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@IPWagener 23.03 20:00
Bärbel #Bas zu den Gründen der SPD-Krise: Es sei nicht klar geworden, was die Partei "eigentlich will". Ich biete eine andere Erklärung an: Die #SPD hat ihre Ziele sehr gut kommuniziert. Deshalb verliert sie immer mehr Wähler.
🇬🇧 Translation
Bärbel #Bas on the reasons for the SPD crisis: It was not clear what the party “actually wants”. I offer another explanation: The #SPD communicated its goals very well. That's why she's losing more and more voters.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-24 12:14:53
@IPWagener 23.03 16:40
Ein paar Gedanken zur Lage der Parteien - alles sehr selektiv: (1) #CDU/CSU, politisch selbst eingemauert, Zuwachs schwierig, als Steigbügelhalter linker Mehrheiten ständig im eigenen Lager unter Druck, Kanzlerwahlverein. (2) #SPD, ehemalige Volkspartei, ehemalige Arbeiterpartei, in einzelnen Bundesländern Sinkflug Richtung 5-Prozent-Hürde, zu sehr mit Funktionärsbefindlichkeiten beschäftigt, Sprechblasen nach Wahlniederlagen. (3) #Grüne, wie die SPD Trendverlierer woker Themen und starke ideologische Selbstbeschränkung, urbane Blase versus Lebensrealität, schaden durch ständige Besserwisserei der Akzeptanz des Umweltschutzes in der Breite. (4) #FDP: sollte sich auflösen, wird nicht mehr gebraucht, letzter Hoffnungsschimmer: Wolfgang Kubicki. (5) #Linkspartei: Albtraum für Innen- und Außenpolitik, Profiteur schriller Töne, Grüne und SPD als Steinbruch der eigenen Rettung. (6) #AfD: größter Aufsteiger der letzten zehn Jahre, Volkspartei im Werden, Regierungsoption bei absoluter Mehrheit in einzelnen Bundesländern im Osten, jenseits dessen noch nicht koalitionsfähig, perspektivisch großes Frustrationspotenzial bei den eigenen Wählern - denn derzeit würden auch deutlich über 30 Prozent im Bund nicht zum Regieren reichen.
🇬🇧 Translation
A few thoughts on the situation of the parties - everything very selective: (1) #CDU/CSU, politically walled in themselves, growth difficult, as the stirrup holder of left-wing majorities, constantly under pressure in their own camp, chancellor election association. (2) #SPD, former People's Party, former Workers' Party, falling towards the 5 percent hurdle in individual federal states, too preoccupied with the sensibilities of officials, speech bubbles after election defeats. (3) #Greens, like the SPD, trend losers, raised issues and strong ideological self-restriction, urban bubble versus reality of life, damage the broad acceptance of environmental protection through constant know-it-alls. (4) #FDP: should dissolve, is no longer needed, last glimmer of hope: Wolfgang Kubicki. (5) #Left Party: Nightmare for domestic and foreign policy, profiteer from shrill tones, Greens and SPD as quarries of their own salvation. (6) #AfD: biggest climber of the last ten years, people's party in the making, government option with an absolute majority in individual federal states in the east, beyond that not yet capable of forming a coalition, in the future great potential for frustration among its own voters - because at the moment well over 30 percent in the federal government would not be enough to govern.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-24 12:14:53
@IPWagener 23.03 13:04
Solche Fehler dürfen nicht passieren: "Ein französischer Soldat trackt seine Jogging-Route mit der Fitness-App Strava. Das Problem: Während seiner Sportroutine befindet er sich auf dem Flugzeugträger ´Charles de Gaulle´ - dessen Position sich damit in Echtzeit verfolgen lässt." https://www.n-tv.de/politik/Soldat-trackt-Jogging-Strecke-Sport-App-Strava-verraet-exakte-Lage-von-Frankreichs-Flugzeugtraeger-id30493084.html
🇬🇧 Translation
Such mistakes shouldn't happen: "A French soldier tracks his jogging route with the fitness app Strava. The problem: During his exercise routine he is on the aircraft carrier 'Charles de Gaulle' - whose position can be tracked in real time." https://www.n-tv.de/politik/Soldat-trackt-Jogging-Strecke-Sport-App-Strava-verraet-exakte-Lage-von-Frankreichs-Flugzeugtraeger-id30493084.html
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-24 12:14:53
@IPWagener 22.03 18:43
Großer Wahlerfolg für die #AfD in Rheinland-Pfalz: Die Partei hat ihr bestes Ergebnis im Westen erreicht. Nun sollten einige ihrer Unterstützer jedoch auf die absehbare Mythenbildung verzichten. Auch wenn CDU und AfD die Regierung stellen könnten, zeigen Befragungen eindeutig: Dies entspricht nicht dem Wählerwillen. 71 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind gegen eine Regierungsbeteiligung der AfD; bei den Anhängern der CDU liegt dieser Wert sogar bei 87 Prozent. Deshalb kann man auch nicht sagen: "Der Wähler hat eigentlich eine schwarz-blaue Regierung gewählt." Genau das wollte die deutliche Mehrheit nicht!
🇬🇧 Translation
Major electoral success for the #AfD in Rhineland-Palatinate: The party achieved its best result in the West. Now, however, some of their supporters should refrain from the foreseeable myth-making. Even if the CDU and AfD could form the government, surveys clearly show that this does not correspond to the will of the voters. 71 percent of Rhineland-Palatinate residents are against AfD participation in government; Among CDU supporters, this figure is as high as 87 percent. That's why you can't say: "The voters actually elected a black-blue government." That's exactly what the clear majority didn't want!
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-22 20:11:01
@IPWagener 21.03 22:30
Die Bild schießt etwas über das Ziel hinaus: "Plötzlich sind wir in Reichweite der Mullah-Raketen". Drei Punkte: (1) Es besteht keine existenzielle Gefahr, weil der Iran nicht über Nuklearwaffen verfügt. (2) Fraglich ist, ob das Regime tatsächlich einsatzbereite ballistische Trägersysteme mit 4.000 Kilometern Reichweite hat. Der "Angriff" auf Diego Garcia spricht nicht dafür. Maximal liegt eine IOC vor. (3) Selbst wenn die Rakete die Qualität einer IRBM hat, die Distanz überbrücken und dann auch noch der amerikanischen Raketenabwehr ausweichen kann: Es wäre lediglich ein konventioneller Einschlag. Der Schaden würde sich also in Grenzen halten. Natürlich muss das Raketenpotenzial des Iran kritisch ausgewertet werden. Panikmache ist allerdings noch nicht angebracht.
🇬🇧 Translation
The image goes a bit overboard: “Suddenly we are within range of the mullahs’ missiles.” Three points: (1) There is no existential threat because Iran does not have nuclear weapons. (2) It is questionable whether the regime actually has operational ballistic delivery systems with a range of 4,000 kilometers. The "attack" on Diego Garcia does not speak for this. The maximum is one IOC. (3) Even if the missile has the quality of an IRBM, can bridge the distance and then evade the American missile defense: it would only be a conventional impact. The damage would therefore be limited. Of course, Iran's missile potential must be critically evaluated. However, scaremongering is not appropriate yet.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-22 04:17:17
@IPWagener 21.03 20:07
Kommentar auf Tagesschau-Online: "Die Koalition aus den USA und Israel hat zwar die militärische Übermacht, ganz offensichtlich aber keinen Plan." Gegenthese: Beide haben natürlich einen Plan. Fraglich ist, was diesen ausmacht und wo die Messlatte für die Bewertung von "Erfolg" liegt. Die #USA und #Israel würden es zweifellos gerne sehen, wenn sich das iranische Volk erhebt und die Theokratie beendet. Die Strategen in Washington und Jerusalem haben aber von Anfang an gewusst, dass es darauf keine Garantie gibt. Auch waren ökonomische Turbulenzen im Zuge des Krieges absehbar (Straße von #Hormus etc.). Solche Entwicklungen werden in Kauf genommen. Wenn sich Entscheidungsträger nur von Bedenken leiten lassen, können sie den Verteidigungsetat streichen. Es gibt keine militärischen Interventionen ohne Risiko. Was heißt also im konkreten Fall "Erfolg"? Das Minimalziel werden die USA und Israel aus eigener Kraft erreichen: die Reduzierung der militärischen Möglichkeiten des #Iran. Mit Blick auf den Gazastreifen nannte man solche Operationen "Rasenmähen". Der Krieg gegen die Islamische Republik findet zwar in einer weitaus größeren Dimension statt, aber das Muster lässt sich übertragen. Sollte es nicht zum Zusammenbruch des Regimes kommen, wird dieses an mehreren Fronten geschwächt: a) Reduktion des Nuklearprogramms, b) Rückbau des Fähigkeitsprofils der Streitkräfte und der Revolutionsgarde, c) Beeinträchtigung der Schlagkraft der "Achse des Widerstands", d) Schwächung der inneren Kohäsion der politischen und religiösen Elite. Wenn die USA und Israel den Krieg in den nächsten Tagen oder Wochen beenden, werden sie an diesen Fronten zahlreiche Erfolge vorweisen können. Vor allem Jerusalem gewinnt Zeit, das eigene Überleben in einem feindlichen Umfeld zu sichern. Das ist der eigentliche Plan. Und der lässt sich mit Blick auf die "Achse des Widerstands" nur mit Gewalt umsetzen.
