Nach § 132 II Nr. 2 VwGO gilt: Weicht das Urteil eines VGH von einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes ab und beruht die Entscheidung auf dieser Abweichung, dann "ist" die Revision zuzulassen. Dieses "ist" ist hier als "muss" zu lesen: Der VGH hätte die Revision also nach dem Willen des Gesetzgeber zulassen müssen. Er hat es aber nicht getan. Wir warten also gespannt auf seine Begründung, warum er glaubt, sich von diesen Vorgaben des Gesetzgebers lösen zu dürfen.
Nach § 138 Nr. 3 VwGO ist es zudem ein "absoluter" Revisionsgrund, wenn ein VGH einer Prozeßpartei das rechtliche Gehör versagt hat. Vorliegend hatte das Bundesverwaltungsgericht am 15. Oktober 2025 für Prozesse dieser Art in einer sogenannten höchstrichterlichen "Segelanweisung" angeordnet, daß Beweis zu erheben sei, wenn Mängel in der Ausgewogenheit substantiiert vorgetragen seien. Der VGH hat sich auch über diese Anweisung des Bundesverwaltungsgerichtes hinweggesetzt. Wir erwarten also gespannt auch insoweit seine Begründung, warum er glaubt, sich von diesen Vorgaben der Leipziger Bundesrichter lossagen zu dürfen.
Rechtsanwalt Dr. Harald von Herget ist mit den in Rede stehenden Fragen bestens vertraut - vor mehr als 20 Jahren promovierte er bereits zum Thema. Dem Vernehmen nach sei der Senatsvorsitzende in Mannheim aber erst seit rund sechs Monaten mit der Materie befasst. Die Spannung, mit der man die Urteilsbegründung(en) erwarten darf, minimiert sich damit nicht; sie steigt eher. Denn in Mannheim wird man eine Erklärung für dieses Ergebnis finden müssen, die im Kern die brüskierten Bundesrichter in Leipzig überzeugt. Anders gesagt: Der VGH muß glauben, einen juristischen Weg gefunden zu haben, sich in einer Weise gegen Leipzig stellen zu können, die selbst dort auf Zustimmung trifft. Das ist entweder genial; oder es ist irgendein Gegenteil davon, für das dem wohlanständigen Beobachter das Vokabular fehlt.
Interessanterweise rückt mit der Argumentation, die der VGH in seiner Pressemitteilung vorab zu erkennen gegeben hat, ein anderes Detail in den obergerichtlichen und höchstrichterlichen Betrachtungsfokus, das bislang weithin unbeachtet geblieben war: Die Ordnungsmäßigkeit der anstaltsinternen Binnenkontrollmechanismen. Denn das schier grenzenlose institutioneneuphorische Funktionsvertrauen kann natürlich nur eine Organisation genießen, die ihrerseits an Kopf und Gliedern frei von allen demokratiejuristischen Zweifeln konstituiert worden ist.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/vgh-baden-wuerttemberg-mannheim-2s252325-klagen-rundfunkbeitrag-oerr-rundfunk
🇬🇧 Translation
According to Section 132 II No. 2 VwGO: If the judgment of a VGH deviates from a decision of the Federal Administrative Court and the decision is based on this deviation, then the appeal "is" permitted. This “is” is to be read here as “must”: The VGH would have had to allow the revision according to the will of the legislature. But he didn't do it. We are therefore eagerly awaiting his justification as to why he believes he can deviate from these legal requirements.
According to Section 138 No. 3 VwGO, it is also an “absolute” reason for an appeal if a VGH has denied a litigant the right to be heard. In the present case, on October 15, 2025, the Federal Administrative Court ordered for processes of this type in a so-called highest court "sailing instruction" that evidence must be taken if deficiencies in the balance were substantiated. The VGH also ignored this instruction from the Federal Administrative Court. We are eagerly awaiting his explanation as to why he believes he can renounce these requirements of the Leipzig federal judges.
Attorney Dr. Harald von Herget is very familiar with the questions in question - he completed his doctorate on the subject more than 20 years ago. According to reports, the Senate Chairman in Mannheim has only been dealing with the matter for around six months. This does not minimize the tension with which one can expect the reasons for the judgment(s); it tends to increase. Because in Mannheim you will have to find an explanation for this result that will essentially convince the snubbed federal judges in Leipzig. In other words: The VGH must believe that it has found a legal way to take a stand against Leipzig in a way that meets with approval even there. This is either brilliant; or it is some opposite of it, for which the decent observer lacks the vocabulary.
Interestingly, the reasoning that the VGH revealed in advance in its press release brings another detail into the focus of the higher courts and supreme courts, which had previously remained largely unnoticed: the correctness of the institution's internal control mechanisms. Because the almost limitless institutional euphoric trust in functionality can of course only be enjoyed by an organization that has been constituted head and limb free of all democratic legal doubts.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/vgh-baden-wuerttemberg-mannheim-2s252325- Klage-rundfunkstück-oerr-rundfunk
Ein (mehrteiliger) Veranstaltungshinweis für Regensburg und Umgebung. Es wird großartig. Ich bin sicher.
🇬🇧 Translation
A (multi-part) event notice for Regensburg and the surrounding area. It's going to be great. I'm sure.
Die Daumier-Ausstellung in der Wiener Albertina hat mich sehr beeindruckt. Bis zum 25. Mai 2026 kann man sie noch besuchen. Es waren wilde Zeiten in Frankreich vor 200 Jahren.
🇬🇧 Translation
I was very impressed by the Daumier exhibition at the Albertina in Vienna. You can still visit it until May 25, 2026. There were wild times in France 200 years ago.
In einem Gerichtsverfahren um die verfassungsrechtliche Befugnis des Gesetzgebers, Bürger zu "Digitalisierungen" verpflichten zu können, habe ich mir heute u.a. erlaubt, daran zu erinnern, daß Mofas vor 50 Jahren auf eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gedrosselt waren, was jeden 15jährigen seinerzeit zum Experten machte, sein Mofa unter Umgehung der baulichen Begrenzungen zu höheren Leistungen zu "frisieren". Wer glaubt, man könne digitale Systeme gegen Unbefugte abschotten, der lebt meist auch in der Vorstellung, ein Flachdach lasse sich gegen Regenwasser abdichten.
In meiner Selbstbeobachtung stelle ich zunehmend fest, daß meine Digitalisierungstoleranz erschöpft ist. Tools, die helfen, werden genutzt; Tools die nerven, werden abgeschafft. Mit Telefon-KI rede ich nicht, da lege ich auf. Selbstzahlerkassen ignoriere ich. Wer reden kann, lernt in Warteschlangen an Kassen interessante Menschen kennen. Das wahre Leben ist analog.
