemacht. Gleichzeitig blüht die Kultur des öffentlichen Neids auf Menschen, die nicht in Gleichheitsanpassungsmuster passen, immer mehr auf.
Neid spielt im öffentlichen Raum, offen und noch mehr verdeckt, eine gewichtige Rolle. Wer es versteht, Neid zu mobilisieren, hat ein wirksames Instrument, um Empörung zu erzeugen, Massen zu bewegen, Mehrheiten zu gewinnen und Gegner zu diskreditieren. Doch dieselbe Kraft, die kurzfristig politischen Erfolg bringt, gefährdet langfristig gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt.
Im Folgenden wird Neid als unterschätztes psychologisches Risiko in Gesellschaft und Politik betrachtet und aufgezeigt, warum gerade im derzeitigen gesellschaftlichen Klima Neid reduziert und nicht weiter geschürt werden sollte. Die psychologische Macht des Neides in Gesellschaft und Politik wird grundsätzlich unterschätzt.
Politischer Rohstoff
Neid entsteht aus dem Vergleich: „Warum hat der andere, was ich nicht habe?“ Dies können Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch Besitz und Prestige sein. Genau hier setzt Politik an. Mit Versprechungen, dies zu ändern, oder mit der Herstellung von Bedingungen, unter denen der Einzelne bessere Chancen erhält, seine Lage zu verbessern. Ersteres ist töricht, weil es die passiven Erwartungshaltungen immer weiter stärkt, zweites kann klug sein, wenn es die Menschen motiviert, sich mehr anzustrengen und dies dann auch belohnt.
Seit Jahren wird die Leistungsfähigkeit von Menschen systematisch schlecht gemacht, als ob Leistung ein Defizit oder ein Makel sei. Diese Negativierung beginnt schon in der Schule („Streber“) und setzt sich in den weiteren Lebensphasen fort. Die Botschaft dahinter ist klar: Unterschiede zwischen Menschen sind schlecht, alle müssen gleich sein, damit es den Schwächeren, aber auch den Unmotivierten und Faulen gut geht. Es ist eine Zumutung für die Schwächeren und Schlechteren, den Erfolg und die Leistung der Anderen ertragen zu müssen. Diese außer Rand und Band geratene Gleichheitsideologie ist gefährlicher, blanker Unsinn. Sowohl anthropologisch, als auch psychologisch und gerade auch sozial.
Eine Gesellschaft der Gleichen erzeugt Durchschnittlichkeit, Armut und Apathie. Es kann nur um Gleichberechtigung gehen, aber nicht um Gleichartigkeit oder gar Gleichstellung. Sozialismus ist in all seinen Ausprägungen seit seiner Erfindung immer wieder gescheitert, weil er das Wesen der Menschen verkennt und idealisiert. Heutzutage sind es verblendete Ideologen, die immer noch nach etlichen gescheiterten Gesellschaftsexperimenten glauben, den philosophischen und ökonomischen Unrat des Sozialismus am Leben erhalten zu müssen. […]“
Autor: Michael Klein @mensmenthealth
Link zum vollständigen Artikel im ersten Kommentar.
🇬🇧 Translation
Today in the Sandwirt: The psychological power of envy
"[…] Envy has a destructive effect in private life, can cause discord and hostility in families and relationships - but in politics it develops a power that is often no longer controllable. Even in ancient times, the masses were calmed by bread, wine and circuses so that they did not rebel against monarchs, nobility and rich people out of envy. In modern societies in which comparison, competition and visibility are - at least apparently - omnipresent, the potential for collective envy grows.
It permeates not only private relationships, but also the social climate and political discourses - and serves as an ideologically legitimate driving force for participation as well as exclusion. Anyone who does not subscribe to common views and narratives will quickly find themselves on the sidelines of society. He is then met with a mixture of contempt and envy in order to delegitimize his opinion and thereby silence him.
Even today, more than ever, the masses are calmed by substances (alcohol and now also cannabis) and games (media), but at the same time they are also made submissive to an unprecedented extent through the manipulation and narrowing of public opinion. Whoever gets public opinion under control through this propaganda has the real power in the country.