🇬🇧 Translation
Comment on Tagesschau-Online: "The coalition of the USA and Israel has military superiority, but clearly has no plan." Counterthesis: Of course they both have a plan. It is questionable what constitutes this and where the yardstick for assessing “success” lies. The #US and #Israel would undoubtedly like to see the Iranian people rise up and end theocracy. But the strategists in Washington and Jerusalem knew from the start that there was no guarantee of this. Economic turbulence in the wake of the war was also foreseeable (Strait of Hormuz etc.). Such developments are accepted. If decision-makers are guided only by concerns, they can eliminate the defense budget. There are no military interventions without risk. So what does “success” mean in this specific case? The USA and Israel will achieve the minimum goal on their own: reducing #Iran's military capabilities. With regard to the Gaza Strip, such operations were called “mowing the lawn.” The war against the Islamic Republic is taking place on a much larger scale, but the pattern can be transferred. If the regime does not collapse, it will be weakened on several fronts: a) reduction of the nuclear program, b) reduction of the capability profile of the armed forces and the Revolutionary Guard, c) impairment of the effectiveness of the "Axis of Resistance", d) weakening of the internal cohesion of the political and religious elite. If the United States and Israel end the war in the next few days or weeks, they will have numerous successes to show on these fronts. Jerusalem in particular is gaining time to ensure its own survival in a hostile environment. That's the real plan. And with regard to the “axis of resistance” this can only be implemented with violence.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-22 04:17:17
@IPWagener 20.03 22:34
Es spricht vieles dafür, dass Kim Jong-un seine noch minderjährige Tochter zur Nachfolgerin aufbauen will. In der Staatspropaganda wird das nicht nur daran erkennbar, dass sie an Auftritten des Vaters mitwirkt. Auch ihr "Titel" ist aufgewertet worden: von "geliebter Tochter" zu "respektierter Tochter". Sprachlich bewegt sich dies in die Richtung von "Respected Comrade Kim Jong Un". Persönlich darf sie hoffen, dass der Vater noch ein paar Jahre durchhält. Stirbt er zu früh, kann sie zum Opfer möglicher Nachfolgekämpfe werden. In einer solchen Situation ist mehr als fraglich, ob sie hinreichend Autorität hätte, die notwendige Loyalität einzufordern. Problem 1: Wer so jung ist, hat keine Möglichkeit, sich eine Gefolgschaft aufzubauen. Problem 2: Kim Ju-ae ist eine Frau.
🇬🇧 Translation
There is much to suggest that Kim Jong-un wants to make his daughter, who is still a minor, his successor. In state propaganda, this is not only evident from the fact that she takes part in her father's appearances. Her “title” has also been upgraded: from “beloved daughter” to “respected daughter.” Linguistically, this moves in the direction of “Respected Comrade Kim Jong Un”. Personally, she can hope that her father will hold out for a few more years. If he dies too early, she could become a victim of possible succession battles. In such a situation it is more than questionable whether she would have sufficient authority to demand the necessary loyalty. Problem 1: If you're so young, you have no opportunity to build a following. Problem 2: Kim Ju-ae is a woman.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-21 04:13:47
@IPWagener 19.03 21:33
Georg #Restle freut sich auf seinen neuen Posten und teilt gegen seine Kritiker aus: "Und wer meint, Afrika bestehe nur aus Wüste und Dschungel, verkennt dessen hohe Relevanz für uns." Immerhin, er bleibt sich treu. Bevor er sich eingearbeitet hat, wird schon einmal eine zentrale Annahme ("hohe Relevanz") formuliert. Aus sicherheitspolitischer Sicht ist das Unsinn. Die Musik der Großmächte spielt vor allem in Eurasien, auch wenn einzelne Staaten in Afrika aktiv sind. Macht die Annahme wenigstens aus ökonomischer Perspektive Sinn? Der Kontinent ist für uns in Sachen Außenhandel eher unwichtig. Mit einer Ausnahme: beim Zugang zu kritischen Rohstoffen. Man ahnt allerdings schon, welchen Blickwinkel der scheidende #Monitor-Moderator bei diesem Thema anlegen wird. Aufschlussreich ist die globale BIP-Verteilung: Deutschland lag 2024 bei 4,2 Prozent, die komplette (!) Subsahara kam auf 1,8 Prozent. Das Zentrum Europas bleibt ein Magnet für afrikanische Zuwanderung. Aus dieser Sicht hat der Kontinent in der Tat "hohe Relevanz" für uns. Aber auch hier gilt: Man ahnt, welchen Blickwinkel Georg Restle anlegen wird. Also: Wenn Sie sich ausgewogen über Afrika informieren wollen, dann gehen Sie am besten auf die Internetseite von Reuters. Oder Sie wählen einen anderen qualitativ hochwertigen Anbieter. "Hochwertig" heißt: Der Journalist berichtet ("Sagen, was ist"), ohne dabei permanent das eigene ideologische Gerüst durchschimmern zu lassen.
🇬🇧 Translation
Georg #Restle is looking forward to his new position and speaks out against his critics: "And anyone who thinks that Africa only consists of desert and jungle is ignoring its great relevance for us." At least he remains true to himself. Before he has familiarized himself with it, a central assumption (“high relevance”) is formulated. From a security policy perspective, this is nonsense. The music of the great powers plays primarily in Eurasia, even if individual states are active in Africa. Does the assumption make sense at least from an economic perspective? The continent is rather unimportant for us when it comes to foreign trade. With one exception: access to critical raw materials. However, one can already guess what perspective the outgoing #Monitor moderator will take on this topic. The global GDP distribution is revealing: Germany was 4.2 percent in 2024, the entire (!) Sub-Sahara came to 1.8 percent. The center of Europe remains a magnet for African immigration. From this perspective, the continent is indeed “highly relevant” for us. But the same applies here: you can guess what perspective Georg Restle will use. So: If you want to get balanced information about Africa, then it's best to go to the Reuters website. Or you can choose another high-quality provider. “High quality” means: The journalist reports (“telling what is”) without constantly letting his own ideological framework shine through.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-20 04:14:19
@IPWagener 19.03 14:37
Georg #Restle, 18. März, auf X: "Mir sind alle Ideologien, die unser Denken einmauern, ein Graus. Ob links oder rechts." Sagt derjenige, dessen ganzes Streben auch auf den Erhalt der Brandmauer ausgerichtet ist.
🇬🇧 Translation
Georg #Restle, March 18, on Says the person whose entire effort is aimed at preserving the firewall.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-20 04:14:19
@IPWagener 18.03 14:31
Georg #Restle verlässt #Monitor und geht nach Afrika. Die #FAZ hat das Sendeformat hart kommentiert: "Unter Restle hat es sich vom journalistischen zum ultralinken ideologischen Projekt entwickelt." Der Autor kann kaum an sich halten: Eine Sendung bezeichnet er als "Paradebeispiel für öffentlich-rechtlichen Politaktivismus, der sich als Journalismus ausgibt." Georg Restle ist darüber sichtlich verärgert und schreibt auf X: "Kollegen diffamieren, ohne mit ihnen zu reden. Im Journalismus gilt eigentlich die Regel „audiatur et altera pars“. Herr Hanfeld schreibt seit Jahren immer wieder über mich, ohne mit mir gesprochen zu haben. Weil es das vorgefertigte Bild zerstören könnte?" Die FAZ hat hier schlicht ins Schwarze getroffen. Um die Sache geht es weder Georg #Restle noch Anja #Reschke oder Jan #Böhmermann. Denn das würde bedeuten, die Sache ausgewogen darzustellen. Es ist weltbildgeleiteter Aktivismus - mehr nicht. Und ich möchte ergänzen: Selbige Darstellungsform findet sich in Teilen der rechten Medienblase auch. Nur bekommt dort niemand Rundfunkbeiträge.
🇬🇧 Translation
Georg #Restle leaves #Monitor and goes to Africa. The #FAZ commented harshly on the broadcast format: "Under Restle it has developed from a journalistic to an ultra-left ideological project." The author can hardly contain himself: He describes one program as a "prime example of public political activism masquerading as journalism." Georg Restle is visibly upset about this and writes on Mr. Hanfeld has been writing about me for years without ever speaking to me. Because it could destroy the prefabricated image?" The FAZ simply hit the mark here. This is not about Georg #Restle, Anja #Reschke or Jan #Böhmermann. Because that would mean presenting the matter in a balanced way. It is worldview-led activism - nothing more. And I would like to add: The same form of representation can also be found in parts of the right-wing media bubble. But nobody gets any radio contributions there.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-19 04:14:02
@IPWagener 17.03 13:51
Würde eine deutsche Fregatte in der Straße von #Hormus überhaupt über genügend Munition verfügen? Mein Dank für Ihre Nachfragen. So sieht ein konstruktiver Austausch aus. Die ehrliche Antwort lautet: Ich weiß es nicht. Kein Wissenschaftler hat Zugang zu den Munitionsbeständen der #Bundeswehr. Auch wäre es töricht, solche Zahlen zu veröffentlichen. Die Grundlage meiner Überlegungen: (1) Die Deutsche #Marine hatte in den letzten Jahren Fregatten im Pazifik im Einsatz. Also sollte der Persische Golf in Sachen Distanz kein Problem sein. (2) Im Roten Meer hat sie zur Freiheit der Seewege beigetragen - auch durch den Einsatz von Waffengewalt. Das erlaubt die Übertragung. (3) Ich muss mich auf öffentlich zugängliche Materialien stützen. Auf der Internetseite der Deutschen Marine ist zu lesen: "Die Marine ist weltweit auf See im Einsatz – zum Schutz von Seewegen, von Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, für humanitäre Hilfe und zur Verteidigung." Das wird sogar wiederholt: "Mit der Marine hat die Bundeswehr die Möglichkeit, Seegebiete zu kontrollieren, internationale Seeverkehrswege zu schützen". Zu den Fregatten der Sachsen-Klasse heißt es: "Unter dem Schutzschirm der Sachsen-Klasse ist jedes Schiff sicher". Es folgt die Aufzählung der Bewaffnung. Diese Aussagen müssen gelten. Was aber natürlich unabhängig von solchen Selbstzuschreibungen stimmt: Es gab schon immer Einschränkungen bei der materiellen Einsatzbereitschaft einzelner Waffensysteme. Das eine ist die Theorie, das andere die Praxis. Der aktuell entscheidende Punkt: Da sich derzeit Fregatten im Einsatz befinden, gehe ich davon aus, dass sie auch aufmunitioniert sind. Mehr kann ein Wissenschaftler nicht leisten, als aus diesen Informationen Schlüsse zu ziehen. Wie lange eine Fregatte in der Straße von Hormus einsatzfähig wäre, würde vom Szenario abhängen. Im Sinne meines Posts dürfte bereits die Bereitschaft, an der Risikoteilung mitzuwirken, die Allianz Deutschlands mit den USA stärken. Selbst dann, wenn die Entsendung wegen Munitionsmangels zeitlich sehr begrenzt wäre. Wäre Donald Trump anschließend dankbar? Sicher, aber das muss mittel- bis langfristig natürlich nichts heißen. Eine Allianz bedarf der permanenten Pflege. Die Entsendung von Fregatte und Einsatzgruppenversorger würde dem dienen. Eine solche Mission wäre ein Baustein, die Schutzzusage der USA zu stärken. Was dabei immer gilt: Im Realismus gibt es keine Garantien auf die Zuverlässigkeit eines Bündnispartners. Es ist die Aufgabe der Staatskunst, auf die maximal mögliche Bindungswirkung von Zusagen des Verbündeten hinzuarbeiten.