🇬🇧 Translation
In a court case about the constitutional power of the legislature to oblige citizens to "digitize", I took the liberty today, among other things, of recalling that 50 years ago, mopeds were limited to a maximum speed of 25 km/h, which made every 15-year-old at the time an expert in "tuning" their moped to higher performance, bypassing the structural limitations. Anyone who believes that digital systems can be sealed off from unauthorized people usually believes that a flat roof can be sealed against rainwater.
In my introspection, I am increasingly realizing that my tolerance for digitalization has been exhausted. Tools that help are used; Tools that are annoying will be eliminated. I don't talk to telephone AI, so I hang up. I ignore self-pay checkouts. If you can talk, you get to know interesting people in checkout queues. Real life is analog.
Kunstgeschichte eröffnet nicht selten einen Blick sowohl auf die eigene Gegenwart, als auch auf die absehbare Zukunft: Nichts Neues unter der Sonne. Prosperierende Gemeinwesen senken ihre Entwicklungsperspektiven in den Abgrund, statt nach Besserem zu streben. In der Bereitschaft zum Krieg lauert der Keim des Mangels. Im Streit kollabieren die Werte und das allgemeine Vertrauen in den Nächsten. Was Goya uns malte, erhält die Erinnerung an einen gesellschaftlichen Zusammenbruch. Franzosen wollten Briten durch Blockaden aushungern und überfielen Spanier - weil es die Geographie gerade so als sinnreich nahelegte. Sieht irgendjemand Parallelen; Lernstoff; Anlässe zur nachdenklichen Reflexion?
Wenn der Verstand sich schlafen legt, beginnt die Produktion der Monster. Angst wird Steuerungsinstrument. Und wir werden wen sagen hören: Es sollte alles ganz wissenschaftlich aussehen.
https://youtu.be/6TyAEVCxJ3w?si=IVmrfsIMaxIX9kdd
🇬🇧 Translation
Art history often opens up a view of both our own present and the foreseeable future: nothing new under the sun. Prosperous communities lower their development prospects into the abyss instead of striving for something better. The germ of deficiency lurks in the readiness for war. In arguments, values and general trust in one's neighbor collapse. What Goya painted for us preserves the memory of a social collapse. The French wanted to starve the British through blockades and attacked the Spaniards - because geography made sense. Does anyone see parallels; learning material; Reasons for thoughtful reflection?
When the mind goes to sleep, the production of monsters begins. Fear becomes a control tool. And we will hear someone say: It should all look very scientific.
https://youtu.be/6TyAEVCxJ3w?si=IVmrfsIMaxIX9kdd
Andreas Rosenfelder über die „Correctiv“-Katastrophe.
Fast eine Art journalistisches Wirecard. Denn wer Geschichten von Abläufen heranschleppt, die sich gar nicht ereignet hatten, der "reportiert" cum-ex-analog ein fiktives Nichts für ein Etwas.
Rosenfelder wirft Correctiv ein umgekehrtes Watergate vor. Auch ein treffendes Bild. Man fragt sich: Was denken sich diese Leute?
Bemerkenswert. Besonders, daß nicht einmal öffentlich-rechtliche Milliarden-Etats für Rundfunksender geholfen haben, die manipulative Nummer zu entlarven.
Standfeste Kläger und handwerklich präzise arbeitende Gerichte sind ein wesentliches Fundament funktionsfähiger Gesellschaften. Publizistisch wünschenswert aber wäre, wenn Unfug nicht erst auf fundamentaler Ebene zum Stillstand käme, sondern schon früher journalistisch aufgearbeitet würde.
https://share.google/XH6qlcjKlunQrowLl
🇬🇧 Translation
Andreas Rosenfelder on the “Correctiv” disaster.
Almost a kind of journalistic Wirecard. Because anyone who brings up stories of events that never actually happened is “reporting” cum-ex-analog a fictitious nothing for a something.
Rosenfelder accuses Correctiv of Watergate in reverse. Also an apt image. You ask yourself: What are these people thinking?
Remarkable. Especially that not even billions in public broadcasting budgets have helped to expose the manipulative number.
Stable plaintiffs and courts that work with precise craftsmanship are an essential foundation of functioning societies. From a journalistic point of view, however, it would be desirable if nonsense did not just come to a standstill at a fundamental level, but was dealt with journalistically earlier.
https://share.google/XH6qlcjKlunQrowLl
Es gibt wenige Menschen, denen ich jedes Wort glaube und denen ich vorbehaltlos vertraue. Ursula von der Leyen gehört zu diesen Menschen. Seit der Corona-Krise, an die wir uns alle erinnern, wasche ich mir meine Hände immer genau so, wie sie es mir gezeigt hat. Ich summe währenddessen die Neunte Beethoven und weiß, daß ich damit mich und andere schütze. Weil es sicher und effektiv ist, nicht plötzlich und unerwartet. Die Altersprüfung der EU ist sicher, anonym und nicht rückverfolgbar. Wer sollte daran auch ein Interesse haben? Überwachung, quasi nebenwirkungsfrei. Oder wie man in meiner Jugend sagte: "Klosterfrau Melissengeist - Sie baden gerade ihre Hände darin!"
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There are few people whose every word I believe and whom I trust implicitly. Ursula von der Leyen is one of these people. Since the Corona crisis that we all remember, I have always washed my hands exactly as she showed me. Meanwhile I hum the Beethoven Ninth and know that I am protecting myself and others. Because it is safe and effective, not sudden and unexpected. EU age verification is secure, anonymous and untraceable. Who should have an interest in this? Monitoring, virtually free of side effects. Or as they used to say when I was young: “Monastery Lady Melissengeist - you are just bathing your hands in it!”
Ein Mittelding zwischen unangenehm und interessant:
🇬🇧 Translation
Something between unpleasant and interesting:
Hier ist eine brillante Analyse zur Krise unserer Universitäten von Prof. Dr. Karl-Friedrich Israel. Die Bildungsoffensive und die einigermaßen überhebliche Annahme vieler Akademiker, Menschen mit fundierter Handwerksausbildung überlegen zu sein, haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einer bitteren Erosion der Institution geführt. Präzises und stringentes Denken auf der Basis fundierter geschichtlicher Kenntnisse, eine interdisziplinäre Kommunikationsfähigkeit und offene Neugier zur tastenden Erkenntnis neuer Kontexte sind weitgehend in Verlust geraten.