Dissenters are excluded from discourse through stigmatization and cancel culture and are thus silenced. At the same time, the culture of public envy towards people who do not fit into conformity patterns of equality is flourishing.
Envy plays an important role in public spaces, openly and even more covertly. Anyone who knows how to mobilize envy has an effective tool for generating outrage, moving masses, winning majorities and discrediting opponents. But the same force that brings political success in the short term endangers social peace and cohesion in the long term.
In the following, envy is viewed as an underestimated psychological risk in society and politics and it is shown why, especially in the current social climate, envy should be reduced and not fueled further. The psychological power of envy in society and politics is fundamentally underestimated.
Political raw material
Envy arises from comparison: “Why does the other person have what I don’t have?” These can be characteristics and abilities, but also possessions and prestige. This is exactly where politics comes into play. With promises to change this or with the creation of conditions under which individuals have a better chance of improving their situation. The first is foolish because it continues to reinforce passive expectations; the second can be smart if it motivates people to try harder and then rewards them.
For years, people's performance has been systematically maligned, as if performance were a deficit or a flaw. This negativity begins at school (“nerd”) and continues in the further phases of life. The message behind it is clear: Differences between people are bad, everyone has to be equal so that the weaker, but also the unmotivated and lazy, prosper. It is unreasonable for the weaker and worse to have to endure the success and achievements of others. This out-of-control ideology of equality is dangerous, sheer nonsense. Both anthropologically, psychologically and especially socially.
A society of equals creates averageness, poverty and apathy. It can only be about equality, but not about sameness or even equality. Socialism in all its forms has failed again and again since its invention because it misunderstands and idealizes the nature of people. Today it is deluded ideologues who, after numerous failed social experiments, still believe that they have to keep the philosophical and economic rubbish of socialism alive. […]"
Author: Michael Klein @mensmenthealth
Link to full article in first comment.
Benjamin Mudlack @der_iq zeigt, dass Geld historisch aus menschlicher Praxis und Marktinteraktion entstand – und dass staatliche Geldschöpfung und Zentralbanken diese Prinzipien untergraben, während freie Systeme wie Gold, Silber oder Bitcoin echte Kaufkraft und Unabhängigkeit sichern:
https://www.dersandwirt.de/freies-geld/
🇬🇧 Translation
Benjamin Mudlack @der_iq shows that money emerged historically from human practice and market interaction - and that state money creation and central banks undermine these principles, while free systems such as gold, silver or Bitcoin ensure real purchasing power and independence:
https://www.dersandwirt.de/freis-geld/
Der Austausch geht weiter: @SchnebelAndreas reagiert auf @NorbertBolz' Replik über den Nachtwächterstaat – und erklärt, weshalb seiner Meinung nach selbst ein auf Schutz reduzierter Staat ohne Dezentralisierung strukturell zu Machtmissbrauch und Okkupation neigt.
Am Freitag wird auch Norbert Bolz noch einmal antworten … Bleiben Sie gespannt!
https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
🇬🇧 Translation
The exchange continues: @SchnebelAndreas reacts to @NorbertBolz's reply about the night watchman state - and explains why, in his opinion, even a state reduced to protection without decentralization is structurally prone to abuse of power and occupation.
Norbert Bolz will also answer again on Friday... Stay tuned!
https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
„Wer einwendet, es ginge im Falle Irans darum, das persische Volk zu befreien oder die Mullahs daran zu hindern, weiter aufzurüsten, den mache ich auf das Folgende aufmerksam: Nordvietnam war ein Schurkenstaat, der dem des Iran in nichts nachstand. Aber wenn man den Krieg verliert, nützen die hehrsten Motive nichts.
Zugleich herrschte in der VR China Mao Zedong, der gerade einmal wieder durch seine Kampagne der „Kulturrevolution“ die aufgeheizten jugendlichen Massen zu unfassbaren Gräueltaten anstachelte. Niemand dachte daran, die VR China aus humanitären Gründen anzugreifen und Maos Wahnsinn zu stoppen.