🇬🇧 Translation
Would a German frigate in the Strait of Hormuz even have enough ammunition? My thanks for your inquiries. This is what a constructive exchange looks like. The honest answer is: I don't know. No scientist has access to the #Bundeswehr's ammunition stocks. It would also be foolish to publish such figures. The basis of my considerations: (1) The German #Navy has deployed frigates in the Pacific in recent years. So the Persian Gulf shouldn't be a problem in terms of distance. (2) In the Red Sea it contributed to freedom of sea routes - also through the use of armed force. This allows transmission. (3) I must rely on publicly available materials. On the German Navy's website you can read: "The Navy is deployed at sea around the world - to protect sea routes, citizens, conflict prevention and crisis management, humanitarian aid and defense." This is even repeated: "With the navy, the Bundeswehr has the opportunity to control sea areas and protect international shipping routes." Regarding the Sachsen-class frigates it is said: “Under the protective umbrella of the Sachsen-class, every ship is safe”. The list of weapons follows. These statements must apply. But what is of course true, regardless of such self-attributions, is that there have always been restrictions on the material operational readiness of individual weapon systems. One is theory, the other is practice. The currently crucial point: Since there are currently frigates in use, I assume that they are also equipped with ammunition. A scientist can do no more than draw conclusions from this information. How long a frigate would be operational in the Strait of Hormuz would depend on the scenario. In the spirit of my post, the willingness to participate in risk sharing should strengthen Germany's alliance with the USA. Even if the deployment would be very limited in time due to a lack of ammunition. Would Donald Trump be grateful afterwards? Sure, but of course that doesn't have to mean anything in the medium to long term. An alliance requires constant maintenance. Sending a frigate and task force supplier would serve this purpose. Such a mission would be a building block to strengthen the USA's commitment to protection. What always applies: In realism there are no guarantees as to the reliability of an alliance partner. It is the task of statesmanship to work towards the maximum possible binding effect of the ally's commitments.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-18 04:15:00
@IPWagener 16.03 16:53
Realismus to go, Folge 12: Militärische Intervention Deutschlands in der Straße von Hormus? Soll sich Deutschland an einer militärischen Intervention in der Straße von #Hormus beteiligen? Von der politischen Linken bis zur politischen Rechten dürfte es dafür im Bundestag keine Mehrheit geben. Die Gründe sind vielfältig: die Ablehnung der Politik von US-Präsident Donald #Trump, allgemeiner Antiamerikanismus, die Verhinderung eines kriegerischen Sogeffekts, das Verursacherargument, die Sorge vor der Verschärfung innerparteilicher Konfliktlinien und nicht zuletzt die anstehenden Landtagswahlen in diesem Jahr. Die Aussage von Verteidigungsminister Boris #Pistorius dürfte mehrheitsfähig sein: „Es ist nicht unser Krieg.“ Wer im Sinne der Staatsräson handeln möchte, muss jedoch ganz anders ansetzen. Deutschland ist militärisch schwach und verfügt über keinen eigenen Nuklearschirm. Daher ist es zwingend auf das Bündnis mit den USA angewiesen und betreibt eine Politik der Anlehnung (bandwagoning). Damit ist es einer Situation ausgesetzt, die in der Allianztheorie gut beschrieben wird: Der Schwächere befindet sich in einer strukturell nachteiligen Lage. Es ist möglich, dass er vom Stärkeren in Konflikte hineingezogen wird (entrapment), mit denen er selbst gar nichts zu tun hat. Nicht weniger schlimm wäre es, in einer Krise keine Unterstützung zu erhalten (abandonment). Der Stärkere würde darauf hinweisen, dass sich der Schwächere wegen einer zu einseitigen Lasten- und Risikoverteilung in der Allianz als nutzlos erwiesen hat. Zwischen diesen Risiken muss auch Deutschland sicherheitspolitisch lavieren. Im Idealfall kann es beides verhindern. Es gibt jedoch einen klaren Zusammenhang: Je mehr Berlin dazu neigt, sich jeder Form von entrapment zu entziehen, desto größer wird die Gefahr, dass es eines Tages zum abandonment kommt. Es geht also mit Blick auf die Straße von Hormus derzeit nicht um die Frage, ob dies „unser Krieg“ ist oder nicht. Wesentlich wichtiger ist folgende Abwägung: Wie wird sich die Weigerung, an der Eskortierung von Handelsschiffen mitzuwirken, auf die Stabilität der Beziehungen zu den USA auswirken? Wenn Berlin nicht bereit ist, in die Versicherung einzuzahlen, könnte Washington eines Tages sagen: „Diese Versicherung ist wertlos.“ Eskaliert der Konflikt in Osteuropa und greift er zugleich auf #NATO-Territorium über, könnte Donald Trump nach mehrfachen Androhungen den Rückzug seines Landes aus dem Bündnis beschließen und wie Boris Pistorius argumentieren: „Dies ist nicht unser Krieg.“ Der #Iran befindet sich zwar weit entfernt von der Bundesrepublik. Die geographische Distanz zwischen Europa und den USA ist allerdings noch deutlich größer. Deutschland sollte die Situation nutzen und Bündnissolidarität zeigen – obwohl es keinen Bündnisfall gibt! Wenn es sich als eines der ersten europäischen Länder öffentlich entsprechend positioniert, dürfte dies nicht nur auf Donald Trump positiv wirken. Vertretern der Republikaner und Demokraten würde ein deutliches Signal übermittelt: „Ihr steht an unserer Seite, wir stehen an eurer Seite!“ Die Deutsche Marine verfügt über die entsprechende Reichweite und hinreichend Einsatzerfahrung. Eine Fregatte könnte an der Eskortierung von Handelsschiffen in der Straße von Hormus mitwirken. Ein Einsatzgruppenversorger sollte zur Unterstützung der Mission im rückwärtigen Raum disloziert werden (je nach Lage im Golf von Oman oder im Arabischen Meer mit großem Abstand zur iranischen Küste). Nach Beginn des Irak-Krieges 2003 hatte Südkorea die USA mit der Entsendung der Zaytun-Division unterstützt. Es schickte vor allem zivil wirkende Soldaten in das Land. Seoul hätte sagen können: „Das ist nicht unser Krieg.“ Die damalige Regierung dachte jedoch strategisch. Dabei war die Lage am Persischen Golf von sekundärer Bedeutung. Südkorea hat das entrapment hingenommen, um abandonment zu vermeiden. Die Zaytun-Division war zwar mehrere Jahre im Irak im Einsatz. De facto trug sie aber dazu bei, die Lage am 38. Breitengrad zu stabilisieren. Da es seit 1953 auf der koreanischen Halbinsel nur einen Waffenstillstand gibt, fällt es Seoul relativ leicht, geopolitisch um die Ecke zu denken. Deutschland hat andere Erfahrungen gemacht, was sich vor und während internationaler Krisenlagen immer wieder zeigt. Aus der Sicht des Realismus ist dieser Weg weitaus gefährlicher als der Einsatz einer deutschen Fregatte in der Straße von Hormus. Passivität wird das Bündnis mit Washington natürlich nicht unmittelbar gefährden, weil die Bundesrepublik als operative Drehscheibe für amerikanische Streitkräfte von großer Bedeutung ist. Darauf allein sollte man sich jedoch in der Amtszeit von Donald Trump nicht verlassen.
🇬🇧 Translation
Realism to go, episode 12: Germany's military intervention in the Strait of Hormuz? Should Germany take part in a military intervention in the Strait of Hormuz? From the political left to the political right, there is unlikely to be a majority for this in the Bundestag. The reasons are varied: the rejection of the policies of US President Donald #Trump, general anti-Americanism, the prevention of a warlike pull effect, the causation argument, the concern about the intensification of intra-party lines of conflict and, last but not least, the upcoming state elections this year. The statement by Defense Minister Boris Pistorius is likely to win a majority: “It is not our war.” However, anyone who wants to act in accordance with raison d'état must take a completely different approach. Germany is militarily weak and does not have its own nuclear shield. It is therefore absolutely dependent on the alliance with the USA and pursues a policy of bandwagoning. This exposes it to a situation that is well described in alliance theory: the weaker party is in a structurally disadvantageous position. It is possible that he will be drawn into conflicts (entrapment) by the stronger person that he himself has nothing to do with. It would be no less bad to receive no support in a crisis (abandonment). The stronger would point out that the weaker has proven to be useless because of a one-sided distribution of burdens and risks in the alliance. Germany also has to navigate between these risks in terms of security policy. Ideally, it can prevent both. However, there is a clear connection: the more Berlin tends to avoid any form of entrapment, the greater the danger that abandonment will one day occur. So with a view to the Strait of Hormuz, the question at present is not whether this is “our war” or not. The following consideration is much more important: How will the refusal to participate in the escort of merchant ships affect the stability of relations with the USA? If Berlin is unwilling to pay into the insurance, Washington could one day say: “This insurance is worthless.” If the conflict in Eastern Europe escalates and at the same time spills over into #NATO territory, Donald Trump could, after repeated threats, decide to withdraw his country from the alliance and, like Boris Pistorius, argue: “This is not our war.” #Iran is far away from the Federal Republic. However, the geographical distance between Europe and the USA is significantly greater. Germany should take advantage of the situation and show alliance solidarity - even though there is no alliance case! If it is one of the first European countries to position itself publicly in this way, this should not only have a positive effect on Donald Trump. A clear signal would be sent to Republican and Democratic representatives: “You stand with us, we stand with you!” The German Navy has the appropriate range and sufficient operational experience. A frigate could help escort merchant ships in the Strait of Hormuz. A task force supplier should be deployed to the rear area to support the mission (depending on the location in the Gulf of Oman or in the Arabian Sea at a large distance from the Iranian coast). After the Iraq War began in 2003, South Korea supported the USA by sending the Zaytun Division. It sent mainly civilian soldiers into the country. Seoul could have said, “This is not our war.” However, the government at the time was thinking strategically. The location on the Persian Gulf was of secondary importance. South Korea accepted entrapment to avoid abandonment. The Zaytun Division was deployed in Iraq for several years. In fact, it helped to stabilize the situation at the 38th parallel. Since there has only been a ceasefire on the Korean peninsula since 1953, Seoul finds it relatively easy to think outside the box geopolitically. Germany has had different experiences, which becomes apparent again and again before and during international crises. From the perspective of realism, this path is far more dangerous than deploying a German frigate in the Strait of Hormuz. Passivity will of course not immediately endanger the alliance with Washington because the Federal Republic is of great importance as an operational hub for American armed forces. However, you shouldn't rely on that alone during Donald Trump's term in office.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-17 04:24:00
@IPWagener 16.03 14:26
Ich bereite eine neue Folge von Realismus to go vor. Soll Deutschland in der Straße von #Hormus intervenieren? Präsentiert werden ein paar theoretisch begründete Überlegungen. Mehr dazu im Laufe des Tages.
🇬🇧 Translation
I'm preparing a new episode of Realism to go. Should Germany intervene in the Strait of Hormuz? A few theoretically based considerations are presented. More on this later today.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-17 04:24:00
@IPWagener 16.03 11:41
Vertreter der EVP-Fraktion sollen im Europaparlament mit der #AfD kooperiert haben. Das ist ein Skandal! Es kann nicht sein, dass frei gewählte Abgeordnete einfach so zusammenarbeiten. Wollen die etwa Probleme lösen? Gut, dass der #ÖRR über diese Machenschaften berichtet.
🇬🇧 Translation
Representatives of the EPP group are said to have cooperated with the #AfD in the European Parliament. This is a scandal! It cannot be the case that freely elected representatives simply work together. Do they want to solve problems? It's good that the #ÖRR is reporting on these machinations.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-17 04:24:00
@IPWagener 15.03 18:50
FDP-Generalsekretärin Nicole #Büttner hat Wort gehalten und sich tatsächlich eine Glatze schneiden lassen. Respekt! https://www.bild.de/politik/inland/fdp-nicole-buettner-enthuellt-ihre-glatze-nach-verlorener-wette-69b6edaa71ba80688cc660a3
🇬🇧 Translation
FDP General Secretary Nicole Büttner kept her word and actually had her head shaved. Respect! https://www.bild.de/politik/inland/fdp-nicole-buettner-enthuellt-ihre-glatze-nach-verlorener-wette-69b6edaa71ba80688cc660a3
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-16 13:12:28
@IPWagener 14.03 20:05
ZDF, Nachrichten um 19.00 Uhr, eines der Themen: "Kooperation der EVP-Fraktion mit Rechten". Wo liegt hier der Nachrichtenwert? Das ist doch alles bekannt. Wie wäre es mit mehr Informationen aus Ostasien? Von der täglichen deutschen Nabelschau hat der Zuschauer nichts.
🇬🇧 Translation
ZDF, news at 7 p.m., one of the topics: “Cooperation of the EPP group with the right”. Where is the news value here? This is all known. How about more information from East Asia? The viewer has nothing to gain from the daily German navel-gazing.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-15 00:11:20
@IPWagener 13.03 23:54
Die seit kurzem diskutierte Habilitationsschrift von Alena #Buyx umfasst 77 Seiten inklusive 96 (!) Fußnoten. Abzüglich des Apparats sind es 64 Seiten Fließtext. Bei der Bewertung muss man vorsichtig sein. Den Inhalt kann ich nicht beurteilen, und mir ist auch nicht bekannt, was im Fach Ethik und Theorie der Medizin und Public Health üblich ist. Kurzum: Ich kenne die dortige Publikationskultur nicht. Auch stimmt dieses: Die Masse macht es am Ende nicht. Die Kollegin hat vielleicht eine gehaltvollere Schöpfungstiefe erreicht als andere Werke, die über 500 Seiten liegen. Das alles sollte in einer fairen Beurteilung gewürdigt werden. Aber: In Doktorarbeiten und Habilitationsschriften kann es auch darum gehen, ein Argument in aller Breite auszuführen und dabei den Stoff im Griff zu behalten. Was ebenfalls gilt: Qualität auf 500 Seiten ist eine andere Hausnummer als Qualität auf 77 Seiten.
🇬🇧 Translation
Alena #Buyx's habilitation thesis, which has recently been discussed, comprises 77 pages including 96 (!) footnotes. Minus the apparatus, there are 64 pages of running text. You have to be careful when evaluating. I cannot judge the content and I do not know what is common in the subject of ethics and theory in medicine and public health. In short: I don't know the publishing culture there. This is also true: in the end, the masses don't make it. The colleague has perhaps achieved a more substantial depth of creation than other works that are over 500 pages. All of this should be acknowledged in a fair assessment. But: In doctoral theses and habilitation theses, it can also be about executing an argument in all its breadth while keeping the material under control. What also applies: Quality on 500 pages is a different matter than quality on 77 pages.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-15 00:11:20
@IPWagener 13.03 20:26
Der Vorwurf ist völlig absurd. Und vielleicht auch Ergebnis einer sehr speziellen Form der Vergangenheitsbewältigung. Man kann nur hoffen, dass ein solches Weltbild nicht auf seine Studenten abfärbt. https://x.com/JuergenZimmerer/status/2032490509864710580
🇬🇧 Translation
The accusation is completely absurd. And perhaps also the result of a very special form of coming to terms with the past. One can only hope that such a world view does not rub off on his students. https://x.com/JuergenZimmerer/status/2032490509864710580
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-14 00:12:26
@IPWagener 13.03 12:56
Ist der #Krieg wirklich die größte Geißel der Menschheit? Er ist brutal, zerstörerisch und kann ganze Völker auslöschen. Der Erste und der Zweite Weltkrieg bewirkten Vernichtungswellen ungekannten Ausmaßes. In jener Zeit gab es nichts Schlimmeres. Gegenwärtig ist der Krieg wieder sehr präsent, aber nicht mehr "die" Gefahr menschlichen Lebens. Solche Aussagen sind nur auf der Basis empirischer Auswertungen möglich - hier präsentiert aus globaler Sicht. Opfer bewaffneter Gewalt 2024: 160.000 Menschen (Uppsala Conflict Data Program). Diabetes-Tote 2024: 3,4 Millionen Menschen (International Diabetes Federation). Durch die globale Luftverschmutzung begünstigte Todesfälle 2023: 7,9 Millionen Menschen (State of Global Air). Der Vergleich soll das Grauen und auch die erheblichen wirtschaftlichen Folgen des Krieges nicht relativieren. Was aber noch weitere Zahlen zeigen würden: Unser Lebensstil ist die größte Gefahr für die letzte noch überlebende Spezies der Gattung Homo. Wir schauen mit Entsetzen im Fernsehen auf Tod und Verderben, sind aber wegen des hohen Zuckerkonsums und der Luftverschmutzung weitaus weniger in Sorge. Das tödliche, unmittelbare Spektakel löst Ängste aus, die langfristig wirkenden Folgen von Ernährungs- und anderen Lebensgewohnheiten werden verdrängt. Dies ist keine Anklage, sondern nur eine Feststellung. Denn so ist der Mensch.
🇬🇧 Translation
Is #war really the greatest scourge of humanity? It is brutal, destructive and can wipe out entire peoples. The First and Second World Wars caused waves of destruction on an unprecedented scale. There was nothing worse at that time. At present, war is very present again, but no longer "the" danger to human life. Such statements are only possible on the basis of empirical evaluations - presented here from a global perspective. Victims of armed violence in 2024: 160,000 people (Uppsala Conflict Data Program). Diabetes deaths in 2024: 3.4 million people (International Diabetes Federation). Deaths caused by global air pollution in 2023: 7.9 million people (State of Global Air). The comparison is not intended to put the horror or the significant economic consequences of the war into perspective. But what more figures would show: Our lifestyle is the greatest threat to the last surviving species of the Homo genus. We watch death and destruction on television with horror, but are far less concerned about high sugar consumption and air pollution. The deadly, immediate spectacle triggers fears and the long-term consequences of dietary and other lifestyle habits are suppressed. This is not an accusation, just a statement. Because that's how people are.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-14 00:12:26
@IPWagener 12.03 20:42
Der Vorwurf, die USA hätten vor Beginn der Kampfhandlungen gegen den #Iran die weitere Nutzung der Straße von #Hormus absichern müssen, führt in die Irre. Ein solcher Schritt gehört nicht zur Anfangsphase eines Angriffs, wie er gegen den Iran geführt wird. Üblich ist vielmehr Folgendes: Zunächst muss der operative Handlungsspielraum der gegnerischen Streitkräfte eingehegt werden. Dazu gehört nicht nur die Erlangung der Lufthoheit. Es geht ebenso darum, die Einwirkungsmöglichkeiten des Gegners im küstennahen Bereich möglichst umfassend zu reduzieren. Erst wenn dies gelungen ist, kann über eine militärische Absicherung der Passage durch die Straße von Hormus nachgedacht werden – etwa in Form einer Eskortierung von Öltankern. Wird der zweite Schritt vor dem ersten unternommen, werden nicht nur Handelsschiffe zur leichten Beute (wofür mehrere Treffer der Revolutionsgarde sprechen). Auch Kriegsschiffe könnte ein ähnliches Schicksal ereilen. Bei einer Breite von nur etwas über 50 Kilometern an den engsten Stellen des Seewegs ist die Vorwarnzeit zur Abwehr von Angriffen gering; Sättigungsangriffe werden für den Gegner dadurch erleichtert. Es hat einen Grund, warum die beiden eingesetzten amerikanischen Flugzeugträger Abstand zur Straße von Hormus halten und vor Beginn der Kampfhandlungen nicht in den Persischen Golf verlegt wurden. Hinzu kommt, dass die USA ihre Prioritätenliste abarbeiten: Zurückwerfung des Nuklearprogramms, Zerstörung der Raketeninfrastruktur, weitere "Abrüstung" der Streitkräfte, Schwächung des Regimes sowie die Öffnung eines Fensters für einen Aufstand. Vorübergehende Marktverwerfungen werden dabei in Kauf genommen. So dürfte zumindest der Plan aussehen. Der Ausgang bleibt offen.
🇬🇧 Translation
The accusation that the USA had to secure the continued use of the Strait of Hormuz before the start of hostilities against #Iran is misleading. Such a step is not part of the initial phase of an attack like the one waged against Iran. Rather, the following is common: First, the operational scope of the opposing armed forces must be contained. This doesn't just include gaining air sovereignty. It is also about reducing the enemy's options for influence in the coastal area as comprehensively as possible. Only when this has been achieved can military security of the passage through the Strait of Hormuz be considered - for example in the form of escorting oil tankers. If the second step is taken before the first, it is not just merchant ships that become easy prey (which is evidenced by several hits from the Revolutionary Guard). Warships could also suffer a similar fate. With a width of just over 50 kilometers in the narrowest parts of the sea route, the advance warning time to ward off attacks is short; This makes saturation attacks easier for the opponent. There is a reason why the two American aircraft carriers deployed are keeping their distance from the Strait of Hormuz and were not deployed to the Persian Gulf before hostilities began. In addition, the USA is working through its list of priorities: rolling back the nuclear program, destroying the missile infrastructure, further "disarmament" of the armed forces, weakening the regime and opening a window for an uprising. Temporary market distortions are accepted. At least that's what the plan should look like. The exit remains open.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-13 00:13:46
@IPWagener 12.03 15:08
Çiğdem Uzunoğlu, Direktorin des #Grimme-Instituts: "Dieser Grimme-Preis Jahrgang zeigt erneut, wie vielfältig im deutschen Fernsehen aktuelle Themen der Zeitgeschichte wie Rassismus, Rechtsradikalismus und die prekäre Lage des Gesundheitssystems, aber auch neuere deutsche Geschichte erzählt werden". Wer heute einen Grimme-Preis gewinnen möchte, der erhöht seine Chancen ganz erheblich, wenn er auf angesagte Themen setzt.
🇬🇧 Translation
Çiğdem Uzunoğlu, director of the #Grimme Institute: "This year's Grimme Prize shows once again how diverse current topics of contemporary history such as racism, right-wing radicalism and the precarious situation of the health system, but also more recent German history, are told on German television." If you want to win a Grimme Prize today, your chances will increase significantly if you focus on popular topics.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-13 00:13:46
@IPWagener 11.03 20:53
Ann-Katrin Müller vom Spiegel auf X: "Vetternwirtschaft, Gefälligkeiten, Unmut an der Basis: Die AfD steckt in einer Krise, die sie Wählerstimmen kosten kann." Die AfD liegt stabil bei 24 Prozent. Von einer solchen Krise können SPD, Grüne und Linkspartei derzeit nur träumen.
🇬🇧 Translation
Ann-Katrin Müller from Spiegel on The AfD is stable at 24 percent. The SPD, the Greens and the Left Party can currently only dream of such a crisis.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-12 00:13:00
@IPWagener 08.03 20:07
Lehren aus der #Wahl in Baden-Württemberg: (1) Die SPD stürzt ins Bodenlose ab, der Kontakt zur Basis ist zu großen Teilen abgebrochen. (2) Die Grünen gewinnen, wenn ihr Spitzenkandidat nicht wirklich grün wirkt. (3) Die FDP ist vorerst Geschichte. (4) Für die AfD wachsen die Bäume nicht in den Himmel. (5) Die CDU auf Platz 2 ist trotz Regierungsoption bereit, zugunsten der Grünen auf den Posten des Ministerpräsidenten zu verzichten.
🇬🇧 Translation
Lessons from the #election in Baden-Württemberg: (1) The SPD is plummeting, contact with the base has largely been broken off. (2) The Greens win if their top candidate doesn't really seem green. (3) The FDP is history for the time being. (4) For the AfD, trees don't grow into the sky. (5) Despite the government option, the CDU in second place is prepared to give up the post of Prime Minister in favor of the Greens.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-09 02:13:07
@IPWagener 08.03 17:35
Laura Cloppenburg kommentiert für die #ARD live den Einzug von Cem #Özdemir. Sie ist sichtbar begeistert. Vielleicht sollte man intern noch einmal an der Präsentationsform arbeiten.
🇬🇧 Translation
Laura Cloppenburg comments live on the arrival of Cem #Özdemir for #ARD. She is visibly excited. Maybe we should work on the form of presentation again internally.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-09 02:13:07
@IPWagener 08.03 17:13
Erste Prognosen zur #Wahl in Baden-Württemberg liegen vor. Den Rest des Abends werden wir in den Interviews hören: "Das war ein fulminanter Wahlkampf. Wir haben bis zum Schluss gekämpft." Oder: "Hochrechnungen sind keine Ergebnisse. Warten wir ab." Auch das wird kommen: "Wir haben uns verdoppelt - und nicht verloren." Nicht zu vergessen: "Lassen Sie mich erst den Wählerinnen und Wählern danken." Vielleicht auch das: "Am Programm hat es nicht gelegen. Wir müssen es nur besser vermitteln."
🇬🇧 Translation
The first forecasts for the #election in Baden-Württemberg are available. We will hear in the interviews for the rest of the evening: "It was a brilliant election campaign. We fought until the end." Or: "Projections are not results. Let's wait and see." This will also come: "We have doubled - and not lost." Not to forget: “Let me first thank the voters.” Maybe also this: "It wasn't the program. We just have to communicate it better."
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-09 02:13:07
@IPWagener 08.03 12:37
Georg Restle auf X: "Wer glaubt, dass das Ignorieren des geltenden Völkerrechts Frieden, Freiheit und Menschenrechte garantiert, setzt am Ende darauf, dass der militärisch Stärkere immer recht hat. Welcher Zweck heiligt da eigentlich welche Mittel?" Was Herr Restle übersieht: "[D]er militärisch Stärkere" hat - damals waren es gleich mehrere Staaten - die UN-Charta geformt, die für das Völkerrecht von zentraler Bedeutung ist. Die Zusammensetzung des UN-Sicherheitsrats spiegelt bei den ständigen Mitgliedern die Machtverhältnisse von 1945 wider: Die Siegermächte - die USA, die Sowjetunion, China, Großbritannien und Frankreich - erhielten ein Vetorecht. Mit zwischenstaatlicher Gleichberechtigung hatte das nichts zu tun. Als die USA beschlossen, sich an China anzunähern, übernahm Peking 1971 den ständigen Sitz von Taipeh. Da hat "der militärisch Stärkere" den Ausschlag gegeben. Was nicht vergessen werden darf: Das Völkerrecht enthält nicht nur Menschenrechte. Es dient auch der Koordinierung zwischenstaatlicher Beziehungen - und zwar zunächst unabhängig davon, wie die Akteure ihre Innenpolitik gestalten. Im Ost-West-Konflikt hatte das einen großen Vorteil: Verfeindete Mächte erhielten einen Rahmen, in dem sie sich austauschen konnten. Das trug zur Stabilisierung der Lage bei. Wie sehr eine Regierung im Innern wirklich machen kann, was sie will, ist Thema des Diskurses - von der humanitären Intervention bis zur R2P. Was ganz sicher nicht gedeckt ist: Völkermord. Staaten können nicht Ethnien massakrieren und sich dann auf ihre Souveränität berufen. Das Genozidverbot ist Teil des zwingenden Völkerrechts (ius cogens). Umstritten ist natürlich, ab wann ein Völkermord vorliegt. Die Tötung von Demonstranten ist nicht gleich automatisch ein Genozid, sicher aber ein Verbrechen. Es ist also nicht so einfach, eigene Argumente unter Berufung auf "das" Völkerrecht abzustützen.
🇬🇧 Translation
Georg Restle on What Mr. Restle overlooks: "[T]he militarily stronger one" - at that time there were several states - shaped the UN Charter, which is of central importance for international law. The composition of the UN Security Council among the permanent members reflects the balance of power in 1945: the victorious powers - the USA, the Soviet Union, China, Great Britain and France - were given veto rights. This had nothing to do with equality between states. When the US decided to move closer to China, Beijing took over the permanent seat of Taipei in 1971. “The militarily stronger” made the difference. What must not be forgotten: international law does not only contain human rights. It also serves to coordinate intergovernmental relations - initially regardless of how the actors shape their domestic policy. This had a major advantage in the East-West conflict: opposing powers were given a framework in which they could exchange ideas. This helped to stabilize the situation. How much a government can really do what it wants internally is the subject of the discourse - from humanitarian intervention to R2P. What is definitely not covered: genocide. States cannot massacre ethnic groups and then invoke their sovereignty. The ban on genocide is part of mandatory international law (ius cogens). It is of course controversial as to when a genocide is considered. The killing of demonstrators is not automatically genocide, but it is certainly a crime. So it is not so easy to base your own arguments on “the” international law.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-09 02:13:07
@IPWagener 07.03 13:41
CDU/CSU haben die #AfD in der Sonntagsfrage auf Platz 2 zurückfallen lassen. Das hat mehrere Gründe, unter anderem diese: (1) Vetternwirtschaft: Ja, das machen die anderen Parteien auch. Aber wer mit "Wir sind anders!" auf Marktplätzen hausieren geht, dem darf so etwas nicht passieren. (2) Nicht abgeschlossene Suche nach einer sicherheitspolitischen Strategie: Mehrere Stimmen in der Partei verwirren den Wähler. In der rechten Blase bekommt die AfD in der Iran-Frage Druck - auch von Medien, die der Partei wohlgesonnen sind. Das ist inhaltlich fruchtbar, stört aber jene Harmonie, die Wähler lieben. Wie soll eine kohärente Linie entstehen, wenn Donald #Trump zugleich angehimmelt und kritisiert wird? (3) Erfolge der Bundesregierung: Bundeskanzler Friedrich Merz hat in Washington erneut eine gute Figur gemacht; auch in China, wo er auf Kritik im Stile von Annalena Baerbock verzichtet hat; das Heizungsgesetz ist in der alten Form bald erledigt; die Rentenerhöhung fällt üppig aus; die Migrationswende hat noch nicht geklappt, aber die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich 2025 halbiert. Wenn die Union in diesem Stil weitermacht, hat die AfD ein Problem. Man stelle sich vor, sie kippt auch noch den "Majestätsbeleidigungsparagrafen" und sorgt für eine Kürzung im Budget des #ÖRR. Das ist natürlich eher unwahrscheinlich (die SPD müsste mitmachen), ich möchte nur eine mögliche Strategie von CDU/CSU herausarbeiten: Solche Schritte würden den Gegenwind reduzieren - auch die alternativen Medien würden darüber wohlwollend berichten. Wenn die Union irgendwann auf die Idee kommt, die Angriffsflächen der AfD systematisch zu reduzieren, dann haben die Blauen ein Problem. Natürlich lassen sich die einzelnen Faktoren in der Wirkkraft nicht messen. Aber als Melange spielen sie eine Rolle. Die AfD liegt immer noch stabil bei 24 Prozent. CDU/CSU haben aber an Boden gewonnen. Das blaue Überholmanöver ist vorerst ausgebremst. Man kann nun natürlich sagen: "Das BfV ist schuld, die Medien sind unfair, wir werden im Bundestag benachteiligt." Das sind relevante Faktoren, aber: Es hat auch etwas mit dem eigenen Personal zu tun. Und solange von diesem immer wieder abwegige Positionen geäußert und sogar Rechtsextremisten geduldet werden, ist die Partei bürgerlich nur begrenzt anschlussfähig. Nun wird folgender Einwand kommen: "Wir haben keine Rechtsextremisten in den eigenen Reihen." Warum laufen dann immer wieder Parteiausschlussverfahren? Die Brandmauer besteht de facto aus zwei Schichten. Die Ziegelsteine auf der eigenen Seite muss die AfD schon selbst abtragen.
🇬🇧 Translation
The CDU/CSU allowed the #AfD to fall to second place in the Sunday question. There are several reasons for this, including these: (1) Nepotism: Yes, the other parties do that too. But anyone who responds with “We are different!” If you're peddling in marketplaces, something like that shouldn't happen to you. (2) Incomplete search for a security policy strategy: Multiple voices in the party confuse voters. In the right-wing bubble, the AfD is receiving pressure on the Iran issue - including from media that is favorable to the party. This is fruitful in terms of content, but disrupts the harmony that voters love. How is a coherent line supposed to emerge when Donald #Trump is adored and criticized at the same time? (3) Successes of the federal government: Chancellor Friedrich Merz once again cut a good figure in Washington; also in China, where he refrained from criticism in the style of Annalena Baerbock; the heating law will soon be completed in its old form; the pension increase is generous; The migration transition has not yet worked, but the number of initial applications for asylum will have halved by 2025. If the Union continues in this style, the AfD will have a problem. Imagine if she also overturned the “Lèse-Majesty Paragraph” and ensured a cut in the #ÖRR budget. That is of course rather unlikely (the SPD would have to take part), I would just like to highlight a possible strategy for the CDU/CSU: Such steps would reduce the headwind - the alternative media would also report favorably on it. If at some point the Union comes up with the idea of ​​systematically reducing the AfD's areas of attack, then the Blues will have a problem. Of course, the individual factors cannot be measured in terms of effectiveness. But as a melange they play a role. The AfD is still stable at 24 percent. But the CDU/CSU have gained ground. The blue overtaking maneuver has been slowed down for the time being. Of course you can now say: "The BfV is to blame, the media is unfair, we are disadvantaged in the Bundestag." These are relevant factors, but: It also has something to do with your own staff. And as long as the party continually expresses absurd positions and even tolerates right-wing extremists, the party's ability to connect with citizens is limited. Now the following objection will come: “We have no right-wing extremists in our own ranks.” So why do party exclusion proceedings keep going on? The firewall actually consists of two layers. The AfD has to remove the bricks on its own side itself.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-08 02:20:22
@IPWagener 06.03 23:04
"With its supreme leader killed and its war machine under relentless U.S. pressure, Iran now stands largely alone - its longtime partners Russia and China offering nothing more than diplomatic condemnations ​and expressions of concern." Wie ich es im Kontrafunk-Kommentar beschrieben habe. Das entspricht dem bekannten Muster. Wenn es um vitale nationale Interessen geht, lässt die Solidarität auch zwischen Autokratien schnell nach. https://www.reuters.com/world/middle-east/isolated-under-fire-iran-strikes-out-russia-china-stand-aside-2026-03-05/
🇬🇧 Translation
"With its supreme leader killed and its war machine under relentless U.S. pressure, Iran now stands largely alone - its longtime partners Russia and China offering nothing more than diplomatic condemnations and expressions of concern." As I described in the Kontraffunk commentary. This corresponds to the well-known pattern. When vital national interests are at stake, solidarity quickly wanes, even between autocracies. https://www.reuters.com/world/middle-east/isolated-under-fire-iran-strikes-out-russia-china-stand-aside-2026-03-05/
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-07 02:18:11
@IPWagener 06.03 19:11
Die russische Botschaft auf X zum Iran-Krieg: gegen "Aggression", "den Einsatz äußerst skrupelloser Mittel", "Gewalt zur Beilegung bestehender Differenzen" und "Angriffe auf zivile Objekte"; für eine "politisch[e] und diplomatisch[e] Lösung". Hängen noch Spiegel im Botschaftsgebäude?
🇬🇧 Translation
The Russian embassy on for a “political and diplomatic solution”. Are there still mirrors hanging in the embassy building?
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-07 02:18:11
@IPWagener 06.03 11:21
Nachtrag zur Niederlage des #Verfassungsschutzes gegen die #AfD vor dem Verwaltungsgericht Köln: In meinem Fall hat das BfV ein ähnliches Argumentationsmuster eingesetzt. Aussagen des Kulturkampf-Buches wurden falsch interpretiert, und auf dieser Basis kam es dann zu weitreichenden Interpretationen darüber, welche Auffassung ich "eigentlich" haben könnte. Das Buch richte sich gegen die FDGO. Das Landgericht Frankfurt am Main und das Bundesverwaltungsgericht haben hingegen keine Verfassungsfeindlichkeit festgestellt. Im Kulturkampf-Buch von 2021 habe ich mich an mehreren Stellen zum damaligen Präsidenten und zum Verfassungsschutz geäußert. Ich darf ein paar Beispiele nennen. Seite 190: „Thomas Haldenwang ist bereit, der parteipolitischen Sicht des Bundeskanzleramts bis in die Details zu folgen.“ Seite 194: „Er [gemeint ist der Verfassungsschutz, M.W.] greift dann auch ganz gezielt jenseits seines Mandats in politische Prozesse ein.“ Seite 196: „Noch wesentlich heikler ist das Ansinnen, den inhaltlichen Beobachtungsanspruch des Verfassungsschutzes bis in das demokratisch legitimierte Lager des Konservatismus hinein zu verlagern.“ Seite 202: „Ob Haldenwang es beabsichtigt oder nicht: Seine Verlautbarungen können die Bereitschaft von Wissenschaftlern fördern, sich bei kritischen Gesellschaftsfragen zurückzuhalten.“ Seite 208: „Haldenwang nimmt […] absehbare Verstöße des BfV gegen das Grundgesetz hin.“ Alle Vorwürfe sollten sich in den folgenden Jahren erneut bewahrheiten. Es gab einen Grund, dass Haldenwang gegen mich vorgegangen ist. Und der hatte nichts mit der FDGO zu tun.
🇬🇧 Translation
Addendum to the defeat of the Office for the Protection of the Constitution against the AfD before the Cologne Administrative Court: In my case, the BfV used a similar argument pattern. Statements in the Kulturkampf book were misinterpreted, and on this basis there were far-reaching interpretations about what opinion I could "actually" have. The book is directed against the FDGO. However, the Frankfurt am Main Regional Court and the Federal Administrative Court have not found any unconstitutionality. In the Kulturkampf book from 2021, I commented on the then President and the Office for the Protection of the Constitution in several places. Let me give a few examples. Page 190: “Thomas Haldenwang is prepared to follow the party political view of the Federal Chancellery down to the last detail.” Page 194: “He [meaning the Office for the Protection of the Constitution, M.W.] then specifically intervenes in political processes beyond his mandate.” Page 196: “Even more delicate is the request to shift the Federal Office for the Protection of the Constitution’s right to monitor content into the democratically legitimized camp of conservatism.” Page 202: “Whether Haldenwang intends it or not: his statements can encourage the willingness of scientists to hold back on critical social issues.” Page 208: “Haldenwang accepts […] foreseeable violations of the Basic Law by the BfV.” All allegations were to prove true again in the following years. There was a reason why Haldenwang took action against me. And it had nothing to do with the FDGO.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-07 02:18:11
@IPWagener 05.03 16:43
Der Erfolg der AfD im Osten hat viele Gründe. Manchmal sagt ein Foto mehr aus als eine tiefe Analyse. https://x.com/UlrichSiegmund/status/2029292608594248142
🇬🇧 Translation
The AfD's success in the East has many reasons. Sometimes a photo says more than a deep analysis. https://x.com/UlrichSiegmund/status/2029292608594248142
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-06 02:17:01
@IPWagener 05.03 15:57
Der Begriff "Abzocke" an den Tankstellen hat es heute auf Seite 1 der NZZ gebracht. Herbert Rabl, Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands, spricht gar von "einer nicht für möglich gehaltenen Abzocke". Politiker regen an, das Kartellamt einzuschalten. Ich nehme das hier noch einmal auf, weil mir ja gestern vorgehalten wurde, den Markt nicht zu begreifen. Man muss in der Zeitachse differenzieren: Plötzliche Preisanstiege an Tankstellen nach Beginn eines Krieges haben auch etwas mit einer Erweiterung der Gewinnmarge eines bereits gekauften Gutes zu tun. Wenn der Krieg länger andauert und sich das Angebot tatsächlich reduziert, gründen Preisanstiege nicht mehr in den Motiven der Abzocke. Sicher, Konzerne antizipieren Entwicklungen und preisen das ein. Aber: Rasante Preisanstiege in kürzester Zeit unmittelbar nach Beginn der Kampfhandlungen am Persischen Golf können nicht einfach mit "So ist halt der Markt!" erklärt werden. Zudem ist doch breit nachgewiesen, dass die Preise an der Zapfsäule morgens gerne etwas höher ausfallen als abends; hin und wieder wird es auch urplötzlich in der Urlaubsphase etwas teurer. Soll das dann die "unsichtbare Hand" von Adam Smith sein? Die Erklärung ist einfach: Es wird schlicht die Situation der Autofahrer ausgenutzt. Sie werden geschröpft. "So ist halt der Markt!" Mit Blick auf Personen, die auf ein Auto angewiesen sind und nur über ein geringes Einkommen verfügen, ist das eine zynische Haltung.