Just heute hatte ich mit einem Unternehmer-Mandanten ein langes Gespräch zu der Frage: Welche neuen Institutionen können wir schaffen, um intellektuelle Brillanz wieder lehrend und lernend für junge Generationen attraktiv zu machen? Welche Zeugnisse und Empfehlungsschreiben werden relevant sein, wenn sich die heutigen Examina als aussagelos für Arbeitgeber erweisen? Mit wem sorgen wir dafür, Strukturen der aufmerksamen Wissensaufnahme jenseits modischer Trends und ideologischer Kasernierung aufzubauen?
Wer das hier liest, betrachte sich als eingeladen, Vorschläge zu unterbreiten. Gefallene Institutionen beweint man kurz; dann widmet man sich der Schaffung des Besseren!
Hier nun erstmal ein Exzerpt aus dem verlinkten Text:
"Die gegenwärtige Krise der Universität lässt sich weder auf mangelnde Ressourcen noch auf Fragen der Governance oder kurzfristige politische Entwicklungen reduzieren. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels struktureller Veränderungen, institutioneller Anreize und normativer Verschiebungen, die die Funktion der Universität schrittweise verändert haben. Massifizierung ohne entsprechende Anforderungen, wechselseitige Nachsicht, die Erosion der Wertfreiheit sowie eine ideologische Verfestigung akademischer Karrieren bilden unterschiedliche Facetten desselben Prozesses.
Auf dem Spiel steht nicht nur die Leistungsfähigkeit des Hochschulsystems, sondern seine Fähigkeit, seiner grundlegenden intellektuellen Aufgabe gerecht zu werden: Menschen auszubilden, die in der Lage sind, eigenständig zu denken, zu argumentieren und vorgegebene Gewissheiten zu hinterfragen. Eine Universität, die diesen Anspruch aufgibt, behält zwar ihre Strukturen, Titel und Verfahren, verliert jedoch ihren eigentlichen Sinn. Die Universität heute zu hinterfragen bedeutet daher nicht, einem idealisierten vergangenen Zustand nachzutrauern, sondern die institutionellen und intellektuellen Voraussetzungen in Erinnerung zu rufen, ohne die sie kein lebendiger Ort des Wissens mehr sein kann.
Je weniger die Universität diese kritische Funktion erfüllt, desto stärker treten andere Orte der Wissensproduktion und -vermittlung neben sie."
https://www.libinst.ch/denkanstoesse/die-krise-der-universitaet-massifizierung-ideologie-und-sinnverlust/
🇬🇧 Translation
Here is a brilliant analysis of the crisis facing our universities by Prof. Dr. Karl Friedrich Israel. The educational offensive and the somewhat arrogant assumption of many academics that they are superior to people with sound craft training have led to the bitter erosion of the institution in recent decades. Precise and rigorous thinking based on sound historical knowledge, interdisciplinary communication skills and open curiosity for the tentative discovery of new contexts have largely been lost.
Just today I had a long conversation with an entrepreneur client about the question: What new institutions can we create to make intellectual brilliance in teaching and learning attractive to young generations again? Which certificates and letters of recommendation will be relevant if today's exams prove to be meaningless for employers? With whom do we ensure that we build structures for the attentive absorption of knowledge beyond fashionable trends and ideological barracking?
Anyone reading this should consider themselves invited to make suggestions. Fallen institutions are briefly mourned; then you dedicate yourself to creating something better!
Here is an excerpt from the linked text:
"The current crisis of the university cannot be reduced to a lack of resources, questions of governance or short-term political developments. Rather, it is the result of a complex interplay of structural changes, institutional incentives and normative shifts that have gradually altered the function of the university. Massification without corresponding requirements, mutual indulgence, the erosion of value freedom and an ideological entrenchment of academic careers form different facets of the same process.
At stake is not just the performance of the higher education system, but its ability to fulfill its fundamental intellectual task: to educate people who are able to think independently, reason and question given certainties. A university that abandons this claim retains its structures, titles and procedures, but loses its actual meaning. Questioning the university today does not mean mourning an idealized past state, but rather recalling the institutional and intellectual prerequisites without which it can no longer be a living place of knowledge.
The less the university fulfills this critical function, the more other places of knowledge production and transfer come into play."
https://www.libinst.ch/denkanstoesse/die-kritik-der-universitaet-massigung-ideologie-und-sinnlosen/
Was ist mit den Linken in Ungarn geschehen? Muß die SPD auch fürchten, auf 1,2% zu schrumpfen? Oder sind das nicht verallgemeinerbare Sondereffekte?
🇬🇧 Translation
What happened to the left in Hungary? Does the SPD also have to fear shrinking to 1.2%? Or are these special effects that cannot be generalized?
Für den unwahrscheinlichen Fall, daß es irgendjemand noch nicht gehört haben sollte: Die Welt weiß noch nicht alles über die sog. Corona-"Impfstoffe"... In der Kanzlei der Rechtsanwälte Rogert & Ulbrich hat man in diesem Zusammenhang einen fleißigen weiteren Sieg errungen. Gratulor!
🇬🇧 Translation
In the unlikely event that someone hasn't heard it yet: The world doesn't yet know everything about the so-called corona "vaccines"... The law firm of Rogert & Ulbrich has won another hard-working victory in this context. Congratulations!
Die digitale Art der öffentlichen Kommunikation mit einem unbestimmten Personenkreis, dessen Mitglieder einander zumeist unbekannt sind, findet aktuell in den sogenannten "sozialen Medien" statt.
Nicht wenige der dortigen Wortbeiträge imponieren durch eine Stimmungslage, die innerhalb von Kreisen, die einander persönlich bekannt sind, als "asozial" gewertet werden würde; gesellschaftsabträglich also, durch Schimpfwörter, Vorwürfe, Abwertungen und dergleichen Unerfreulichem.
In der Steigerung solcher Verbalinjurien meinen nicht wenige Diskutanten inzwischen Haß und Hetze entdecken zu können, digitale Gewalt sogar; Tatbestände mithin, die legislative Intervention anreizen.
Bei dem Versuch, Ursachen und Lösungsmöglichkeiten dieses Phänomenbereichs zu untersuchen, bin ich u.a. auf eine Seite gestoßen, die mich fasziniert. Ich verlinke sie hier mit ihrer erstaunlichen Empfehlung, Wut, Ärger, Überforderung und alle sonstigen Frustknubbel mit einer hübschen Strategie zur emotionalen Entlastung zu entwirren: Malen Sie ein Bild aus!
Daß mir dieses Thema (ich glaube erstmals) die Chance gibt, ein Katzenbild zu posten, entspannt mich schon sehr. Nachher male ich sie aus.