Merke: Wer zwei, drei, viele Vietnam schafft, schafft den Westen ab. Ob wir ihm eine Träne nachweinen wollen, das sei dahingestellt“, so Stefan Blankertz:
https://www.dersandwirt.de/vietnam/
🇬🇧 Translation
"To anyone who objects that in the case of Iran it is about liberating the Persian people or preventing the mullahs from further arming, I would like to point out the following: North Vietnam was a rogue state that was in no way inferior to that of Iran. But if you lose the war, the noblest motives are of no use.
At the same time, Mao Zedong was in power in the People's Republic of China, and he was once again inciting the heated youth masses to commit unfathomable atrocities through his “Cultural Revolution” campaign. Nobody thought of attacking the PRC on humanitarian grounds and stopping Mao's madness.
Note: Anyone who creates two, three, many Vietnams will abolish the West. Whether we want to shed a tear for him is anyone’s guess,” says Stefan Blankertz:
https://www.dersandwirt.de/vietnam/
Von Pilsen bis Mladá Boleslav steht Škoda für Tschechiens Stärke und wirtschaftliche Freiheit. Jetzt zwingt die Elektromobilitätsagenda des Konzerns und der EU das Land in ein Experiment, das weit über Autos hinausgeht ... @JulianMPlutz wirft einen genaueren Blick darauf:
Julian Marius Plutz – „Wie die EU-Industriepolitik Tschechien gefährdet” jetzt auch zum Hören im Podcast des Sandwirts:
https://youtu.be/8hdgw92U1UY
🇬🇧 Translation
From Pilsen to Mladá Boleslav, Škoda stands for Czech strength and economic freedom. Now the company and the EU's electric mobility agenda is forcing the country into an experiment that goes far beyond cars... @JulianMPlutz takes a closer look:
Julian Marius Plutz – “How EU industrial policy endangers the Czech Republic” now also available to listen to in the Sandwirt podcast:
https://youtu.be/8hdgw92U1UY
R to @DerSandwirt: Hier der vollständige Artikel: https://www.dersandwirt.de/freies-geld/
🇬🇧 Translation
R to @DerSandwirt: Here is the full article: https://www.dersandwirt.de/freis-geld/
„Der Bundestag, der am 16. März 2026 ein Fastenbrechen veranstaltet und einen 24-Punkte-Islamförderplan lanciert, während kritische Stimmen mit Hausdurchsuchungen überzogen werden, zeigt: Der Leviathan unterscheidet nicht zwischen tolerant und intolerant. Er unterscheidet zwischen nützlich und störend.“ argumentiert @SchnebelAndreas in seiner Replik an @NorbertBolz:
https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
🇬🇧 Translation
"The Bundestag, which is breaking the fast on March 16, 2026 and launching a 24-point plan to promote Islam, while critical voices are subjected to house searches, shows: The Leviathan does not distinguish between tolerant and intolerant. It distinguishes between useful and disruptive." argues @SchnebelAndreas in his reply to @NorbertBolz:
https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
Noch mehr neue Sandkörner vom Patriarchator gibts natürlich nur im Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
🇬🇧 Translation
Of course, even more new grains of sand from the Patriarchator can only be found in the Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
„Das Geschehen trägt schicksalhafte Züge, politisch befinden wir uns im horrend freien Fall Richtung Sozialismus.“ @AHGusovius Alexander Hans Gusovius
🇬🇧 Translation
“What is happening has fateful traits; politically we are in a horrendous free fall towards socialism.” @AHGusovius Alexander Hans Gusovius
Stefan Blankertz zeichnet nach, wie Che Guevaras berüchtigter Aufruf zu „vielen Vietnams“ als Strategie gegen den Westen gedacht war – und wie sich diese Logik bis in heutige Konflikte fortschreibt. Ein pointierter Blick darauf, wer an langen Kriegen wirklich zerbricht ...
https://www.dersandwirt.de/vietnam/
🇬🇧 Translation
Stefan Blankertz traces how Che Guevara's infamous call for “many Vietnams” was intended as a strategy against the West - and how this logic continues into today's conflicts. A pointed look at who really breaks down in long wars...
https://www.dersandwirt.de/vietnam/
Momentan stehen unsere Sandwirt-Autoren @SchnebelAndreas und @NorbertBolz im Austausch über eine der zentralen Streitfragen unter Libertären:
Braucht es den Minimalstaat – oder geht es auch ganz ohne staatliche Struktur?