🇬🇧 Translation
The term “rip-off” at gas stations made it to page 1 of the NZZ today. Herbert Rabl, spokesman for the gas station interest association, even speaks of “a rip-off that was not thought possible.” Politicians suggest involving the cartel office. I'm taking this up again because yesterday I was accused of not understanding the market. You have to differentiate in the timeline: Sudden price increases at gas stations after the start of a war also have something to do with an increase in the profit margin of a good that has already been purchased. If the war lasts longer and supply actually reduces, price increases are no longer based on rip-off motives. Sure, corporations anticipate developments and price them in. But: Rapid price increases in a very short period of time immediately after the start of hostilities in the Persian Gulf cannot simply be answered with "That's just the way the market is!" be explained. It has also been widely proven that prices at the pump tend to be slightly higher in the morning than in the evening; Every now and then it suddenly becomes a little more expensive during the vacation phase. Is that supposed to be Adam Smith's "invisible hand"? The explanation is simple: the drivers' situation is simply being exploited. They are fleeced. “That’s just how the market is!” This is a cynical attitude when it comes to people who rely on a car and only have a low income.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-06 02:17:01
@IPWagener 05.03 12:37
Auf Kontrafunk läuft heute mein Kommentar zur Lage am Persischen Golf (etwas mehr als sechs Minuten, Stand von gestern, große Linien, keine Nachrichtenschau). https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-5-maerz-2026
🇬🇧 Translation
My commentary on the situation in the Persian Gulf is on Kontrafunk today (just over six minutes, as of yesterday, big lines, no newsreel). https://kontrafunk.radio/de/sender-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-5-maerz-2026
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-06 02:17:01
@IPWagener 04.03 21:39
Der Tagesspiegel arbeitet sich nun bereits zum vierten Mal an mir ab. Hintergrund ist die laufende Verfassungsbeschwerde. Ich kommentiere einige Vorwürfe: (1) "AfD-nahen Volksbegriff": Falsch! Ich habe einen kulturellen Volksbegriff entworfen. (2) "Der wegen migrantenfeindlicher Äußerungen mit einer Disziplinarmaßnahme belegte Politikwissenschaftler Martin Wagener". Falsch! Ich habe nirgendwo migrantenfeindliche Äußerungen getätigt. Das ist mir nicht einmal im Verfahren vorgeworfen worden. (3) "Das Karlsruher Bundesverfassungsgericht muss nun erstmals darüber entscheiden, ob ein beamteter Wissenschaftler für seine Darlegungen in wissenschaftlichen Publikationen dienstrechtlich belangt werden kann." Falsch! Natürlich kann er belangt werden, wenn er etwa die Abschaffung der FDGO fordert. Die richtige Frage lautet: Kann ein verfassungstreuer Professor mit verfassungstreuen Aussagen gegen die Wohlverhaltenspflicht verstoßen? Weitere Darlegungen sind solide aufbereitet - wie man es von einem rechtspolitischen Korrespondenten erwarten darf. Der Mix macht es dann aber: Im Kern seriöse Ausführungen werden mit Schlagworten und falschen Behauptungen garniert. Sie sind es, die nach der Lektüre in Erinnerung bleiben. Man möge mir nicht erzählen, dass dahinter keine Absicht steckt. Dafür sind die Wertungen zu demonstrativ. https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-weit-rechts-darf-ein-wissenschaftler-stehen-bnd-professor-zieht-vor-das-bundesverfassungsgericht-15245601.html
🇬🇧 Translation
The Tagesspiegel is now working on me for the fourth time. The background is the ongoing constitutional complaint. I comment on a few accusations: (1) “AfD-related popular term”: Wrong! I created a cultural folk term. (2) “Political scientist Martin Wagener, who was disciplined for anti-migrant comments.” Incorrect! I have never made any anti-immigrant statements anywhere. I wasn't even accused of that in the trial. (3) "The Karlsruhe Federal Constitutional Court must now decide for the first time whether a civil servant scientist can be prosecuted under official law for his statements in scientific publications." Incorrect! Of course he can be prosecuted if he calls for the abolition of the FDGO. The right question is: Can a constitutionally loyal professor violate the duty of good conduct by making constitutionally loyal statements? Further explanations are solidly prepared - as one would expect from a legal policy correspondent. But it's the mix that makes it happen: Essentially serious statements are garnished with catchphrases and false claims. They are the ones who stay in your memory after reading them. Don't let anyone tell me there's no intention behind it. The ratings are too demonstrative for that. https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-weit-rechts-darf-ein-studien-schenken-bnd-professor-zieh-vor-das-bundesverfassungsgericht-15245601.html
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-05 02:16:34
@IPWagener 04.03 12:11
Müssen Sie an der Tankstelle plötzlich mehr zahlen? Das hat nichts mit Lieferengpässen zu tun. In so kurzer Zeit kann die Lage am Persischen Golf nicht auf die deutsche Versorgung durchschlagen. Die Konzerne nutzen die Situation schlicht aus. Das nennt der Volksmund "Abzocke".
🇬🇧 Translation
Do you suddenly have to pay more at the gas station? This has nothing to do with delivery bottlenecks. In such a short time, the situation in the Persian Gulf cannot have an impact on German supplies. The corporations are simply taking advantage of the situation. This is what people call “rip-off”.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-05 02:16:34
@IPWagener 04.03 09:55
"Als Vergeltung für die israelisch-amerikanischen Angriffe feuerte Iran nach Angaben des US-Militärs mehr als 500 ballistische Raketen und mehr als 2.000 Drohnen ab. ´Wir sehen, dass die Fähigkeit des Irans abnimmt, uns und unsere Partner zu treffen, während unsere Kampfkraft hingegen zunimmt´, betonte US-Admiral Cooper." Das halte ich für plausibel. Zumal die Zahl der iranischen Abschussrampen weiter reduziert worden ist. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-angriffe-usa-100.html
🇬🇧 Translation
"In retaliation for the Israeli-American attacks, Iran fired more than 500 ballistic missiles and more than 2,000 drones, according to the US military. 'We see Iran's ability to strike us and our partners decreasing, while our combat power increases,' said US Admiral Cooper." I think that's plausible. Especially since the number of Iranian launch pads has been further reduced. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-attacke-usa-100.html
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-05 02:16:34
@IPWagener 03.03 19:35
Solidarität mit meinem Kollegen Prof. Dr. Stephan Maninger: Was hier von geneigter Seite seit Jahren gegen einen angesehenen Wissenschaftler ins Feld geführt wird, ist eine politisch motivierte Hetzjagd. Alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind widerlegt. https://www.welt.de/politik/deutschland/article699b1b2bcc6a6db1d3add0d8/stephan-maninger-wie-spd-und-linke-in-luebeck-gegen-einen-professor-mobil-machen.html
🇬🇧 Translation
Solidarity with my colleague Prof. Dr. Stephan Maninger: What has been being waged against a respected scientist for years by interested parties is a politically motivated hunt. All allegations made against him have been refuted. https://www.welt.de/politik/deutschland/article699b1b2bcc6a6db1d3add0d8/stephan-maninger-wie-spd-und-linke-in-luebeck-gegen-einen-professor-mobil-machen.html
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-04 02:15:25
@IPWagener 03.03 13:03
Im Nahen Osten sitzen derzeit viele Urlauber fest. Das ist ärgerlich, aber: Wer sehenden Auges in Krisenregionen fliegt, der macht das auf eigene Verantwortung. Es gibt ja hinreichend Nachrichtenportale, um sich vorab zu informieren. In das Wehklagen einzelner Betroffener kann ich nicht einstimmen - Notfälle ausgenommen.
🇬🇧 Translation
Many vacationers are currently stuck in the Middle East. That's annoying, but anyone who flies into crisis regions with their eyes open does so at their own risk. There are enough news portals to get information in advance. I cannot join in the lamentation of those affected - with the exception of emergencies.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-04 02:15:25
@IPWagener 02.03 22:44
Die Antwort von Marvin T. Neumann hat etwas mehr Substanz, weshalb ich noch einmal auf ihn eingehe. Zu den einzelnen Erwiderungen des jungen Mannes: (1) Für Donald Trump liegen immer alle Karten auf dem Tisch. Täuschungen und Drohungen gehören zum Kriegshandwerk. Dabei dürfen einzelne Ankündigungen nicht überbewertet werden. Trump wollte auch schon Grönland übernehmen. Eventuell bombardiert er etwas länger, oder aber er hört plötzlich auf. Je nach Entwicklung der Lage und der Anpassung der Ziele. Wenn er sagt, die Entsendung von Bodentruppen nicht auszuschließen, muss daraus nicht zwingend etwas folgen. (2) „Die Iraner zerstören systematisch die amerikanischen Basen im Golf“. Sie meinen sicherlich: „… am Persischen Golf“. Die Nachrichtenlage gibt das nicht her. Sie müssen zwischen Angriffen und Treffern, die im Umfang bislang – verteilt auf mehrere Staaten – sehr gering sind, unterscheiden. Die Amerikaner haben die Basen nicht aufgegeben. Was Sie hier übersehen, ist nicht nur die Logik der Vornepräsenz. Ein Rückzug vom Persischen Golf ist derzeit jenseits operativer Anpassungen undenkbar. Sie haben sich auch nicht mit dem Management von Militärbasen befasst. Im Kriegsfall ist das Vorgehen je nach Lage klar geregelt. Da ist es nicht unüblich, Soldaten zu evakuieren, Kampfflugzeuge aus der Schusslinie zu nehmen etc. Auf Raketenschläge sind die Soldaten vor Ort vorbereitet! (3) Es wird wegen dieses Krieges keinen grundlegenden Wechsel des ökonomischen Ordnungsmodells der Golfstaaten geben. Warum auch? Wirtschaftlich wird bereits diversifiziert, aber Erdöl und Erdgas bleiben wichtig. Die Straße von Hormus wird nur temporär blockiert sein. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit – trotz aller direkten und indirekten Kriegskosten – früher oder später wieder in normalen Bahnen verlaufen. Die USA sind für die Sperrung gewappnet (Stichwort „Tankerkrieg“ der 1980er-Jahre). Ich habe vor einigen Semestern eine entsprechende Studie im Unterricht durchgenommen: Auflösung einer Blockade der Straße von Hormus. Amerikanische Wissenschaftler rechnen das bis in die Details durch. (4) Ob der Revolutionsführer den Märtyrertod gesucht hat, ist reine Spekulation. Auf dieser Basis kann man keine Urteile fällen. (5) Wenn die IDF 2025 Kampfflugzeuge ungestört über Teheran einsetzen konnten, hatten sie operative Luftüberlegenheit. Wenn Israel und die USA 2026 nach Belieben militärische Ziele ausschalten können, gilt selbiges. Beide haben damit – wenn sie dies wollen – temporäre Lufthoheit. Die Islamische Republik kann dies derzeit nicht verhindern. Was Sie als „Hirngespinst“ bezeichnen, ist empirisch nachweisbar. (6) „Die Saudis haben sich erst gestern entsetzt davon gezeigt, dass die Amerikaner ihre Basen nicht verteidigen und iranische Angriffe über dem Territorium der »Partner« nicht abwehren, sondern Israels Schutz priorisieren.“ Das meine ich mit dem Hinweis, sich besser einzulesen. Saudi-Arabien ist seit Jahren darüber verärgert, dass sich die USA weigern, ein militärisches Bündnis mit konkreter Schutzzusage einzugehen. Beide Seiten haben dennoch einen soliden Modus Operandi gefunden, um mit diesem kritischen Punkt umzugehen. Washington akzeptiert Kritik – auch, weil es um die religiösen Zwänge der saudischen Führung weiß. (7) „Zu guter Letzt stellt sich die Frage, wann und ob China noch auftreten wird, insbesondere, wenn die Blockade den Ölmarkt weiter beschädigt. Eskalationspotenzial bleibt also.“ Wenn Sie dabei an eine militärische Intervention denken, liegen Sie erneut falsch. China ist vor allem an einem Machtgleichgewicht am Persischen Golf interessiert (= Garantie für ungestörten Import von Erdöl und Erdgas); die innenpolitische Ausgestaltung des Iran ist dabei irrelevant. Sie dürfen nicht vergessen: Peking unterhält gute Beziehungen zu Riad. Und nun glauben Sie, dass China – entgegen der Erfahrung der letzten Jahrzehnte – plötzlich seine komplette Nahost-Strategie ändert? Dass die Volksrepublik bereits Gesprächskanäle aktiviert hat, ist hingegen zu erwarten. Aber das Land ist am Persischen Golf kein relevanter militärischer Faktor. Niemand kennt die Wahrheit. Und Kriege können sich in alle möglichen Richtungen entwickeln. Wenn die bisherigen Muster greifen, dann wird es so kommen, wie ich es in den bisherigen Posts – vor allem in Folge 11 von Realismus to go – geschildert habe. Dabei beschreibe ich die großen Bahnen. Im Detail kann vieles passieren, was derzeit noch gar nicht vorstellbar ist. Ein letzter Punkt: Auf X findet in der Regel kein fachlicher „Diskurs“ statt, sondern eher ein stark verkürzter Meinungsaustausch.
🇬🇧 Translation
Marvin T. Neumann's answer has a little more substance, which is why I'll go into it again. Regarding the young man's individual responses: (1) All cards are always on the table for Donald Trump. Deception and threats are part of the craft of war. Individual announcements must not be overestimated. Trump also wanted to take over Greenland. Maybe it bombs a little longer, or it stops suddenly. Depending on the development of the situation and the adjustment of the goals. When he says he won't rule out sending ground troops, that doesn't necessarily mean anything. (2) “The Iranians are systematically destroying American bases in the Gulf.” You certainly mean: “… on the Persian Gulf”. The news situation doesn't indicate that. You have to differentiate between attacks and hits, the extent of which has so far been very small - spread across several countries. The Americans did not give up the bases. What you are missing here is not just the logic of front presence. A withdrawal from the Persian Gulf is currently unthinkable beyond operational adjustments. Nor have they dealt with the management of military bases. In the event of war, the procedure is clearly regulated depending on the situation. It is not uncommon to evacuate soldiers, take fighter jets out of the line of fire, etc. The soldiers on site are prepared for rocket attacks! (3) There will be no fundamental change in the economic order model of the Gulf states because of this war. Why? Economic diversification is already taking place, but oil and natural gas remain important. The Strait of Hormuz will only be temporarily blocked. It is very likely that sooner or later - despite all the direct and indirect costs of war - things will go back to normal. The USA is prepared for the blockage (keyword: “tanker war” of the 1980s). A few semesters ago I did a corresponding study in class: Dissolving a blockade of the Strait of Hormuz. American scientists calculate this down to the last detail. (4) Whether the revolutionary leader sought martyrdom is pure speculation. No judgments can be made on this basis. (5) If the IDF could deploy fighter aircraft undisturbed over Tehran in 2025, they had operational air superiority. If Israel and the USA can take out military targets at will in 2026, the same applies. Both have – if they want – temporary air supremacy. The Islamic Republic cannot currently prevent this. What you call a “pipe dream” is empirically proven. (6) “Just yesterday, the Saudis were horrified that the Americans are not defending their bases and not repelling Iranian attacks over the territory of their “partners”, but are prioritizing Israel’s protection.” That's what I mean by the advice to read up better. Saudi Arabia has been annoyed for years by the US's refusal to enter into a military alliance with a concrete promise of protection. Both sides have nevertheless found a solid modus operandi to deal with this critical point. Washington accepts criticism - also because it is aware of the religious constraints of the Saudi leadership. (7) "Last but not least, the question arises as to when and whether China will appear again, especially if the blockade further damages the oil market. The potential for escalation therefore remains." If you are thinking of military intervention, you are wrong again. China is primarily interested in a balance of power in the Persian Gulf (= guarantee of undisturbed import of oil and natural gas); Iran's internal political structure is irrelevant. You must not forget: Beijing maintains good relations with Riyadh. And now do you think that China – contrary to the experience of the last few decades – will suddenly change its entire Middle East strategy? However, it is to be expected that the People's Republic has already activated conversation channels. But the country is not a relevant military factor in the Persian Gulf. Nobody knows the truth. And wars can develop in all possible directions. If the previous patterns take effect, then things will happen as I have described in previous posts - especially in episode 11 of Realism to go. I describe the major railways. A lot can happen in detail that is currently unimaginable. One last point: As a rule, there is no technical “discourse” on X, but rather a very shortened exchange of opinions.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-03 02:15:41
@IPWagener 02.03 15:39
Marvin T. Neumann kommentiert mich gerne negativ bis abwertend. So sei es. Ich könnte durchgängig auf seine oft vor Wut triefenden Einlassungen eingehen, was sich aber in der Sache nicht lohnt. Heute ist der Tag der Ausnahme. Neumann hat meinen Post zum "Flächenbrand" kommentiert. Was vor allem auffällt: Er sollte sich tiefer einlesen und nicht zu schnell urteilen. Weltbilder ersetzen nicht die Expertise. Diese wird auch durch breit demonstriertes Selbstbewusstsein nicht besser. Zu den Details: (1) "Die Amerikaner/Israelis werden aber keine Bodeninvasion bewerkstelligt kriegen". Wo haben Israel und die USA ein solches Vorhaben angedeutet? (2) Die Basen am Persischen Golf sind nicht "hinüber". (3) Auch dies stimmt nicht: "derweil die Iraner das Wirtschaftsmodell der Golfstaaten (und auch US-Investments) vernichten". Es wird temporäre Rückschläge geben, mehr nicht. (4) "Washington/Tel Aviv können im gleichen Sinne nur Nadelstiche setzen." Die Ausschaltung des Revolutionsführers ist kein Nadelstich; auch die Übernahme der Lufthoheit ist kein Nadelstich. (5) "als Schutzmacht haben sich die Amerikaner gegenüber den Saudis usw. entblößt". Saudi-Arabien wehrt sich mit amerikanischen Rüstungsprodukten. Riad sieht zwar Grenzen in der Schutzzusage; die Beziehungen sind aber unter Trump sehr eng. "Der Ausgang ist noch ungewiss, aber hier steckt ein Eskalationspotenzial, das den meisten offenbar nicht bewusst ist." Vor allem Herrn Neumann scheint einiges nicht bewusst zu sein.
🇬🇧 Translation
Marvin T. Neumann likes to comment on me negatively or disparagingly. So be it. I could respond throughout to his statements, which are often dripping with anger, but it's not worth it. Today is the day of exception. Neumann commented on my post about the “wildfire”. What stands out above all: He should read more deeply and not judge too quickly. World views do not replace expertise. This doesn't get any better through broadly demonstrated self-confidence. Regarding the details: (1) “The Americans/Israelis will not be able to carry out a ground invasion.” Where have Israel and the USA hinted at such a plan? (2) The Persian Gulf bases are not "over". (3) This is also not true: "while the Iranians are destroying the economic model of the Gulf states (and also US investments)". There will be temporary setbacks, nothing more. (4) "Washington/Tel Aviv can only put pinpricks in the same sense." The elimination of the revolutionary leader is not a pinprick; Even the assumption of air sovereignty is not a pinprick. (5) “As a protective power, the Americans have exposed themselves to the Saudis, etc.” Saudi Arabia defends itself with American arms products. Riyadh sees limits in the promise of protection; But relations are very close under Trump. "The outcome is still uncertain, but there is a potential for escalation here that most people are apparently not aware of." Mr. Neumann in particular seems to be unaware of some things.
Nitter X.com nur @IPWagener 2026-03-03 02:15:41