Emotionale Entlastung - Mal-o-Mat:
https://share.google/nhXLvOtqWvfqv4N5b
🇬🇧 Translation
The digital form of public communication with an indefinite group of people, whose members are mostly unknown to each other, currently takes place in so-called “social media”.
Quite a few of the contributions there impress with a mood that would be considered "anti-social" within circles that are personally known to each other; socially detrimental, through swear words, accusations, devaluations and similar unpleasant things.
In the escalation of such verbal injuries, quite a few discussants now believe they can detect hatred and agitation, and even digital violence; Facts that encourage legislative intervention.
While trying to investigate the causes and possible solutions to this phenomenon, I came across a site that fascinates me. I'm linking her here to her amazing recommendation to untangle anger, annoyance, overwhelm and all other frustration knots with a nice strategy for emotional relief: Color a picture!
The fact that this topic gives me the chance (I think for the first time) to post a cat picture really relaxes me. I'll color them in later.
Emotional relief - Mal-o-Mat:
https://share.google/nhXLvOtqWvfqv4N5b
Ein (mir unbekannter) "Steffinator" gibt Anlaß zu einer wochenendlichen Argumentationsanalytik:
1. Die knappe rhetorische Attacke eröffnet mit einem pejorativen Attribut für den argentinischen Präsidenten. Die Diffamierung verzwergt ihn zum irrational-kultischen Medizinmann.
2. Im zweiten Satz folgt ein Argumentsurrogat: Statt inhaltlicher Substanz lesen wir eine bloße Schlußfolgerung; Milei sei "gescheitert". Was diese Conclusio legitimiere, woran es gelegen habe und warum er inwiefern ein selbstgesetzes Ziel nicht erreicht habe, bleibt unerklärt.
3. Dann wird es emotional: Das Signalwort "Trump" leuchtet den Pfad. Kontaktschuld infiziert und enthebt von der Last zur spezifizierten Darlegung.
4. Der zentrale "Clou" solcher Invektiven gegen Politiken, die Mitmenschen ordnungspolitisch (wieder) selbstbeherrt Handlungsmöglichkeiten eröffnen wollen, liegt in der Weglassung des entscheidenden Kontextes: Wer am Freitag die Labordaten eines multimorbid-generalinsuffizienten Patienten ermittelt, der von Montag bis Mittwoch noch massiv fehltherapiert worden war und erst Donnerstag verantwortlich zu entgiften begonnen wurde, der kann dem übernehmenden Nachbehandler nicht vorwerfen, daß kein Adonis im Krankenbett liegt. Eine Halbierung der Armutsquote in zwei Regierungsjahren bei zugleich massiver Bekämpfung der Inflation ist volkswirtschaftlich ein beachtlicher Erfolg. Daß da in Argentinien noch immer reichlich Probleme einer Lösung harren, bestreitet kein Mensch. Zu verschweigen, wer sie ursprünglich verursacht hatte, ist schwarze Rhetorik.
5. Der zur Unterlegung des Aufschreis verlinkte Text besticht durch zweierlei. Erstens durch sein Alter. Zweitens durch seine Quelle. Die Millionenerbin Luisa Neubauer, die Kriegswirtschaftspropagandistin Ulrike Herrmann, die an medialer Präsenz inzwischen diminuierte Ricarda Lang oder der eigentümlich treffunsichere Prognostiker Marcel Fratzscher bevölkern das akademisch beeindruckende Impressum der Bezugsquelle.
Es tut mir leid. Aber mit oberflächlicher Polemik und dem bekenntnismühlenartigen Wiederkäuen immer gleicher Flachheiten hilft man weder dem Niveau einer Debatte, noch auch - erst recht - den von peronistischer Zwangsbewirtschaftung böse gegängelten Argentiniern.
Ich habe von Theoretikern des Anarcho-Kapitalismus in Deutschland reden hören, die temporär selbst Bürgergeld empfangen haben. Wer also wäre man, wollte man Javier Milei - aus welchem Lager auch immer - entsprechende Interims-Hilfen überdogmatisch ankreiden? Die Welt ist weder schwarz, noch weiß; sie ist ein Spektakel aus Grautönen. Wer seinen Fundamentalismus überwinden kann, betritt die reale Welt des besseren Möglichen. Seriöses Argumentieren hilft.
🇬🇧 Translation
A “Steffinator” (unknown to me) gives rise to a weekend analysis of arguments:
1. The brief rhetorical attack opens with a pejorative attribute for the Argentine president. The defamation dwarfs him into an irrational, cultic medicine man.
2. In the second sentence, an argument surrogate follows: Instead of substantive substance, we read a mere conclusion; Milei “failed”. What legitimizes this conclusion, what it was about and why he failed to achieve a self-imposed goal remain unexplained.
3. Then it gets emotional: The signal word “Trump” lights the path. Contact guilt infects and removes the burden of the specified presentation.
4. The central "trick" of such invectives against policies that want to (again) open up options for action in a self-controlled manner for fellow human beings lies in the omission of the crucial context: Anyone who determines the laboratory data on Friday of a multimorbid general insufficiency patient who was massively mistreated from Monday to Wednesday and only began to responsibly detoxify on Thursday cannot blame the follow-up care provider for the fact that there is no Adonis in the sick bed. Halving the poverty rate in two years of government while at the same time massively combating inflation is a remarkable economic success. No one disputes that there are still a lot of problems waiting to be solved in Argentina. To keep quiet about who caused it in the first place is black rhetoric.
5. The text linked to support the outcry is impressive in two ways. Firstly, because of his age. Secondly, through its source. The million-dollar heiress Luisa Neubauer, the war economy propagandist Ulrike Herrmann, Ricarda Lang, who has now been diminished in media presence, or the strangely inaccurate forecaster Marcel Fratzscher populate the academically impressive imprint of the source.
I'm sorry. But superficial polemics and the confessional mill-like rumination of the same shallow things do not help either the level of a debate or - especially - the Argentinians who are badly controlled by Peronist forced management.
I have heard talk of theorists of anarcho-capitalism in Germany who have temporarily received citizens' money themselves. So who would you be if you wanted to accuse Javier Milei - from whatever camp - of appropriate interim aid in an over-dogmatic way? The world is neither black nor white; it is a spectacle of shades of gray. Anyone who can overcome their fundamentalism enters the real world of the better possible. Serious argumentation helps.