Norbert Bolz argumentiert für den klassischen Nachtwächterstaat:
Ein auf Sicherheit und Ordnung beschränkter Staat, der vor äußeren und inneren Bedrohungen schützt – aber sich aus allem anderen heraushält.
Andreas Schnebel widerspricht an einem entscheidenden Punkt:
Nicht die falsche Nutzung des Staates sei das Problem, sondern seine Struktur selbst. Ein Gewaltmonopol neige systematisch dazu, wieder okkupiert zu werden – unabhängig davon, wie minimal es ursprünglich gedacht ist.
Dass diese Debatte nicht nur theoretisch ist, zeigt ein historisches Beispiel: die Republik Cospaia.
Sie entstand im 15. Jahrhundert durch einen Grenzfehler – und existierte anschließend fast 400 Jahre ohne klassischen Staat. Keine zentrale Obrigkeit, kein dauerhaftes Gewaltmonopol, kaum Steuern. Ordnung entstand durch lokale Selbstorganisation, wirtschaftliche Interessen und gewachsene Normen.
Für die eine Seite ist Cospaia ein Beleg dafür, dass stabile Ordnung auch ohne Staat möglich ist.
Für die andere bleibt es ein Sonderfall, der sich weder skalieren noch gegen äußere Bedrohungen absichern lässt.
Wie stehen Sie dazu?
🇬🇧 Translation
Our Sandwirt authors @SchnebelAndreas and @NorbertBolz are currently discussing one of the central controversial questions among libertarians:
Do we need a minimal state – or is it possible without a state structure at all?
Norbert Bolz argues for the classic night watchman state:
A state limited to security and order that protects against external and internal threats - but stays out of everything else.
Andreas Schnebel disagrees on a crucial point:
The problem is not the incorrect use of the state, but rather its structure itself. A monopoly on violence systematically tends to be reoccupied - regardless of how minimal it was originally intended.
A historical example shows that this debate is not just theoretical: the Republic of Cospaia.
It was created in the 15th century due to a border mistake - and then existed without a classical state for almost 400 years. No central authority, no permanent monopoly on violence, hardly any taxes. Order emerged through local self-organization, economic interests and established norms.
For one side, Cospaia is proof that stable order is possible even without a state.
For others, it remains a special case that can neither be scaled nor protected against external threats.
How do you feel about this?
„Die Kaufkraft des Geldes als Tauschgut steht und fällt mit der relativen Knappheit, die sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Nur wenn die Geldeinheit Akzeptanz unter den Menschen findet und in der Gesamtquantität knapp oder konstant gehalten wird, lässt sich auch eine stabile Tauschrelation im Vergleich zu anderen Gütern gewährleisten.
Auf diese Weise profitieren die Geldhalter auch von den für moderne Industrienationen üblichen Produktivitätsfortschritten. Diese beinhalten durch effizientere Fertigungsmethoden und IT-Innovationen eine schrittweise Ausweitung der Summe an Gütern, Waren und Dienstleistungen. Vereinfacht gesprochen: Bei konstanter Geldmenge sinken die Preise, weil sich eine gestiegene Gütermenge auf eine gleich gebliebene oder nur langsam wachsende Geldmenge verteilt. Die Menschen profitieren auf diese Weise im Rahmen einer Art Produktivitätsdividende.
Gutes Geld sollte zwingend frei von Interessen Dritter und folglich komplett losgelöst von politischen Zielsetzungen einzelner Menschen und Gruppen sein. Eine politische oder geschäftliche Vereinnahmung einiger weniger Menschen sollte es nicht geben, auch wenn die Vereinnahmung heute auf der Tagesordnung steht.“
Benjamin Mudlack @der_iq: https://www.dersandwirt.de/freies-geld/
🇬🇧 Translation
"The purchasing power of money as an exchange good rises and falls with the relative scarcity that results from supply and demand. Only if the monetary unit finds acceptance among people and the overall quantity is kept scarce or constant can a stable exchange ratio be guaranteed compared to other goods.
