@deppophob
@nida_banou
RT
von @deppophob 05.02 07:36
Liebe Freunde, ein sehr lesenswerter Artikel von Mina Armani, bitte lesen, speichern und teilen, der mit der eurozentristischen Perspektive auf den Iran unter die Lupe nimmt:
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Warum westliche Medien den Iran nicht verstehen wollen
Über Deutungshoheit, ideologische Projektionen und das systematische Überhören iranischer Stimmen
Die westliche Berichterstattung über den Iran leidet nicht an Informationsmangel. Sie leidet an Arroganz. An der stillschweigenden Annahme, europäische Redaktionen wüssten besser über Geschichte, Kultur und politische Realität Irans Bescheid als jene Menschen, die seit Jahrzehnten unter diesem Regime leben.
Diese Haltung zeigt sich nicht in offenen Falschmeldungen, sondern in etwas Subtilerem: in Auswahl, Gewichtung und Auslassung. Es wird nicht gelogen – es wird gefiltert. Nicht das Falsche gesagt – sondern das Entscheidende weggelassen. Genau darin liegt das Problem.
Die westliche Deutungshoheit
Iranische Stimmen erscheinen in westlichen Medien selten als politische Subjekte mit eigener historischer Analyse. Sie werden entweder emotionalisiert („Wut“, „Trauma“, „Verzweiflung“) oder funktionalisiert – als Belege für bereits bestehende Narrative. Was kaum vorgesehen ist: dass Iranerinnen und Iraner selbst erklären, wie ihre Geschichte aussieht, welche Lügen sie kennen, welche Ideologien sie durchschaut haben – und warum sie heute bestimmte Parolen rufen.
Wenn westliche Journalistinnen und Journalisten erklären, die heutige Generation kenne die Zeit vor 1979 nicht, ist das mehr als eine Fehleinschätzung. Es ist Entmündigung. Es unterstellt nicht nur fehlende Erfahrung, sondern auch mangelnde historische Auseinandersetzung – und spricht einer ganzen Generation politische Urteilskraft ab. Zugleich beansprucht der Westen eine Deutungshoheit, die ihm nicht zusteht.
Denn wer unter einer islamistischen Diktatur lebt, beschäftigt sich mit Geschichte nicht akademisch, sondern existenziell. Unter einem Regime, das Erinnerung systematisch verfälscht, nationale Identität auslöscht und Vergangenheit durch religiöse Ideologie ersetzt, ist historische Aufarbeitung kein Luxus, sondern Überlebensstrategie.
Ideologien statt Empathie
Was westliche Medien zusätzlich lähmt, sind ihre eigenen ideologischen Filter. Empathie wird nicht nach Leid verteilt, sondern nach Anschlussfähigkeit an bestimmte Weltbilder.
Wo iranische Stimmen nicht in antizionistische, antiimperialistische, marxistische, antimonarchische oder islamverharmlosende Narrative passen, verlieren sie ihren moralischen Wert. Wer den Islam nicht „missverstanden“, sondern als Herrschaftsideologie benennt, ist Islamophob.
Wer Antizionismus als Machtinstrument entlarvt, ist antipalästinensisch und irritiert. Wer sagt, dass die Islamische Republik keine Reaktion auf Unterdrückung war, sondern selbst Unterdrückung ist, gilt als Monarchist.
So entsteht ein paradoxer Zustand: Je klarer Iranerinnen und Iraner analysieren, desto weniger werden sie gehört.
Die organisierte Auslassung
Hannah Arendt beschrieb die „organisierte Lüge“ nicht als offene Fälschung, sondern als Zustand, in dem Sprache, Macht und Öffentlichkeit gemeinsam Realität verzerren. Genau dieses Muster prägt den westlichen Iran-Diskurs.
Der Fokus liegt auffällig häufig auf der Zeit vor 1979 – auf dem Schah, auf vermeintlichen oder überhöhten Verbrechen eines Regimes, das seit fast fünf Jahrzehnten nicht mehr existiert. Gleichzeitig wird die systematische Gewalt der Islamischen Republik relativiert, fragmentiert oder als „komplexe Lage“ gerahmt.
Dabei sind die Fakten eindeutig: Seit 1979 hat das islamistische Regime mehr Iranerinnen und Iraner getötet als das vorherige System in seiner gesamten Existenz – oft nicht über Jahrzehnte, sondern innerhalb weniger Wochen. Proteste wurden mit Scharfschützen beantwortet, Internet abgeschaltet, Massengräber angelegt. Hinrichtungen dienen bis heute als Herrschaftsinstrument.
Doch diese Realität erhält medial weniger Raum als die moralische Abrechnung mit der Vergangenheit.
Die aktuellen Massentötungen im Iran werden medial oft nicht direkt dem Regime zugeschrieben, das sie begeht, sondern in eine historische oder symbolische Debatte verschoben, bei der teilweise Figuren wie der Sohn des Schahs als Fokus erscheinen, anstatt die unmittelbare Schuld und Verantwortung der herrschenden Macht (IRGC) im Iran klar zu benennen.
Frauen, die nie geschwiegen haben
Besonders deutlich wird diese Verzerrung im Umgang mit iranischen Frauen. Bereits am 8. März 1979 – ausgerechnet am Internationalen Frauentag – protestierten Tausende Frauen gegen die Einführung des Zwangsschleiers und die Entrechtung durch das neue islamische System.
Diese Frauen analysierten schon damals die misogynen Wurzeln der islamischen Revolution und die historischen Lügen, auf denen sie beruhte. Die Revolution, die ein Michel Foucault als sprituelle Revolution romantisierte und jene Frauen, die durch die Moderniesierungskonzepte des Schahs zur Wahlrecht und Zugang zur Bildung gekommen waren, für seine antimoderene Theorien zu opfern. Dabei lautete die Parole jene Frauen:
„Menschenrechte sind weder westlich noch östlich – sie sind universell.“
Einige der Frauen, die sich einst an der Revolution beteiligt hatten, haben sich später öffentlich bei jüngeren Generationen entschuldigt. Eine vergleichbare Selbstkritik westlicher Medien sucht man bis heute vergeblich. Diese Stimmen stören – weil sie zeigen, dass der Islamismus nicht „entgleist“ ist, sondern von Beginn an frauenfeindlich, autoritär und gewaltförmig war.
Sozialhistorische Realität statt moralischer Kurzformeln
Auch die soziale Geschichte wird regelmäßig verzerrt. Viele Frauen der älteren Generation profitierten real von den Modernisierungsprogrammen der 1960er- und 1970er-Jahre: Alphabetisierung in ländlichen Regionen, Zugang zu Bildung, Berufen und rechtlicher Selbstständigkeit.
Diese Erfahrungen sind keine Nostalgie, sondern sozialhistorische Realität. Die heutige Generation kennt ihren Wert – gerade weil sie erlebt, was verloren wurde. Wer diese Erinnerung pauschal als „Verklärung“ abtut, verweigert sich sozialhistorischer Analyse zugunsten ideologischer Abwehr.
Der Preis der Lüge: Wie die Dämonisierung der SAVAK den Weg in die Theokratie ebnete
Die SAVAK wird bis heute als Inbegriff eines allgegenwärtigen Schreckensapparates dargestellt. Diese Dämonisierung folgt jedoch keinem historischen Maßstab, keinem Vergleich und keiner ernsthaften Einordnung in den Kontext des Kalten Krieges. Sie ist weniger Ergebnis von Forschung als politischer Mythologie.
SAVAK war kein totalitärer Ideologieapparat, sondern ein Sicherheitsdienst eines Staates, der in den 1960er- und 1970er-Jahren realen Bedrohungen ausgesetzt war: islamistischen Netzwerken um Khomeini, marxistisch-leninistischen Terrorgruppen, antizionistischen Kampfzellen sowie von der Sowjetunion unterstützten separatistischen Bewegungen. Diese Gruppen strebten nicht Reformen an, sondern den gewaltsamen Sturz des Staates – durch Bombenanschläge, Attentate und bewaffnete Unterwanderung.
Auf dem Höhepunkt der Krise lag die Zahl der politischen Gefangenen bei rund 2.500 Personen, nicht bei „Zehntausenden“, wie bis heute behauptet wird.
Diese Zahl wurde unter anderem von Mohsen Sazegara, einem späteren Gründer der Islamischen Revolutionsgarde, selbst bestätigt. Vergleichbare Größenordnungen existierten zeitgleich in Westdeutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan oder Südkorea – Staaten, die ebenfalls mit sowjetisch gestützter Subversion und Terrorismus konfrontiert waren.
Doch nur im Fall Irans wurde Sicherheitsstaatlichkeit nachträglich zur moralischen Ursünde erklärt.
Auch die Zahl der Hinrichtungen politischer Gefangener war begrenzt. Seriöse historische Schätzungen gehen von insgesamt etwa 100 bis 150 Hinrichtungen über fast vier Jahrzehnte aus – überwiegend in den 1970er-Jahren und im Zusammenhang mit bewaffnetem Terrorismus. Von Massenhinrichtungen kann keine Rede sein.
Ein internationaler Vergleich macht die Verzerrung besonders deutlich. In Südkorea etwa wurden während der Militärdiktaturen der 1960er bis 1980er Jahre nachweislich mehr politische Gefangene hingerichtet als im Iran unter dem Schah. In Frankreich kam es während des Algerienkriegs zu systematischer Folter und außergerichtlichen Tötungen, ohne dass dies bis heute als „Schreckensdiktatur“ erinnert wird.
Diese Verzerrung diente einem Zweck: der nachträglichen Legitimation der islamistischen Machtübernahme. Westliche Medien erklärten Khomeini zum „spirituellen Führer“, bezeichneten den islamistischen Umsturz von 1979 als „Volksrevolution“ und übernahmen damit die Selbstlegende der Täter.
Dass es sich um einen religiös-ideologischen Staatsstreich handelte, wurde ausgeblendet – ebenso wie die Tatsache, dass genau jene Kräfte, die Savak verfolgt hat, nach 1979 ein totalitäres System errichteten. Die Massenmörder Khomeini und Khamenei waren beide von Savak inhaftiert und frei gelassen bzw. exiliert worden.
An die Stelle der Monarchie trat keine Freiheit, sondern eine Theokratie: Massenhinrichtungen, ideologische Gefängnisse, Zwangsverschleierung, Sittenpolizei, islamisch legitimierte Gewalt und permanente Überwachung. Der entscheidende Unterschied wird bis heute unterschlagen. Die Pahlavi-Monarchie war autoritär aus geopolitischer Notwendigkeit, aber nicht totalitär. Sie herrschte durch Zivilrecht, staatliche Institutionen und nationale Ordnung – nicht durch göttliches Mandat.
Dass SAVAK bis heute dämonisiert wird, während das Regime, das nachweislich zehntausende politische Gefangene ermordete und mehrere Generationen zerstörte, relativiert oder „kontextualisiert“ wird, ist kein historischer Irrtum. Es ist ein politisches Versagen. Und den Preis dafür zahlen die Iranerinnen und Iraner seit nunmehr 47 Jahren.
Deutsche Projektionen
In Deutschland kommt ein besonderer Faktor hinzu: historische Verdrängung.
Die Elterngeneration hat sich nicht selbst vom Nationalsozialismus befreit, sondern wurde von den Alliierten – vor allem den USA – besiegt. Die Aufarbeitung begann spät, widerwillig und defensiv.
In den 1960er-Jahren bot der Schah eine ideale Projektionsfläche. Antiamerikanische und antizionistische Narrative ermöglichten es, eigene Schuld umzudeuten. Das unausgesprochene Muster lautete: „Unsere Eltern waren Täter – aber der Schah ist schlimmer.“
Bezeichnenderweise nie das islamistische Regime. Diese Projektion wirkt bis heute fort, auch im Fall von Israel.
Der Staatsbesuch des Schahs 1967 wurde zum symbolischen Moment dieser Projektion. Die linke iranische Exilopposition traf auf eine westdeutsche Protestbewegung, die Antiamerikanismus, „Dritte-Welt-Solidarität“ und moralische Selbstentlastung verband. Nach der Erschießung Benno Ohnesorgs wurden die Schah-Proteste zum Gründungsmythos der neuen Linken – und Iran zum moralischen Lehrstück über westlichen Imperialismus. (Zitiert aus NZZ, 20.01.2026)
Bis heute wird das Land nicht als reale Gesellschaft verstanden, sondern als Bühne deutscher Selbstvergewisserung.
Iran dient nicht dem Verstehen – sondern der Entlastung.
Die unausgesprochene Schadenfreude
Unausweichlich stellt sich eine unbequeme Frage: Ist es die stille Schadenfreude westlicher Antiimperialisten, dass Modernisierung, Säkularisierung und Annäherung an den Westen gescheitert sind?
Denn dieses Scheitern bestätigt ein Weltbild. Es erlaubt, das eigene ideologische Narrativ zu retten – selbst wenn dafür die realen Erfahrungen von Millionen Iranerinnen und Iranern entwertet werden müssen.
Propaganda mit Presseausweis
In einem Netzfund wird folgendes beschrieben: Ein anonymer Angehöriger der internen Sicherheitskräfte warnt vor einem Plan des islamischen Regimes, im Falle externer Hilfestellung aus USA, gezielt eigene Wohngebiete mit Raketen und Drohnen zu beschießen.
Die anschließend verbreiteten Bilder getöteter Zivilisten – insbesondere von Frauen und Kindern – sollen gezielt zur Manipulation der internationalen Öffentlichkeit genutzt werden. Die aktuellen Internetabschaltungen dienen dem Aufbau eines staatlichen „weißen Internets“, über das regimefreundliche Medien exklusiv Bildmaterial verbreiten können. Ziel ist es, Verantwortung zu verschleiern, internationale Empörung umzulenken und zugleich Rache an der eigenen Bevölkerung zu nehmen.
Sollte diese Beschreibung zutreffen, dann ist es klar, was passieren wird: Westliche Medien werden erneut bereitwillig berichten – nicht über die Täter, sondern über die Bilder. Sie werden das Narrativ des islamischen Regimes reproduzieren, wie sie zuvor die Propaganda der Hamas übernommen haben: emotionalisierte Bilder, ungeprüfte Quellen, moralische Empörung ohne Täteranalyse.
Nicht das Regime, das seine eigene Bevölkerung opfert, wird im Zentrum stehen, sondern erneut „der Westen“, „die USA“ oder „Israel“. Die Verantwortung wird verschoben, Täter werden zu Randfiguren, während sich westliche Redaktionen in ihrer antiamerikanischen und antiisraelischen Grundhaltung bestätigt fühlen. Dann kommen all die "Aber das Völkerrecht"-Experten wieder und wedeln mit dem Zeigefinger, die zuvor beim Massenmord des Regimes die Zähne nicht aufbekamen.
Wenn dieses Szenario eintritt, wird nicht nur iranisches Blut vergossen – es wird medial verwertet. Und westliche Medien werden wieder nicht aufklären, sondern mitspielen.
Das Schweigen über die importierten Mörder
Während das islamische Regime ausländische islamistische Milizen gegen die eigene Bevölkerung einsetzt – Hisbollah-Kämpfer, afghanische und pakistanische Söldner, ideologisch gedrillt und ohne jede Bindung zur iranischen Gesellschaft – schweigen westliche Medien weitgehend. Keine Schlagzeilen, keine Empörung, keine „Sorge vor ausländischer Einmischung“.
Doch sobald Iraner im Exil, Reza Pahlavi oder westliche Staaten wie die USA oder Israel Unterstützung für die protestierende Bevölkerung fordern, ertönt reflexhaft der Alarm: ausländische Einflussnahme, Gefahr der Eskalation, Einmischung von außen.
Diese Doppelmoral ist entlarvend. Islamistische Gewaltimporte des Regimes gelten als inneriranische Angelegenheit – Solidarität mit den Opfern dagegen als illegitim. Während bewaffnete Fremdkämpfer im Namen der Islam töten dürfen, werden Exiliraner dämonisiert, weil sie sprechen.
So schützen westliche Medien nicht die iranische Souveränität. Sie schützen das Regime.
Die gleiche Presse, die jede Hamas-Propaganda ungeprüft verbreitet, übernimmt auch hier brav die Sprachregelung der Mullahs: Das Regime mordet – aber schuld sind immer andere. Der Täter bleibt anonym, das Opfer wird problematisiert.
Und solange westliche Medien diese Realität nicht klar benennen, sind sie nicht Beobachter dieses Verbrechens. Sie sind Teil seiner Infrastruktur. Das ist keine journalistische Dummheit mehr – das ist politische Komplizenschaft.
Das eigentliche Ärgernis
Die größte Provokation für viele westliche Medien ist nicht das islamische Regime. Es ist das iranische Volk, das sagt:
Wir kennen unsere Geschichte. Wir wissen, wer uns seit den 50er, welche islamistische, antizionistische und antimoderne Lügen aufgetischt hat. Und wir lassen uns nicht länger erklären, wer unsere maßgebliche Unterdrücker waren – und wer sie heute sind.
Diese Stimmen werden nicht gehört, weil Iraner nicht anschlussfähig an westliche Opfernarrative sind. Sie verbrennen keine Israelflaggen, schimpfen nicht auf USA und den Westen und hassen Pahlavi nicht. So bleibt westliche Iran-Berichterstattung nicht uninformiert – sondern selbstreferenziell.
Und genau darin liegt das moralische Versagen des Journalismus.
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#JavidShah
#IranMassacre
#LionAndSunRevolution
🇬🇧 Translation
RT by @deppophob: Dear friends, a very readable article by Mina Armani, please read, store and share, who takes a look at Iran with the Eurocentric perspective:
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Why Western media don't want to understand Iran
About interpretation sovereignty, ideological projections and systematic overhearing of Iranian voices
Western reporting on Iran does not suffer from lack of information. She suffers from arrogance. The tacit assumption that European editorial offices know better about Iran's history, culture and political reality than those people who have lived under this regime for decades.
This attitude is not shown in open false messages, but in something more subtle: in selection, weighting and omission. It is not lied – it is filtered. Not the wrong one said – but the decisive one left. That's the problem.
Western interpretation
Iranian voices rarely appear in Western media as political subjects with their own historical analysis. They are either emotionalized (“Wut”, “Trauma”, “distortion”) or functionalized – as evidence for existing narratives. What is hardly intended is that Iranians themselves explain how their history looks, what lies they know, what ideologies they have looked through – and why they today call certain slogans.
If Western journalists declare that today's generation does not know the time before 1979, this is more than a misjudgment. It's disorganization. It is not only a lack of experience, but also a lack of historical confrontation – and it speaks to a whole generation of political judgement. At the same time, the West claims a supremacy that does not exist.
For those who live under an Islamist dictatorship are concerned with history not as academic, but existential. Under a regime that systematically distorts memory, erases national identity and replaces past with religious ideology, historical work-up is not a luxury but survival strategy.
Ideologies instead of empathy
What also paralyzes Western media is their own ideological filters. Empathy is not distributed after suffering, but after connection to certain world images.
Where Iranian voices do not fit in anti-Zionist, anti-imperialist, Marxist, antimonarchic or Islam-harmless narratives, they lose their moral value. Those who do not “misunderstand” Islam, but call it domination ideology, are Islamophobic.
Anyone who exposes anti-Zionism as a power instrument is anti-palaesis and irritated. Who says that the Islamic Republic was not a reaction to oppression, but is itself oppression, is considered a monarchist.
This creates a paradoxical state: the clear Iranians analyze, the less they are heard.
The organized omission
Hannah Arendt described the “organized lie” not as an open forgery, but as a state in which language, power and public distort reality together. This is exactly what shapes the western Iran discourse.
The focus is often on the time before 1979 – on the shame, on alleged or excessive crimes of a regime that has not existed for almost five decades. At the same time, the systematic violence of the Islamic Republic is relativized, fragmented or framed as a “complex situation”.
The facts are clear: Since 1979, the Islamist regime has killed more Iranians than the previous system in its entire existence – often not for decades, but within a few weeks. Protests were answered with snipers, Internet switched off, mass graves were created. The executions still serve as a master instrument.
But this reality gets less space in media than moral accounting with the past.
The current mass killings in Iran are often not directly attributed to the regime that it commits, but rather to a historical or symbolic debate, in which some figures such as the son of Shah appear as a focus, instead of clearly identifying the direct guilt and responsibility of the ruling power (IRGC) in Iran.
Women who have never remained silent
This distortion becomes particularly clear in dealing with Iranian women. Already on 8. In March 1979, on the International Women's Day, thousands of women protested against the introduction of the obsess and the deprivation of the new Islamic system.
These women analysed the misogynous roots of the Islamic revolution and the historical lies on which it was based. The revolution that a Michel Foucault romanticized as a ritual revolution and that women who had come to the right of choice and access to education through the modernization concepts of the Shah to sacrifice for his antimoderal theories. The slogan was those women:
“Human rights are neither western nor eastern – they are universal.”
Some of the women who once took part in the revolution were publicly apologised to younger generations. A comparable self-criticism of Western media is still in vain. These voices disturb – because they show that Islamism is not “degleist”, but from the beginning was anti-woman, authoritarian and violent.
Social-historical reality instead of moral short formula
Social history is also regularly distorted. Many older generation women benefited in real terms from the modernization programmes of the 1960s and 1970s: literacy in rural regions, access to education, occupations and legal independence.
These experiences are not nostalgia, but social-historical reality. Today's generation knows its value – precisely because it experiences what was lost. Those who dispense this memory as a “declaration” refuse social-historical analysis for ideological defense.
The price of the lie: How the demonization of the SAVAK paved the way to the theocracy
The SAVAK is still represented as an epitome of an omnipresent horror apparatus. However, this demonization does not follow a historical scale, no comparison and no serious arrangement in the context of the Cold War. It is less result of research than political mythology.
SAVAK was not a totalitarian ideology apparatus, but a security service of a state exposed to real threats in the 1960s and 1970s: Islamist networks around Khomeini, Marxist-Leninist terrorist groups, anti-Zionist combat cells and separatist movements supported by the Soviet Union. These groups did not push for reforms, but the violent overthrow of the state – through bomb attacks, assassinations and armed undermigration.
At the peak of the crisis, the number of political prisoners was about 2,500 people, not about “twenties”, as is claimed to date.
This number was confirmed by Mohsen Sazegara, a later founder of the Islamic Revolutionary Guard. Comparable scales existed at the same time in West Germany, France, Great Britain, Japan or South Korea – states that were also confronted with Soviet-based subversion and terrorism.
But only in the case of Iran was security statehood subsequently declared a moral original sin.
The number of executions of political prisoners was also limited. Serious historical estimates date from about 100 to 150 executions over almost four decades – mainly in the 1970s and in connection with armed terrorism. There can be no talk of mass executions.
An international comparison makes the distortion particularly clear. In South Korea, for example, more political prisoners were demonstrably executed during the military dictatorships of the 1960s to 1980s than in Iran under the Shah. In France, systematic torture and out-of-court killings occurred during the Algerian war, without this being reminiscent as a “terroristic dictatorship”.
This distortion served a purpose: the subsequent legitimation of Islamist seizure of power. Western media declared Khomeini the “spiritual leader” to call the Islamist overthrow of 1979 as a “people revolution” and thus took over the perpetrator's self-imposing.
The fact that this was a religious-ideological coup was hidden – just as the fact that just those forces who followed Savak built a totalitarian system after 1979. The mass murderers Khomeini and Khamenei were both imprisoned and released by Savak and exiled.
No freedom came to the place of the monarchy, but a theocraty: mass executions, ideological prisons, forced deportation, customs police, Islamically legitimized violence and permanent surveillance. The decisive difference will still be suppressed. The Pahlavi monarchy was authoritarian from geopolitical necessity, but not totalitarian. It was governed by civil law, state institutions and national order – not by divine mandate.
The fact that SAVAK is demonized to this day, while the regime, which has proven to be murdered tens of thousands of political prisoners and destroyed, relativized or "contextualized" several generations, is not a historical error. It's a political failure. The Iranians have been paying the price for it for 47 years.
German projections
In Germany a special factor is added: historical displacement.
The parent generation has not liberated itself from National Socialism, but has been defeated by the Allies, especially the USA. Working up began late, reluctant and defensive.
In the 1960s, the Shah offered an ideal projection surface. Anti-American and anti-Zionist narratives made it possible to rediscover their own guilt. The unspoken pattern was: “Our parents were perpetrators – but the shame is worse.”
Significantly never the Islamist regime. This projection continues today, even in the case of Israel.
The state visit of Shah 1967 became the symbolic moment of this projection. The left Iranian exilop position met a western German protest movement that linked anti-Americanism, “third world solidarity” and moral self-relief. After the shooting of Benno Ohnesorg, the Shah protests became the founding myth of the new left – and Iran became the moral teaching of Western imperialism. (quoted from NZZ, 20.01.2026)
To date, the country is not understood as a real society, but as a stage of German self-assurance.
Iran is not for understanding – but for relief.
The unpronounced joy of harm
Inevitably, an uncomfortable question arises: is it the silent joy of harm to Western anti-imperialists that modernization, secularization and approach to the West have failed?
Because this failure confirms a world image. It allows to save your own ideological narrative – even if the real experiences of millions of Iranians have to be devalued.
Propaganda with press card
The following is described in a network finding: An anonymous member of the internal security forces warns against a plan of the Islamic regime, in the case of external assistance from the USA, to deliberately shoot their own residential areas with rockets and drones.
The subsequently widespread images of killed civilians, especially women and children, are intended to be used specifically for manipulation of the international public. The current Internet shutdowns are used to build a state-of-the-art “white Internet”, through which regime-friendly media can exclusively spread images. The aim is to conceal responsibility, to redirect international outrage and at the same time to take revenge on one's own population.
If this description is true, it is clear what will happen: Western media will be willing to report again – not about the perpetrators, but about the images. They will reproduce the narrative of the Islamic regime, as they have previously taken over Hamas' propaganda: emotional images, unaudited sources, moral outrage without perpetrator analysis.
Not the regime that sacrifices its own population will be at the centre, but will again be “the West”, “the USA” or “Israel”. Responsibility is postponed, perpetrators become marginal figures, while Western editors feel confirmed in their anti-American and anti-Israeli basic attitude. Then all the "but the international law" experts come back and weeping with the index finger that previously did not get the teeth on the mass murder of the regime.
If this scenario occurs, it will not only shed Iranian blood – it will be mediated. And Western media will not re-examine, but play along.
The silence about the imported murderers
While the Islamic regime uses foreign Islamist militias against its own population – Hezbollah fighters, Afghan and Pakistani mercenaries, ideologically gedrilled and without any tie to Iranian society – silently Western media largely. No headlines, no outrage, no “care before foreign interference”.
However, as soon as Iranians in exile, Reza Pahlavi or Western states such as the USA or Israel demand support for the protesting population, the alarm is reflexible: foreign influence, risk of escalation, interference from the outside.
This double moral is exposed. Islamist violence imports of the regime are considered to be an intra-Iranian matter – solidarity with the victims, on the other hand, is an illegitimate. While armed foreign fighters can kill in the name of Islam, exileans are demonized because they speak.
Western media do not protect Iranian sovereignty. They protect the regime.
The same press, which unauditedly spreads every Hamas propaganda, also takes over the language control of the Mullahs: the regime kills – but is always due to others. The perpetrator remains anonymous, the victim is problematized.
And as long as Western media do not clearly state this reality, they are not observers of this crime. They are part of his infrastructure. This is no longer a journalistic stupidity – this is political accomplice.
The real anger
The greatest provocation for many Western media is not the Islamic regime. It is the Iranian people who say:
We know our history. We know who, since the 50s, has made up Islamist, anti-Zionist and anti-modern lies. And we no longer let us explain who our main oppressors were – and who they are today.
These voices are not heard because Iranians are not fit to Western sacrificial narratives. They do not burn Israel flags, do not sneak in the United States and the West and do not hate Pahlavi. Thus, Western Iran reporting does not remain uninformed – but self-referential.
And that is precisely the moral failure of journalism.
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#JavidShah
#IranMasacre
#LionAndSunRevolution
@deppophob
@ainyrockstar
RT
von @deppophob 20.10 08:12
Ich sag euch mal, wie das in Deutschland funktioniert:
1. Der Kanzler oder jemand anderes aus der Union sagt was Basiertes wie die AfD, z.b. #Stadtbild
2. Eine schwindende linke Minderheit ist empört
3. Der steuerfinanzierte rein linke NGO-Komplex wird aktiviert und Langzeitstudenten, Rentner, Bezahl-Aktivisten und sonstige Leute mit zu viel Zeit und veritablem Dachschaden demonstrieren dagegen
4. Die mehrheitlich linke Presse in diesem Land hilft als medialer Verstärker dabei, die kleinen Piss-Demos von ein paar hundert Almans zu einem angeblich großen gesellschaftlichen Protest aufzublasen und so der MEHRHEIT, die Stadtbild-Merz Recht gibt, zu suggerieren, dass sie nicht die Mehrheit sind und ihren „Rassismus“ nochmal überdenken sollten (politisches Gaslighting).
5. CDU, oder in dem Fall Merz, denkt, man wird nicht mehr gewählt, wenn man nicht tut, was Linke, die einen eh nicht wählen, wollen, und rudert in der Folge zurück bzw. traut sich nicht mehr, richtig Tacheles zu reden.
6. Weitere Monate/Jahre Stillstand in der Migration.
🇬🇧 Translation
RT by @deppohob: I'll tell you how it works in Germany:
1. The Chancellor or someone else from the Union says something based like the AfD, e.g. #cityscape
2. A dwindling left-wing minority is outraged
3. The tax-financed, purely left-wing NGO complex is activated and long-term students, pensioners, paid activists and other people with too much time and veritable roof damage are demonstrating against it
4. The predominantly left-wing press in this country acts as a media amplifier to help inflate the small pissing demonstrations of a few hundred Almans into a supposedly large social protest and thus suggest to the MAJORITY, who agree with Stadtbild-Merz, that they are not the majority and should reconsider their “racism” (political gaslighting).
5. CDU, or in this case Merz, thinks that you will no longer be elected if you don't do what the left, who don't vote for you anyway, want, and as a result rows back or no longer dares to speak loudly.
6. Further months/years of standstill in migration.