Jeder Buchstabe des Alphabets birgt eine tödliche Gefahr:
https://ef-magazin.de/2017/11/19/11856-make-love-not-law-das-alphabet-des-grauens
🇬🇧 Translation
Every letter of the alphabet carries a deadly danger:
https://ef-magazin.de/2017/11/19/11856-make-love-not-law-das-alphabet-des-grauens
Modern Money Theory. Mal anders erklärt.
Justiz funktioniert wie ein großer, behäbiger Ozeanriese. Fährt sie erst einmal in eine Richtung, dauert es lange, bis sie wieder anhält oder den Kurs ändert. Für das bloße Auge sind Richtungsänderungen zunächst gar nicht sichtbar. Sie kommen langsam, unmerklich. Aus erstinstanzlichen Verurteilungen werden erst Einstellungen in der Rechtsmittelinstanz. Dann folgen in anderen Verfahren Freisprüche. Anschließend gibt es keine Anklagen mehr. Die Lage beruhigt sich. Nach einer weiteren Latenzphase blickt Justitia dann auf andere Personen. In Sachen Corona werden irgendwann Menschen aufgefordert werden, zu ihren Impfaktivitäten Stellung zu nehmen. Dann beginnt das Schiff seine Reise in Gegenrichtung. Alles nur eine Frage der Zeit.
🇬🇧 Translation
Justice functions like a large, ponderous ocean liner. Once it moves in one direction, it takes a long time before it stops again or changes course. Changes in direction are initially not visible to the naked eye. They come slowly, imperceptibly. Convictions in the first instance only become discontinued in the appeal court. Then acquittals follow in other proceedings. Afterwards there are no more charges. The situation calms down. After another latency phase, Justice then looks at other people. When it comes to Corona, people will at some point be asked to comment on their vaccination activities. The ship then begins its journey in the opposite direction. It's all just a matter of time.
Diese "Berliner Erklärung" interessiert sich den einen oder die andere. Wer allerdings nicht auf x ist, für den ist es eher irrelevant.
https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung-dokument/
🇬🇧 Translation
This “Berlin Declaration” interests some people. However, for those who are not on x, it is rather irrelevant.
https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung-document/
Possible? Probable? Fact? ... Ridiculous? Sad, anyway!
Ein strukturell manipulierter Hochfrequenzhandel ist ein systemischer Angriff auf die preisbildende Kommunikation aller Marktteilnehmer und mithin ein - weit über die unplanbar-komplexen Synergieeffekte konfligierender Algorithmen hinaus - interaktiver Abweg von aller Realität: Wenn wirtschaftliche Erzählung und erzählte Welt so weit voneinander abweichen, daß Worte keine reale Aussagekraft mehr haben, zerreißt das die Welt. Immerhin: Katastrophen sind immer auch Wendepunkte. Und im Flugzeug lernt man, daß der nächste Ausgang stets auch hinter uns liegen könnte.
Nachdem ich mich heute hier auf x mit Höchstpreisen für Benzin in Deutschland, der Kaiserlichen Milchpreissteuerung im Ersten Weltkrieg, der Bargeldabschaffung an den Tankstellen in Mexiko und dem fraudulösen Beschleunigen von Börsengeschäften durch Glasfaserkabel zwischen NY und New Jersey beschäftigt habe, läßt sich zum Abend resümieren: Kontrolle ist eine Illusion. Wer nach ihr strebt, macht sich zum Verlierer. Es ist nur eine Frage der Zeit.
🇬🇧 Translation
Structurally manipulated high-frequency trading is a systemic attack on the price-setting communication of all market participants and therefore - far beyond the unplannable, complex synergy effects of conflicting algorithms - an interactive departure from all reality: If the economic narrative and the narrated world diverge so far that words no longer have any real meaning, the world is torn apart. After all, disasters are always turning points. And on the plane you learn that the next exit could always be behind us.
After I have dealt here today on Anyone who strives for it makes themselves a loser. It's just a matter of time.
Benzin und Fortbewegung werden digital. Bezahlen mit Bargeld wird überwunden und Banken treten zwischen jeden motorisierten Ortswechsel. Was soll schon passieren? Es ist ja amtlich und also gut, oder?
🇬🇧 Translation
Gasoline and transportation are going digital. Paying with cash is being eliminated and banks are stepping in between every motorized move. What is supposed to happen? It's official and so good, right?
Freunde der Idee einer "Spritpreisbremse" sind eingeladen, sich mit Milchpreisen und ihrer Entwicklung unter der staatlichen Höchstpreisgrenze im Ersten Weltkrieg zu beschäftigen.
Nachdem Milch kriegsbedingt immer teurer geworden war, beschloß die Politik, ihre Preise mit Höchstgrenzen einzuhegen. Der erlaubte Preis wurde so unter den tatsächlichen Marktpreis gedrückt. Es erstarb daraufhin die Bereitschaft der Milchproduzenten, überhaupt noch Milch herzustellen. Denn warum sollte man arbeiten, wenn man dadurch ärmer wird? Der Preis der Milch war nun 'sozialverträglich'; nur leider gab es keine Ware mehr.
An dem nachstehend eingefügten Screenshot einer Google-KI-Auskunft zu Milchpreishöchstgrenzen im Ersten Weltkrieg fasziniert mich besonders das "trotz". Der IQ von KI scheint bereits dem der seinerzeitigen Reichsfettstelle angeglichen zu sein.
Daß es auch die Reichsgetreidestelle damals in kürzester Zeit schaffte, erst die gesamte Getreide- und Brotproduktion an sich zu ziehen, um anschließend das gesamte Erntegeschehen zu kontrollieren, stimmt auch heute noch wenig hoffnungsvoll.
🇬🇧 Translation
Friends of the idea of a "fuel price brake" are invited to look at milk prices and their development below the state maximum price limit during the First World War.
After milk became more and more expensive due to the war, politicians decided to cap prices. The permitted price was thus pushed below the actual market price. As a result, milk producers became less willing to produce milk at all. Because why should you work if it makes you poorer? The price of milk was now 'socially acceptable'; Unfortunately there were no more goods.
What particularly fascinates me about the screenshot below of a Google AI information on maximum milk price limits during the First World War is the “despite”. KI's IQ already seems to have equaled that of the Reich's fat body at the time.
The fact that the Reich Grain Office was able to take control of all the grain and bread production in a very short space of time and then control the entire harvest does not give rise to much hope even today.