In this way, those who hold money also benefit from the productivity advances that are common in modern industrialized nations. These include a gradual expansion of the total number of goods, merchandise and services through more efficient manufacturing methods and IT innovations. To put it simply: If the money supply remains constant, prices fall because an increased quantity of goods is distributed over a money supply that remains the same or only grows slowly. In this way, people benefit from a kind of productivity dividend.
Good money should necessarily be free from the interests of third parties and therefore completely detached from the political objectives of individual people and groups. There should be no political or business capture of a few people, even if capture is on the agenda today.”
Benjamin Mudlack @der_iq: https://www.dersandwirt.de/freis-geld/
R to @DerSandwirt: Lesen Sie hier weiter: https://www.dersandwirt.de/vietnam/
🇬🇧 Translation
R to @DerSandwirt: Read more here: https://www.dersandwirt.de/vietnam/
Heute im Sandwirt: Schafft zwei, drei, viele Vietnam …
„[…] Donald Trump, der in seiner ersten Präsidentschaft die Niederlage in Afghanistan eingestanden und den Rückzug angeordnet hatte, lässt sich nun in seiner zweiten Amtszeit freilich nicht lumpen und eröffnete mit seinem Überfall auf den Iran die Möglichkeit zu einem neuen Vietnam mit einem Waffengang, der eigentlich Hillary Clintons Krieg hätte werden sollen.
Übrigens: Wer hier einwendet, es ginge im Falle Irans ja darum, das persische Volk zu befreien oder die Mullahs daran zu hindern, weiter aufzurüsten, den mache ich auf das Folgende aufmerksam: Nordvietnam war ein Schurkenstaat, der dem des Iran in nichts nachstand. Aber wenn man den Krieg verliert, nützen die hehrsten Motive nichts. […]“
Autor: Stefan Blankertz
Im ersten Kommentar finden Sie den Link zum kompletten Beitrag.
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Today in the Sandwirt: Create two, three, many Vietnam...
“[…] Donald Trump, who admitted defeat in Afghanistan and ordered the withdrawal in his first presidency, is now of course not slacking off in his second term and, with his attack on Iran, opened up the possibility of a new Vietnam with a military campaign that should actually have been Hillary Clinton's war.
By the way: If you object here that in the case of Iran it was about liberating the Persian people or preventing the mullahs from further arming, I would like to draw your attention to the following: North Vietnam was a rogue state that was in no way inferior to that of Iran. But if you lose the war, the noblest motives are of no use. […]"
Author: Stefan Blankertz
In the first comment you will find the link to the complete post.
R to @NorbertBolz: Hier: https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
🇩🇪 Übersetzung
R an @NorbertBolz: Hier: https://www.dersandwirt.de/gezaehmter-drache/
Heute im Sandwirt: Der gezähmte Drache und seine offene Frage
„Professor @NorbertBolz hat mit seiner Replik „Plädoyer für den Nachtwächterstaat“ auf meinen Sandwirt-Artikel „Der Staat: der Gott, der seine Kinder frisst“ etwas Seltenes geleistet: Er hat einen Disput nicht eskaliert, sondern präzisiert.
Wer seine Antwort sorgfältig liest, wird feststellen, dass wir uns in der Diagnose weitgehend einig sind – und dass die eigentliche Debatte erst dort beginnt, wo seine Antwort aufhört. Das ist keine kleine Gemeinsamkeit; es ist die Grundlage für ein wirklich fruchtbares Gespräch.
Nehmen wir zunächst das ernst, was in seiner Replik steckt: Hobbes' Leviathan, so Bolz, „existiert nicht mehr“. Der sterbliche Gott ist tot. Was wir heute haben, ist kein Hobbes'scher Staat, sondern ein „autoritärer Parteienstaat“, okkupiert von einer oligarchischen Schicht aus Parteien, NGOs und sogenannter Zivilgesellschaft. Die Lösung? Den Staat von dieser Oligarchie befreien – und ihn zum Nachtwächterstaat umbauen.
Ich nehme dieses Angebot gerne an. Aber ich möchte Herrn Professor Bolz bitten, noch einen Schritt mit mir weiterzugehen – denn genau an diesem Punkt öffnet sich die entscheidende Leerstelle seiner Argumentation.
Hobbes der Liberale: Eine philologische Rettung mit systematischem Preis
Die Hobbes-Lektüre von Bolz ist philologisch redlich. Tatsächlich hat Carl Schmitt Hobbes nicht als Kronzeugen, sondern als Antipoden benutzt: Er kritisierte am Leviathan präzise jenes liberale Residuum, das Hobbes dem Bürger ließ – die Gewissensfreiheit im Inneren. Bolz hat recht: Hobbes wollte den Bürgerkrieg beenden, nicht das Denken verbieten.
Doch hier liegt ein Kategorienfehler, den ich offenlegen muss. Bolz rettet Hobbes trotz seiner Wirkungsgeschichte, indem er die Wirkungsgeschichte zur Fehldeutung erklärt. Aber eine politische Theorie muss sich an ihrer institutionellen Logik messen lassen, nicht nur an den Absichten ihres Autors. Wenn auctoritas, non veritas facit legem (Gesetze werden durch staatliche Macht und Durchsetzung legitimiert) als Staatsprinzip gesetzt wird, liefert man jedem zukünftigen Inhaber dieser Autorität das Instrument zur Wahrheitsunterdrückung – vollständig unabhängig davon, ob Hobbes das wollte.
Der Konstruktionsfehler ist nicht kommunikativer, sondern struktureller Natur. Carl Schmitts „Fehlschlag des Symbols“ war kein Zufall der Rezeptionsgeschichte; er war die folgerichtige Einlösung einer im System angelegten Möglichkeit. […]“
Autor: @SchnebelAndreas
Im ersten Kommentar finden Sie den Link zum vollständigen Artikel.
🇬🇧 Translation
Today in the Sandwirt: The tamed dragon and his open question
“With his reply “Plea for the night watchman state” to my Sandwirt article “The state: the god who eats his children,” Professor @NorbertBolz achieved something rare: he did not escalate a dispute, but rather clarified it.
Anyone who reads his answer carefully will see that we largely agree on the diagnosis - and that the real debate only begins where his answer ends. This is no small similarity; it is the basis for a truly fruitful conversation.
First, let's take seriously what's in his replica: Hobbes' Leviathan, according to Bolz, "no longer exists." The mortal God is dead. What we have today is not a Hobbesian state, but an “authoritarian party state” occupied by an oligarchic layer of parties, NGOs and so-called civil society. The solution? Free the state from this oligarchy - and convert it into a night watchman state.
I gladly accept this offer. But I would like to ask Professor Bolz to go one step further with me - because it is precisely at this point that the crucial gap in his argument opens up.
Hobbes the Liberal: A Philological Rescue with a Systematic Price
Bolz's reading of Hobbes is philologically honest. In fact, Carl Schmitt did not use Hobbes as a key witness, but rather as an antipode: in Leviathan he criticized precisely that liberal residue that Hobbes left to the citizen - freedom of conscience within. Bolz is right: Hobbes wanted to end the civil war, not ban thought.
But there is a category error here that I must disclose. Bolz saves Hobbes despite his impact history by declaring the impact history to be a misinterpretation. But a political theory must be judged by its institutional logic, not just the intentions of its author. If auctoritas, non veritas facit legem (laws are legitimized by state power and enforcement) is set as a state principle, you provide every future holder of this authority with the instrument for suppressing the truth - regardless of whether Hobbes wanted this.
The design error is not of a communicative nature, but of a structural nature. Carl Schmitt's “failure of the symbol” was no accident of reception history; it was the logical realization of a possibility built into the system. […]"
Author: @SchnebelAndreas
In the first comment you will find the link to the full article.
@DerSandwirt
@freiheitsfunke
RT
von @DerSandwirt 01.04 04:03
Der ÖRR war nicht schon immer ein Zwangsfunk. Es gab eine Zeit, in der der Empfang freiwillig war. Und genau dahin könnte das System künftig auch wieder zurückkehren. https://freiheitsfunken.info/a/23906/
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RT by @DerSandwirt: The ÖRR has not always been a forced radio. There was a time when reception was voluntary. And that is exactly where the system could return in the future. https://freiheitsfunken.info/a/23906/
„Öffentliche Quellen sind im Krieg unzuverlässig und interessengesteuert. Moralisch aufgeladene Propaganda gibt es bei allen modernen Kriegsbeteiligten, hinzu kommt die Zensur unliebsamer Quellen. Und manche Tatsachen mögen zwar Geheimdiensten oder Regierungen bekannt sein, aber nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Zu den „Unschärfen“ bei der Rechtsanwendung gesellen sich also auch noch falsche oder verdrehte Tatsachenbehauptungen und gänzlich unbekannte Tatsachen hinzu.
Eine weitere Frage ist, wer denn der Rechtsentscheider in Sachen Angriffskrieg oder präventive Verteidigung nach dem Völkerrecht eigentlich ist? Das ist der UN-Sicherheitsrat (der IGH nur, wenn die Parteien seine Zuständigkeit im Streitfall ausdrücklich anerkennen). Und im Sicherheitsrat haben die „Großmächte“ Russland, USA, China, UK und Frankreich bekanntlich jeweils ein Vetorecht, sodass im Falle der Beteiligung einer dieser Mächte das „Völkerprozessrecht“ sozusagen ins Leere läuft. Es gibt keine automatische, übergeordnete „Weltgerichtsbarkeit“ für militärische Aggressionen. Denn neben dem NAP gilt im Völkerrecht eben auch das Vertragsprinzip, das besagt: Keine „Unterwerfung“ unter eine Gerichtsbarkeit ohne freiwillige Vereinbarung.“
Andreas Tiedtke @atiedtke1: https://www.dersandwirt.de/voelkerrechtskeule/
🇬🇧 Translation
"Public sources are unreliable and interest-driven in war. Morally charged propaganda exists among all modern war participants, plus the censorship of unpleasant sources. And some facts may be known to secret services or governments, but are not available to the public. In addition to the "blurring" in the application of the law, there are also false or distorted statements of fact and completely unknown facts.
Another question is who actually is the legal decision-maker regarding war of aggression or preventive defense under international law? This is the UN Security Council (the ICJ only if the parties expressly recognize its jurisdiction in the event of a dispute). And in the Security Council, the “great powers” Russia, USA, China, UK and France each have a right of veto, so that if one of these powers is involved, “international procedural law” becomes ineffective, so to speak. There is no automatic, overarching “world jurisdiction” for military aggression. In addition to the NAP, the treaty principle also applies in international law, which states: No “submission” to a jurisdiction without a voluntary agreement.”
Andreas Tiedtke @atiedtke1: https://www.dersandwirt.de/voelkerrechtskeule/
Noch mehr neue Sandkörner vom Patriarchator gibts natürlich nur im Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
🇬🇧 Translation
Of course, even more new grains of sand from the Patriarchator can only be found in the Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
Kinder, die in Nuklearfamilien aufwachsen, sind im Durchschnitt physisch gesünder, psychisch gesünder, akademisch erfolgreicher und intelligenter. Nuklearfamilie bzw. Kernfamilie bedeutet: Verheiratete biologische Eltern, Kind oder Kinder. – Dieser Zusammenhang ist in der Forschung bekannt.
Was jedoch unklar ist, ist, inwiefern die Nuklearfamilie selbst kausal dazu beiträgt … Elias Gudwis @EGudwis schaut genauer hin:
https://www.dersandwirt.de/kernfamilie/
🇬🇧 Translation
Children raised in nuclear families are, on average, physically healthier, psychologically healthier, more academically successful and more intelligent. Nuclear family or nuclear family means: Married biological parents, child or children. – This connection is known in research.
What is unclear, however, is to what extent the nuclear family itself causally contributes... Elias Gudwis @EGudwis takes a closer look:
https://www.dersandwirt.de/kernfamilie/
Verliert Trump die Lust am Krieg, weil er sich nicht die Midterm-Elections, die Zwischenwahlen im Herbst verderben will? Vielleicht. Wieder einmal hat er etwas angestellt, aber weiß nicht mehr, wie er es abstellen soll. Große Staatskunst?
Wolfgang Herles @HerlesW: https://www.dersandwirt.de/na-servus-maerz-26/
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Is Trump losing interest in war because he doesn't want to spoil the midterm elections in the fall? Perhaps. Once again he has done something but no longer knows how to stop it. Great statesmanship?
Wolfgang Herles @HerlesW: https://www.dersandwirt.de/na-servus-maerz-26/
„Die Emulsion der Gesellschaft, die noch für die alte Bundesrepublik typisch war, löst sich auf.“ Hubert Geißler
🇬🇧 Translation
“The emulsion of society that was typical of the old Federal Republic is dissolving.” Hubert Geissler
'Ich plädiere hier keinesfalls für Regellosigkeit. Ich versuchte, aufzuzeigen, dass Rechtsauslegung und -anwendung keine „harte“ Wissenschaft ist, die zu eindeutigen Ergebnissen führt wie in der Logik oder Mathematik. Ich habe gezeigt, dass die Sachverhaltsermittlung für Laien ohne Untersuchungsbefugnisse oder Geheimdienstinformationen äußerst schwierig ist und dass nicht jedermann nach dem Völkervertragsrecht der „berufene Richter“ in der Sache ist, sondern ein Gremium, in welchem sich die Supermächte jeweils ein Vetorecht vorbehalten haben.
Das NAP [Nicht-Aggressions-Prinzip], das Vertragsprinzip und das Prinzip der verhältnismäßigen Verteidigung sind zivilisatorische Errungenschaften, die nicht nur im Völkerrecht, sondern im nächsten zivilisatorischen Schritt auch „national“, also im Verhältnis aller Menschen untereinander umgesetzt werden müssten, wenn man in einer friedlichen und prosperierenden Gesellschaft leben möchte.
Aber oftmals sind gerade diejenigen, welche die „Völkerrechtskeule“ am entschiedensten schwingen, auch diejenigen, die im Verhältnis zu ihren friedlichen Mitmenschen institutionalisierte Aggression (= staatlichen Zwang) durchaus nicht ablehnen, die also von einem universell gültigen Nicht-Aggressions- und Vertragsprinzip in Wirklichkeit gar nichts halten, sondern etatistisch gesinnt sind.' 👇
🇬🇧 Translation
RT by @DerSandwirt: 'I am in no way advocating irregularity here. I tried to show that legal interpretation and application is not a “hard” science that leads to clear results as in logic or mathematics. I have shown that the investigation of the facts is extremely difficult for laypeople without investigative powers or intelligence information and that according to international treaty law, not everyone is the “appointed judge” in the matter, but rather a body in which the superpowers have each reserved the right of veto.
The NAP [Non-Aggression Principle], the Treaty Principle and the Principle of Proportionate Defense are civilizational achievements that would have to be implemented not only in international law, but in the next step of civilization also “nationally”, i.e. in the relationship between all people, if one wants to live in a peaceful and prosperous society.
But often those who wield the "club of international law" most decisively are also those who, in relation to their peaceful fellow human beings, do not reject institutionalized aggression (= state coercion), and who in reality do not believe in a universally valid non-aggression and contractual principle, but are statist-minded.' 👇
Noch mehr neue Sandkörner vom Patriarchator gibts natürlich nur im Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
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Of course, even more new grains of sand from the Patriarchator can only be found in the Sandwirt:
https://www.dersandwirt.de/sandkoerner-21/
R to @DerSandwirt: Hier: https://www.dersandwirt.de/kernfamilie/
🇩🇪 Übersetzung
R an @DerSandwirt: Hier: https://www.dersandwirt.de/kernfamilie/