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Warum das alles?

Über die wirtschaftlichen Interessen hinter Elon Musks X-Algorithmus – und warum eine Open-Source-Gegenmassnahme im Interesse einer ethischen digitalen Gemeinschaft notwendig wurde.

Das Problem: Der Algorithmus dient dem Profit, nicht dir

Seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk im Oktober 2022 hat sich die Plattform grundlegend verändert. Was früher ein chronologischer Strom von Textnachrichten war, ist heute ein algorithmisch gesteuerter Aufmerksamkeits- markt – mit klaren wirtschaftlichen Gewinnern und Verlierern.

Wie der Algorithmus Videos bevorzugt

💰 Video-Werbung ist bis zu 10× wertvoller als statische Anzeigen. Längere Verweildauer durch Videos bedeutet mehr Werbeeinnahmen für X Corp.
📺 X Premium-Abonnenten mit Video-Content erhalten einen Anteil der Werbeeinnahmen aus ihren Videos – ein direkter finanzieller Anreiz für Musk, Videos algorithmisch zu bevorzugen.
📉 Textbeiträge, wissenschaftliche Artikel, lange Analysen werden systematisch schlechter verbreitet – nicht weil sie weniger Relevanz haben, sondern weil sie weniger Geld generieren.
🔒 Externe Links werden gedrosselt: Posts, die auf Nachrichtenartikel oder Websites ausserhalb von X verweisen, erreichen laut mehreren Untersuchungen deutlich weniger Nutzer als Posts ohne Links.
„Die Freiheit des Internets bedeutet nichts, wenn die Sichtbarkeit von Informationen davon abhängt, ob sie jemandem Geld einbringen."

Das Ergebnis: Wer auf X Informationen teilt, die sachlich wertvoll, aber videoarm sind – Ärzte, Wissenschaftlerinnen, Journalisten, kritische Bürger – verliert systematisch an Reichweite. Der öffentliche Diskurs wird nicht mehr nach Relevanz geordnet, sondern nach Profitabilität.

Die Konsequenz: Informationsverzerrung im grossen Massstab

Dies ist kein neutrales Phänomen. Es hat konkrete gesellschaftliche Folgen:

Kurz: Wer kein Video produziert, existiert algorithmisch kaum noch.

Die Gegenmassnahme: Open Source, chronologisch, neutral

Was dieses Projekt macht

Dieses System basiert auf Nitter, einem quelloffenen Twitter-Spiegel, der Inhalte ohne Algorithmus, ohne Werbung und ohne Tracking bereitstellt. Darauf aufbauend sammeln wir automatisch die Beiträge der Accounts, denen bestimmte Nutzer folgen – und zeigen sie rein chronologisch.

Nitter ist Open Source (GitHub: zedeus/nitter) und läuft selbst gehostet auf unserer eigenen Infrastruktur. Keine Daten verlassen den Server. Keine Werbung. Keine Profilbildung.

Die ethische Dimension: Gemeinschaft statt Konzerninteresse

Warum das eine gesellschaftliche Frage ist

Social Media ist heute der wichtigste öffentliche Raum für gesellschaft- lichen Diskurs. Wenn dieser Raum von wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Mannes kontrolliert wird – und zwar so, dass bestimmte Inhalte systematisch unsichtbar gemacht werden – dann ist das keine technische Frage. Es ist eine demokratische.

Open-Source-Werkzeuge wie Nitter sind die Antwort der Gemeinschaft: Transparenz statt Black Box, Chronologie statt Manipulation, Selbstbestimmung statt Abhängigkeit.

Wir laden jeden ein, dieses System zu nutzen, weiterzuentwickeln und eigene Instanzen zu betreiben. Der Quellcode ist frei verfügbar. Die Idee dahinter ist einfach: Informationen gehören allen.


Dieses Projekt läuft auf einem privaten Server und hat keine kommerziellen Interessen. Die RSS-Feeds werden über eine eigene Nitter-Instanz bezogen. Alle gesammelten Daten verbleiben auf dem eigenen System.

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