Als Bettina Schausten kürzlich in der legendären Video-Konferenz mit ihren ZDF-Kollegen über eingeschmuggelte KI-Sequenzen in das 'heute-journal' sprach, hatte ich deutlich den Eindruck, sie fürchte sich vor der möglichen Ablehnung ihrer Arbeitskollegen. Sie wirkte ängstlich-tastend auf mich in allem, was sie über Fehler, Qualitätsansprüche und nötige Transparenz innerhalb einer pflichtfinanzierten Anstalt erklärte. Sie sprach nicht, wie ich gute Unternehmensleiter erlebe, mit sicherer Richtungsgebung, sondern zögerlich, als erwarte sie jederzeit einen Sturm der Entrüstung über ihre Worte.
Dieselbe sorgenvolle Langsamkeit prägt hier den körpersprachlich windungsreichen Auftritt von Giovanni di Lorenzo. Er quält sich ab, auszuspechen, was ihm seit einem Jahrzehnt unübersehbar vor dem Bewußtsein stehen muß. Statt durchzuatmen, seinen Gedanken zu fassen und ihn geradeaus in Worte zu kleiden, bestenfalls dabei den Blickkontakt mit seinem Gegenüber zu halten, wühlt er sich geradezu durch schmerzliche Assoziationswolken und weltbilderschütternde Erkenntnisse.
Wer nicht weiß, wovon ich in diesem Schausten/di Lorenzo-Abgleich rede, dem empfehle ich, nach dem hier verlinkten Video einen Blick auf den rhetorischen Habitus von Günter Schabowski bei seiner Verkündung, daß man ab sofort aus der DDR ausreisen könne, zu werfen.
Warum fällt es Menschen so schwer, Fehler zuzugeben?
🇬🇧 Translation
When Bettina Schausten recently spoke in the legendary video conference with her ZDF colleagues about smuggled AI sequences into the 'heute-journal', I clearly had the impression that she was afraid of the possible rejection of her work colleagues. She seemed anxious and tentative to me in everything she explained about errors, quality standards and the necessary transparency within a compulsorily financed institution. She did not speak with a sure direction, as I experience with good company managers, but rather hesitantly, as if she expected a storm of indignation at any moment over her words.
The same anxious slowness characterizes Giovanni di Lorenzo's appearance, which is rich in body language. He struggles to express what has been clearly visible to him for a decade. Instead of taking a deep breath, gathering his thought and putting it straight into words, at best maintaining eye contact with the person he is talking to, he is actually digging through painful clouds of associations and world-shaking insights.
If you don't know what I'm talking about in this Schausten/di Lorenzo comparison, I recommend that you take a look at the rhetorical habitus of Günter Schabowski when he announced that you could now leave the GDR after watching the video linked here.
Why do people find it so difficult to admit mistakes?
Das ganze Spektrum des Liberalismus:
Am 21. Mai 2026 in Köln.
Und am 22./23. Mai 2026 dann die Hayek-Tage in Münster.
@StefanKooths
@NeBoehme
@SHomburg
@RonPaul
@VinceEbert
@JMilei
@GrimmVeronika
https://share.google/VrEDtRCfoUZNULruc
https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/4ae3m
🇬🇧 Translation
The whole spectrum of liberalism:
On May 21, 2026 in Cologne.
And on the 22nd/23rd. The Hayek Days in Münster will take place in May 2026.
@StefanKooths
@NeBoehme
@SHomburg
@RonPaul
@VinceEbert
@JMilei
@GrimmVeronika
https://share.google/VrEDtRCfoUZNULruc
https://shop.freiheit.org/#!/Event/4ae3m
Techniken haben Vorteile. Techniken haben Nachteile. Unangenehm ist, wenn die Nachteil-Potentiale in die falschen Hände geraten.
Wer in Ansehung der hier skizzierten Möglichkeiten digitaler Überwachung, Steuerung und Gängelung glaubt, deren Auswirkungen ohne robuste individuelle Grundrechte einhegen zu können, der dürfte einem Irrtum unterliegen.
Ein ubiquitär gesponnenes Kontrollnetzwerk kann nicht mit einem Anspruch auf "bestmögliche Verwaltung" betrieben werden. Denn was das Beste ist, weiß nur der, der das ihm zugrundeliegende Gute definiert hat. Und was "gut" ist, läßt sich nur subjektiv bestimmen. Gerade dieser Punkt ist Menschheitswissen, seit Jahrtausenden.
Mein Eindruck ist, daß es eines Grundrechtes auf non-digitale Verwaltung bedarf; im öffentlichen Recht ebenso wie im privaten; in Gänze oder in bestimmten Bereichen, je nach Wahl jedes Einzelnen. Vielleicht wird ein solcher Freiraum schon bald zu einem sehr geschätzten Standortfaktor.
Vorläufig - das würde ich mich zu prognostizieren trauen - dürfte ein neues Geschäftsmodell erblühen: Digitale Mimikry. Die Natur macht es vor. Sie kennt sich aus. Ihre Programmierer sind ein paar Milliarden Jahre vor den Tech-Nerds von Silicon Valley gestartet.
🇬🇧 Translation
Techniques have advantages. Techniques have disadvantages. It is unpleasant when the potential disadvantages end up in the wrong hands.
Anyone who, in view of the possibilities for digital surveillance, control and control outlined here, believes that they can contain their effects without robust individual fundamental rights is probably making a mistake.
A ubiquitous control network cannot be operated with a claim to “best possible management”. Because only someone who has defined the underlying good knows what is best. And what is “good” can only be determined subjectively. This point in particular has been known to humanity for thousands of years.
My impression is that there is a need for a fundamental right to non-digital administration; in public law as well as in private law; in its entirety or in specific areas, depending on each individual's choice. Perhaps such open space will soon become a very valued location factor.
For the time being - I would dare to predict this - a new business model is likely to blossom: digital mimicry. Nature shows us how. She knows her stuff. Their programmers started a few billion years before the tech nerds of Silicon Valley.
Der derbe Frohsinn des rheinischen Spaßmachers Jacques Tilly ist legendär. Nichts ist dem Tünnes heilig, wenn er Menschen thematisiert, die seinem Wertsystem zuwider agieren.
Daß Tilly wegen des Aufspießens von Donald Trump in Metzgermanier in den Vereinigten Staaten zu einer Haftstrafe verurteilt worden wäre, ist mir nicht bekannt. Stattdessen hat man ihn nun in Russland verantwortlich gehalten, Staat, Kirche und Glauben dort verunglimpft zu haben.
Ob die hier verlinkte "tagesschau" - auf deren Youtube-Präsenz Kommentare deaktiviert sind - sich künftig auch in gleicher Tonlage um Künstler in Deutschland kümmern wird, deren ästhetische Verirrungen in den Bereich des Strafrechtes verlagert werden, bleibt abzuwarten.
Mein Eindruck ist: Satire und Kunst mögen rechtlich "alles" dürfen sollen - geschenkt! Aber ob sie es nach außerrechtlichen Kriterien des vernünftigen Benehmens dann auch tatsächlich tun, steht auf einem anderen Blatt.
https://youtu.be/vaKP7XCN2IU?si=U6VX6zb9z-isxwmm
🇬🇧 Translation
The rude cheerfulness of the Rhenish joker Jacques Tilly is legendary. Nothing is sacred to Tünnes when he addresses people who act contrary to his value system.
I am not aware that Tilly would have been sentenced to prison in the United States for impaling Donald Trump in the style of a butcher. Instead, he is now held responsible in Russia for denigrating the state, church and faith there.
It remains to be seen whether the "tagesschau" linked here - on whose YouTube presence comments are deactivated - will in the future also take the same approach to artists in Germany whose aesthetic aberrations are relocated to the area of criminal law.
My impression is: Satire and art should legally be allowed to do "everything" - for free! But whether they actually do it according to non-legal criteria of reasonable behavior is another matter.
https://youtu.be/vaKP7XCN2IU?si=U6VX6zb9z-isxwmm
¡Mi ponencia en la Conferencia Milei de Alemania 2026 sobre desregulación ya está disponible también en español!
https://app.heygen.com/videos/962427d3f98d4c1b87dc2f4962d89ad8-es #HeyGen #AIVideo
🇬🇧 Translation
¡Mi ponencia en la Conferencia Milei de Alemania 2026 sobre desregulación ya está available también en español!
https://app.heygen.com/videos/962427d3f98d4c1b87dc2f4962d89ad8-es #HeyGen #AIVideo
"Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in Dich eindringt", soll der persische Dichter Rumi (1207-1273) gesagt haben. Möglicherweise hat er es zutreffend erkannt.
Einem Farbenblinden vorzuwerfen, daß er eine Farbe nicht erkenne, ist offenbar abwegig. Verständigung zur Erläuterung dürfte der richtige Weg zur Erhellung der nicht Verwundeten sein.
Geduld zählt.
🇬🇧 Translation
“The wound is the place where the light penetrates you,” the Persian poet Rumi (1207-1273) is said to have said. Maybe he recognized it correctly.
To accuse a colorblind person of not recognizing a color is obviously absurd. Understanding to explain may be the right way to enlighten those who are not wounded.
Patience counts.
All jenen, die sich täglich den ganzen Körper mit Desinfektionsmitteln ab- und einreiben, um einen heldenhaften Kampf gegen Viren und Bakterien zu führen, hat Bill Bryson irgendwo in seinen Büchern einen wunderbaren Satz in ihre Poesiealben geschrieben.
Nachdem er erläutert, wie winzig klein Mikroorganismen sind, in welchen Mengen sie kiloweise an und in uns wohnen, welche beeindruckenden Fähigkeiten sie haben und wie sie mit uns eine fein austarierte Balance schaffen, folgt der gleichermaßen ernüchternde wie augenzwinkernd demütige Satz.
Bakterien sind nicht hier, weil wir sie dulden, sondern wir sind hier, weil sie uns lassen.
Die perpetuierte biochemisch prophylaktische Totaltherapie ist nicht nur schon terminologisch ein performativer Affront, sondern sie wirkt wie eine invasive Gotteslästerung: Könnte man wirklich glauben, einem Schöpfer wäre nach Jahrmilliarden des allmächtigen evolutionären trial and error noch immer nicht gelungen, ein halbwegs verläßlich stabiles Konstrukt des Lebens zu gestalten, das in aller Regel ohne die akademischen Anmaßungen geltungssüchtiger Salbenmischer existiert?
🇬🇧 Translation
For all those who rub their entire bodies with disinfectant every day in order to wage a heroic battle against viruses and bacteria, somewhere in his books Bill Bryson wrote a wonderful sentence in their poetry albums.
After he explains how tiny microorganisms are, how many kilos they live on and in us, what impressive abilities they have and how they create a finely balanced balance with us, the sentence follows, which is both sobering and tongue-in-cheek.
Bacteria are not here because we tolerate them, but we are here because they let us.
The perpetuated biochemical prophylactic total therapy is not only a performative affront in terms of terminology, but it also seems like an invasive blasphemy: Could one really believe that, after billions of years of almighty evolutionary trial and error, a creator has still not succeeded in designing a halfway reliably stable construct of life that generally exists without the academic pretensions of prestige-seeking ointment mixers?
Make love, not law!
https://youtu.be/fxQ6bLI6GyU?si=yUVSjbIepVWHKcOc
🇩🇪 Übersetzung
Liebe machen, nicht Gesetz!
https://youtu.be/fxQ6bLI6GyU?si=yUVSjbIepVWHKcOc
"It wasn't science. It was marketing."
🇩🇪 Übersetzung
„Es war keine Wissenschaft. Es war Marketing.“
Kurz und knapp. Corona als IQ-Test. Bitter.
🇬🇧 Translation
Short and sweet. Corona as an IQ test. Bitter.
Hier wird eine Kurve aus dem Oktober 2024 verbreitet, in der der PCR-"Unsicherheitsbereich" als Anknüpfungspunkt für eine (gelbe) "Todeslinie" - und deswegen als "Show"-Vorwurf gegen @SHomburg - dient. Augenscheinlich wieder nur adressiert an unaufmerksame Überschriftenleser.
🇬🇧 Translation
A curve from October 2024 is being spread here, in which the PCR "uncertainty area" serves as a starting point for a (yellow) "death line" - and therefore as a "show" accusation against @SHomburg. Apparently again only addressed to inattentive headline readers.
"Die politische Lage ist instabil, eine ruchlose Clique missbraucht ihre Macht, die Wirtschaft kriselt und die gesellschaftliche Situation wird immer komplexer und unübersichtlicher. Die Schilderung der Verhältnisse im nachrevolutionären Frankreich des 19. Jahrhunderts scheint merkwürdig gegenwärtig und so ist es auch mit der zeitlos aktuellen Kunst des großen Honoré Daumier."
Wer immer die Chance hat, diese Ausstellung in Wien zu besuchen, verpasse nicht die Gelegenheit! Der Blick zurück in das 19. Jahrhundert schärft die Sinne für das Gegenwärtige.
Beeindruckend ist nicht nur Daumiers Kritik an den zeitgenössischen Politikern, die er damals noch als eitel, inkompetent und desinteressiert erlebte. Zu seiner Zeit gab es Warnungen vor einem übermächtigen Russland (den "Kosaken"); Sorgen um die politische Entwicklung im Nahen Osten ("Orient"); der Bürgerkönig ließ Schlägertrupps aufmarschieren, um seine Untertanen zu disziplinieren; Zeichnungen wurden verboten; man stritt um Zensur und Meinungsfreiheit; der König wurde als "Birne" verunglimpft; und immer wieder stand der Vorwurf im Raum, Gerichte seien möglicherweise nicht objektiv und unbefangen.
Wie schön, daß wir nicht in solchen Zeiten leben!
HONORÉ DAUMIER « ALBERTINA Museum Wien https://share.google/vz5CPTaaF0O6Uzzn8
🇬🇧 Translation
"The political situation is unstable, a nefarious clique is abusing its power, the economy is in crisis and the social situation is becoming increasingly complex and confusing. The description of the conditions in post-revolutionary France in the 19th century seems strangely contemporary and the same is true of the timelessly current art of the great Honoré Daumier."
Whoever has the chance to visit this exhibition in Vienna, don't miss the opportunity! A look back into the 19th century sharpens your senses for the present.
What is impressive is not only Daumier's criticism of contemporary politicians, whom he saw at the time as vain, incompetent and disinterested. In his time there were warnings of an overpowering Russia (the "Cossacks"). Concerns about political developments in the Middle East (“Orient”); the citizen king deployed squads of thugs to discipline his subjects; Drawings were banned; there were arguments about censorship and freedom of expression; the king was denigrated as a “pear”; and there was always the accusation that courts might not be objective and unbiased.
How nice that we don't live in such times!
HONORÉ DAUMIER « ALBERTINA Museum Vienna https://share.google/vz5CPTaaF0O6Uzzn8
In der aktuellen Ausgabe des SUBSTANZINVESTOR habe ich unter anderem auch über die Konferenz gesprochen, auf der ich dieses Referat gehalten habe.
Libertarismus wurzelt in der Erkenntnis, daß alle Menschen begrenztes Wissen haben und sich also in der Ausübung meist nur scheinbar besserwissender Macht über andere klugerweise sehr demütig zurückhaltend gerieren sollten.
Carlos A. Gebauer https://youtu.be/7-GG2tANPtg?si=0DYuEmIdKmvoX0A0 via @YouTube
🇬🇧 Translation
In the current issue of SUBSTANZINVESTOR I spoke, among other things, about the conference at which I gave this presentation.
Libertarianism is rooted in the recognition that all people have limited knowledge and should therefore wisely exercise very humble restraint when exercising seemingly better-knowledge power over others.
Carlos A. Gebauer https://youtu.be/7-GG2tANPtg?si=0DYuEmIdKmvoX0A0 via @YouTube
Die zentrale Ursache des Corona-Fiaskos sei nicht im Medizinischen zu finden, argumentiert dieser Text. Der Kern liege in der Seele des Menschen. In der verbreiteten Unfähigkeit, eine eigenständige Entscheidung auf der Grundlage persönlicher, unmittelbarer Erkenntnisse zu treffen; und in der Neigung, sich vorsichtshalber dem vermuteten Konsens einer Gruppe anzuschließen, um die eigene Angst zu überwinden.
Ich denke, es wird sehr sinnvoll sein, dieser psychologischen Dimension der archaischen Dynamik eines Massenphänomens nachzugehen, um seine Wirkmechanismen besser zu verstehen. Denn dieses Verständnis könnte sich auch als fruchtbare Propädeutik dafür erweisen, den bleiernen Deckel zu heben, der noch immer auf juristischen Debatten liegt.
Ich wage die Hypothese: Dieselbe Angst, die viele Juristen zur prophylaktischen Therapie mit einer scheinbar erlösenden Arznei motiviert hat, hindert sie jetzt, sich einer eigenständigen Auseinandersetzung mit ihren Konsequenzen zu stellen. Ein verlangsamender Faktor für den Weg zur schmerzhaften Wirklichkeit dürfte der juristische Standard-Topos sein, sich vorsorglich der "herrschenden Meinung" anzuschließen, weil dies Sicherheit verspricht.
Spannende Zeiten.
@AnwaltUlbrich
@SHomburg
🇬🇧 Translation
The central cause of the Corona fiasco cannot be found in medicine, this text argues. The core lies in the human soul. In the widespread inability to make independent decisions based on personal, immediate insights; and in the tendency to join the assumed consensus of a group as a precaution in order to overcome one's own fear.
I think it will be very useful to investigate this psychological dimension of the archaic dynamics of a mass phenomenon in order to better understand its mechanisms of action. Because this understanding could also prove to be fruitful propaedeutics for lifting the leaden lid that still lies on legal debates.
I dare to hypothesize: The same fear that motivated many lawyers to take prophylactic therapy with a seemingly redeeming drug is now preventing them from confronting their consequences independently. A slowing factor on the path to painful reality is likely to be the standard legal topos of joining the "prevailing opinion" as a precautionary measure because this promises security.
Exciting times.
@Lawyer Ulbrich
@SHomburg
Ich habe mir in den vergangenen Jahren angewöhnt, den hier thematisieren Erfassungsfehler in eine Metapher zu übersetzen, die üblicherweise besser verstanden wird:
"Wer innerhalb von 14 Tagen nach einer Schießerei an seiner Schußverletzung stirbt, wird in der Kriminalstatistik nicht als Erschossener gezählt."
Daß so eine Regel zu unsinnigen Ergebnissen führen müsste, sieht jeder ein. Im Original haben viele Menschen noch Schwierigkeiten, daß zu erkennen.
🇬🇧 Translation
Over the past few years, I have gotten into the habit of translating the recording error discussed here into a metaphor that is usually better understood:
"Anyone who dies from a gunshot wound within 14 days of a shooting is not counted as a person shot in crime statistics."
Everyone can see that such a rule would lead to nonsensical results. Many people still have difficulty recognizing this in the original.
"The media are supposed to hold the powerful to account by looking at the facts and asking the inconvenient questions. Unfortunately, they are a lot better at enforcing groupthink, and they do it especially well when the group’s thinking is wrong."
🇩🇪 Übersetzung
„Die Medien sollen die Mächtigen zur Rechenschaft ziehen, indem sie sich die Fakten ansehen und unbequeme Fragen stellen. Leider sind sie viel besser darin, Gruppendenken durchzusetzen, und das gelingt ihnen besonders gut, wenn die Denkweise der Gruppe falsch ist.“
Wer ernsthaft diskutieren möchte, braucht im Ausgangspunkt präzise Begriffe. Also:
🇬🇧 Translation
If you want to have a serious discussion, you need precise terms to start with. So: