“Syrian foreign minister opposes deportations, says Syrians in Germany are ‘a strategic asset.’ ☺️🥰🤣😂
Somehow I enjoy watching arrogant, ignorant Europeans think they can play with Islamists—and end up getting badly burned by their own stupidity.
🇩🇪 Übersetzung
„Der syrische Außenminister ist gegen Abschiebungen und sagt, Syrer in Deutschland seien ‚ein strategischer Aktivposten‘. ☺️🥰🤣😂
Irgendwie genieße ich es, zu beobachten, wie arrogante, ignorante Europäer glauben, sie könnten mit Islamisten spielen – und am Ende schwere Verbrennungen an ihrer eigenen Dummheit erleiden.
R to @RonaiChaker: Auf meiner Muttersprache sagt man: Weca Gu buxun 🥰
🇬🇧 Translation
R to @RonaiChaker: In my native language they say: Weca Gu buxun 🥰
☺️🥰🤣😂
Irgendwie genieße ich es, wenn arrogante, ignorante Europäer glauben, sie könnten mit Islamisten spielen und sich dabei massiv an ihrer Dummheit verbrennen.
🇬🇧 Translation
☺️🥰🤣😂
Somehow I enjoy it when arrogant, ignorant Europeans believe they can play with Islamists and get burned massively by their stupidity.
Asyl für Gaza in Europa.
🇬🇧 Translation
Asylum for Gaza in Europe.
Mein Gott, das ist peinlich ohne Ende
🇬🇧 Translation
My God, this is endlessly embarrassing
Wir machen einen Tausch.
Ich gehe nach Gaza, packe meine Eziden aus Syrien, die vertrieben und massakriert wurden ein und dafür nehmt ihr in Europa Gazaner auf.
Und dem Jolani könnt ihr dann so oft wie ihr wollt den roten Teppich ausrollen und über Begriffe wie Ex Jihadist schwadronieren. Das ist dann nicht mehr mein Problem.
Das ist ein fairer Deal, finde ich. 😘
🇬🇧 Translation
We'll do a swap.
I'm going to Gaza, packing up my Yazidis from Syria who were expelled and massacred, and in return you're taking in Gazans in Europe.
And then you can roll out the red carpet to Jolani as often as you want and talk about terms like ex-jihadist. That's no longer my problem.
That's a fair deal, I think. 😘
Ich gehe nach Gaza, aber nur wenn Europa die Gazaner aufnimmt.
Im Gegenzug nehmen die Israelis dann die vertriebenen Eziden aus Afrin auf.
Deal? ☺️
🇬🇧 Translation
I'm going to Gaza, but only if Europe accepts the Gazans.
In return, the Israelis will then take in the displaced Yazidis from Afrin.
Deal? ☺️
Ich bin für die aber kein Kafiri, sondern eine Mushrikin.
Das ist etwas schlimmer. 🤣😂☺️
🇬🇧 Translation
But for them I'm not a Kafiri, but a Mushrikin.
This is a little worse. 🤣😂☺️
عندما خطفوا ٧٠٠٠ ايزيدية سبايا
عندما ابادوا عشرات الاف الايزيديين وهجروا ٥٠٠ الف ايزيدي،
لم يكن هناك اسرائيل بجانبهم لتفزع لهم بل كانت كانت تركيا والعربان محيطهم.... فوقعوا ضحية العرب والإسلام السني بمجزرة مهولة.
سيبقى كل درزي شريف على وجه الأرض ممتن لإسرائيل لأنها لم تسمح بابادة الدروز ابناء النبي شعيب.
هذه بنت ايزيدية حاولوا ان تقنعوها ان العرب والعروبة والاسلاميين هم من سيحفظوا حقها كإنسانة بالحياة...
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: Vor mehr als einem Jahr
عندما ابادوا عشرات الاف الايزيديين und ٥٠٠ الف ايزيدي،
Sie haben mir gesagt, dass Sie nicht mehr wissen, was Sie tun müssen والإسلام السني بمجزرة مهولة.
Während des Tages muss die Person, die das Internet besucht hat, auf die Suche gehen.
Das erste Mal, dass ich mich auf die Reise begeben habe, und ich bin schon seit langem auf der sicheren Seite بالحياة...
Weil der Westen Teil des Problems ist, wenn es um den Islamismus geht und für diese Handlungen auch Verantwortung tragen sollte.
Ja, dieser Meinung bin ich. Terror finanzieren, Terror den roten Teppich ausrollen, aber bloß nicht hier haben wollen und bei anderen mit den Schultern zu zucken, ist halt heuchlerisch.
Dann nehmt diesen halt auf und kümmert euch auch um diesen.
🇬🇧 Translation
Because the West is part of the problem when it comes to Islamism and should also bear responsibility for these actions.
Yes, I agree. Financing terror, rolling out the red carpet for terror, but just not wanting it here and shrugging your shoulders at others is just hypocritical.
Then just pick it up and take care of it too.
Thousands of young Alawites are suffering extremely dire humanitarian conditions in detention centers run by the current Syrian government under Ahmed al-Sharaa. They are subjected to systematic humiliation simply for being Alawites.
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: Tausende junger Alawiten leiden in Haftanstalten der aktuellen syrischen Regierung unter Ahmed al-Sharaa unter äußerst schrecklichen humanitären Bedingungen. Sie werden systematisch gedemütigt, nur weil sie Alawiten sind.
Because Europeans work with Islamist actors — that’s exactly my point of criticism.
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: Weil Europäer mit islamistischen Akteuren zusammenarbeiten – das ist genau mein Kritikpunkt.
Ali, es ist heuchlerisch, im Nahen Osten islamistische Kräfte zu dulden oder zu unterstützen und gleichzeitig in Europa zu sagen: Hier wollen wir das auf keinen Fall.
Warum soll das, was man hier zurecht ablehnt, für die Menschen im Nahen Osten zumutbar sein?
Und du weißt sehr genau, dass ich als Ezidin von Islamismus noch einmal auf eine ganz andere Weise betroffen bin.
Aber ich habe keine Angst davor, mich gewissen Realitäten und Auseinandersetzungen zu stellen.
🇬🇧 Translation
Ali, it is hypocritical to tolerate or support Islamist forces in the Middle East and at the same time say in Europe: We definitely don't want that here.
Why should what is rightly rejected here be acceptable to people in the Middle East?
And you know very well that as a Yazidi I am affected by Islamism in a completely different way.
But I'm not afraid to face certain realities and confrontations.
Ich meine das ernst:
Ich bin dafür, dass Europa die Menschen aus Gaza aufnimmt.
Islamismus ist ein Problem – daran gibt es nichts zu beschönigen. Vor allem für mich als Ezidin.
Gerade deshalb stellt sich mir eine grundlegende Frage:
Warum arbeitet Europa im Ausland mit ideologisch problematischen Akteuren zusammen – etwa wenn es politisch oder strategisch opportun ist – während man im Inland so tut, als sei jeder Bezug dazu völlig untragbar?
Diese Doppelstandards sind schwer nachvollziehbar.
Wer außenpolitisch mit solchen islamistischen Partnern kooperiert, kann sich an anderer Stelle nicht plötzlich zurückziehen.
Dann muss man sich auch im Inland konsequent und ehrlich mit Islamismus auseinandersetzen – ohne selektive Maßstäbe. Genau daran fehlt es bislang.
Europa braucht keine Verdrängung oder Symbolpolitik, sondern eine klare, konsequente Auseinandersetzung mit Islamismus – nach innen wie nach außen.
Wer außenpolitisch mit entsprechenden Akteuren zusammenarbeitet, kann im Inland nicht den Anspruch erheben, damit grundsätzlich nichts zu tun zu haben. Das ist widersprüchlich und heuchlerisch.
🇬🇧 Translation
I'm serious:
I am in favor of Europe taking in the people of Gaza.
Islamism is a problem - there is nothing to sugarcoat it. Especially for me as a Yazidi woman.
This is precisely why I have a fundamental question:
Why does Europe work with ideologically problematic actors abroad - for example when it is politically or strategically opportune - while at home it acts as if any connection to them is completely intolerable?
These double standards are difficult to understand.
Anyone who cooperates with such Islamist partners in foreign policy cannot suddenly withdraw elsewhere.
Then you have to deal with Islamism consistently and honestly at home - without selective standards. This is exactly what is missing so far.
Europe does not need repression or symbolic politics, but rather a clear, consistent confrontation with Islamism - internally and externally.
Anyone who works with relevant actors in foreign policy cannot claim to have fundamentally nothing to do with it at home. This is contradictory and hypocritical.
Das sind leere Parolen, die an der Realität vorbeigehen.
Solange Staaten wie zum Beispiel aktuell Syrien ihre Staatsangehörigen nicht zurücknehmen, sind Abschiebungen – selbst bei schweren Straftätern oder Gefährdern– praktisch kaum durchsetzbar.
Ich bin mittlerweile ziemlich genervt von diesen dummen Floskeln, die die Realität komplett ignorieren.
🇬🇧 Translation
These are empty slogans that ignore reality.
As long as states such as Syria currently do not take back their nationals, deportations - even for serious criminals or dangerous people - are practically impossible to enforce.
I'm now quite annoyed by these stupid platitudes that completely ignore reality.
Die wahren westlichen Werte haben gesiegt.
Was geht uns schon das iranische Leid und die Macht der Mullahs an –
solange wir dafür günstiges Öl bekommen?
Schon Bertolt Brecht wusste: Das Fressen kommt vor der Moral.
Was wollen wir dann noch mit christlichen Werten?
#ÖlStattMoral
#IranKonflikt #MullahRegime
🇬🇧 Translation
RT by @RonaiChaker: True Western values have prevailed.
What does the Iranian suffering and the power of the mullahs matter to us?
as long as we get cheap oil in return?
Bertolt Brecht already knew: Eating comes before morality.
Then what else do we want with Christian values?
#OilInsteadMoral
#IranConflict #MullahRegime
Die syrischen Alawiten waren nicht pro Assad.
Sie waren Anti Jihadismus. Sie wussten, was mit Syrien passiert, wenn die Islamisten an die Macht kommen.
Und wir sehen jetzt, was für Kräfte an der Macht sind. Es sind Al Qaida und IS Terroristen!
🇬🇧 Translation
The Syrian Alawites were not pro-Assad.
They were anti-jihadism. They knew what would happen to Syria if the Islamists came to power.
And we now see what kind of forces are in power. They are Al Qaeda and IS terrorists!
@RonaiChaker
@AhmadMansour__
RT
von @RonaiChaker 07.04 11:02
Türkei: Ein Terrorist getötet, zwei verletzt bei Schusswechsel nahe dem israelischen Konsulat in Istanbul
🇬🇧 Translation
RT by @RonaiChaker: Türkiye: One terrorist killed, two injured in exchange of fire near Israeli consulate in Istanbul
Trump’s version of geopolitics sounds like a kid improvising after losing his Pokémon cards:
First the Kurds are the ‘bad guys’ he wants to do the fighting,
then they’re trusted couriers for his weapons —
or thieves. He’s not sure.
🤣😂🤣😂
🇩🇪 Übersetzung
Trumps Version der Geopolitik klingt wie ein Kind, das improvisiert, nachdem es seine Pokémon-Karten verloren hat:
Erstens sind die Kurden die „Bösen“, gegen die er kämpfen will.
dann sind sie vertrauenswürdige Kuriere für seine Waffen –
oder Diebe. Er ist sich nicht sicher.
🤣😂🤣😂
I’m teaching my daughter her mother tongue through singing. This helps her learn the pronunciation even better. 😂🤣🫣
🇩🇪 Übersetzung
Ich bringe meiner Tochter ihre Muttersprache durch Singen bei. Dadurch lernt sie die Aussprache noch besser. 😂🤣🫣
People usually say that if it breaks, a wish will come true — but I’ve been wearing it for 5 years. 🫣
I don’t want it to break! 🥰
🇩🇪 Übersetzung
Normalerweise sagt man, wenn es kaputt geht, geht ein Wunsch in Erfüllung – aber ich trage es schon seit 5 Jahren. 🫣
Ich will nicht, dass es kaputt geht! 🥰
Für meine Kids 🥰
🇬🇧 Translation
For my kids 🥰
Happy New Year to all of you. ☺️
🇩🇪 Übersetzung
Euch allen ein frohes neues Jahr. ☺️
April is the most beautiful month of the year for me and my children.
We celebrate Easter together, as well as the Yazidi New Year, Çarşema Sor.
There are many colorful eggs, wishes, and new barzinbar.
🇩🇪 Übersetzung
Der April ist für mich und meine Kinder der schönste Monat des Jahres.
Wir feiern gemeinsam Ostern und das jesidische Neujahr, Çarşema Sor.
Es gibt viele bunte Eier, Wünsche und neue Barzinbars.
Many people in Gaza are afraid of Hamas. Not everyone supports this terrorist organization!
🇩🇪 Übersetzung
Viele Menschen in Gaza haben Angst vor der Hamas. Nicht jeder unterstützt diese Terrororganisation!
R to @RonaiChaker: Und ich weigere mich ein Opfer zu sein. Ich zeige Sichtbarkeit!
Ich wehre mich mit meiner bloßen Existenz!
🇬🇧 Translation
R to @RonaiChaker: And I refuse to be a victim. I show visibility!
I defend myself with my very existence!
Wenn dein Gott von dir verlangt, andere Menschen abzuschlachten, dann tu der Menschheit einen Gefallen und such dir einen anderen Gott.
Ehrlich, das wirkt wie ein Rückfall ins Mittelalter. Es kann doch nicht sein, dass Menschen in einer Zeit, in der Lesen, Schreiben und Bildung für so viele zugänglich sind, noch immer ein derartiges Weltbild vertreten.
Es ist so ein verstörendes Gefühl, zu wissen, dass da draußen Menschen sind, die dich Tod sehen wollen, deine ganze Gemeinschaft auslöschen wollen, nur weil du eine andere Religion hast.
Das ist der Grund, warum ich nach Außen betone, dass ich Ezidin. Ich zeige den Tätern, dass sie uns nicht auslöschen können. Ich bin kein Opfer!
🇬🇧 Translation
If your god requires you to slaughter other people, then do humanity a favor and find another god.
Honestly, it seems like a throwback to the Middle Ages. It cannot be the case that people still hold such a world view at a time when reading, writing and education are accessible to so many.
It's such a disturbing feeling knowing that there are people out there who want to see you dead, want to wipe out your entire community just because you have a different religion.
That's why I emphasize to the outside world that I'm a Yazidi. I show the perpetrators that they cannot wipe us out. I am not a victim!
HTS terrorists in Syria kidnapped Alawite women and girls and raped them !
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: HTS-Terroristen in Syrien haben alawitische Frauen und Mädchen entführt und vergewaltigt!
R to @RonaiChaker: so verroht werden können, dass sie das Menschsein anderer vollständig negieren.
Gerade das ist vielleicht die verstörendste Erkenntnis:
Nicht jede bestialische Tat ist unzurechnungsfähig. Manche sind zurechenbar – und gerade deshalb so erschütternd.
Und zugleich gilt: Dort, wo Menschen, vor allem Kinder, durch Entführung, Terror und Indoktrination ihrer Freiheit beraubt wurden, muss sich die Frage der Schuld anders stellen.
🇬🇧 Translation
R to @RonaiChaker: can be so brutalized that they completely negate the humanity of others.
This is perhaps the most disturbing realization:
Not every bestial act is insanity. Some are relatable – and that is precisely why they are so shocking.
And at the same time, where people, especially children, have been deprived of their freedom through kidnapping, terror and indoctrination, the question of guilt must be asked differently.
Mich beschäftigt in dieser Debatte ein grundlegender Punkt:
Ich maße mir nicht an, psychiatrische Gutachten zu ersetzen oder die Arbeit von Sachverständigen zu bewerten. Aber ich möchte eine rechtsphilosophische Perspektive auf die Frage darlegen, wie wir über Schuldunfähigkeit und psychische Erkrankung sprechen.
Als der sogenannte Islamische Staat 2014 einen Genozid an meiner Bevölkerungsgruppe begangen hat, habe ich Bilder von Taten gesehen, die sich bis heute in mein Gedächtnis eingebrannt haben.
Taten von solcher Grausamkeit entziehen sich meinem Verständnis bis heute. Und sie geschehen in ähnlicher Form weiterhin. Gerade deshalb drängt sich die Frage auf: Wie kann ein Mensch so etwas tun? Und weiter: Kann ein Mensch, der zu solchen Taten fähig ist, überhaupt „gesund“ sein?
Aus westlicher Perspektive liegt es nahe, extreme Grausamkeit mit Krankheit zu erklären. Vielleicht auch deshalb, weil wir uns vor der härteren Einsicht scheuen: dass ein Mensch nicht wahnsinnig sein muss, um unmenschlich zu handeln.
Das Böse ist nicht immer pathologisch. Es kann auch ideologisch, fanatisch, gezielt, organisiert und willentlich sein.
Rechtsphilosophisch ist das entscheidend.
Das Strafrecht fragt nicht zuerst, ob eine Tat für uns moralisch unbegreiflich ist. Es fragt, ob der Täter zurechnungsfähig war, also ob er das Unrecht seiner Tat erkennen und nach dieser Einsicht handeln konnte.
Schuldunfähigkeit ist deshalb eine sehr enge Kategorie. Sie soll denjenigen erfassen, der wegen einer schweren psychischen Störung die Wirklichkeit oder das Unrecht seiner Tat nicht erfassen kann. Sie ist nicht dazu da, extreme Grausamkeit nachträglich zu entpolitisieren oder zu entmoralisieren.
Gerade bei Völkermord, Terror und ideologisch motivierter Gewalt besteht die Gefahr, Täter vorschnell zu psychiatrisierten. Das kann ungewollt eine entlastende Wirkung haben. Denn wer das Grauen nur als Krankheit begreift, verkennt, dass es auch aus Überzeugung, aus Hass, aus Gehorsam, aus Machtwillen oder aus systematischer Indoktrination hervorgehen kann. Nicht jede Unmenschlichkeit ist Irrsinn. Oft ist sie gerade Ausdruck einer verinnerlichten Ideologie.
Besonders schwierig wird die Frage dort, wo Täter selbst zuvor Opfer waren. Ich denke dabei an ezidische Jungen, die entführt, manipuliert und zu Selbstmordattentätern ausgebildet wurden. Ihr Fall zeigt, dass man philosophisch und rechtlich genauer unterscheiden muss. Wer von klein auf unter Gewalt, Gehirnwäsche, Drohung und totaler Fremdbestimmung geformt wurde, handelt nicht unter denselben Voraussetzungen wie ein freier Erwachsener, der sich einer genozidalen Ideologie aus Überzeugung anschließt.
Hier reicht die Gegenüberstellung „gesund oder krank“ nicht aus. Es geht vielmehr um den Grad zerstörter Autonomie. Ein Kind, das systematisch gebrochen, isoliert und indoktriniert wurde, ist möglicherweise nicht im klassischen psychiatrischen Sinne „krank“, aber seine Fähigkeit zur freien Willensbildung kann massiv beschädigt sein.
Rechtsphilosophisch berührt das die Grundlagen von Schuld: Schuld setzt Freiheit voraus, jedenfalls ein Mindestmaß an innerer und äußerer Freiheit. Wo diese Freiheit zerstört wurde, wird auch Zurechnung fraglich.
Deshalb darf man unterschiedliche Tätergruppen nicht unterschiedslos behandeln.
Der fanatische Erwachsene, der sich bewusst einer Vernichtungsideologie verschreibt, ist anders zu beurteilen als das entführte und deformierte Kind, dessen Persönlichkeit unter totaler Gewalt geformt wurde. Beide können schwere Taten begehen. Aber die Voraussetzungen ihrer Verantwortung sind nicht dieselben.
Mein Punkt ist daher:
Die Kategorie der Schuldunfähigkeit darf nicht zur moralischen Ausweichformel werden, wenn uns Taten zu grausam erscheinen, um sie mit menschlicher Entscheidungskraft zu verbinden. Sonst machen wir es uns zu leicht.
Es gibt Taten, die nicht deshalb geschehen, weil jemand psychisch krank ist, sondern weil Menschen ideologisch so zugerichtet oder moralisch
🇬🇧 Translation
A fundamental point concerns me in this debate:
I do not presume to replace psychiatric reports or evaluate the work of experts. But I would like to present a legal-philosophical perspective on the question of how we talk about incapacity and mental illness.
When the so-called Islamic State committed genocide against my population in 2014, I saw images of acts that are burned into my memory to this day.
Acts of such cruelty still elude my understanding to this day. And they continue to happen in a similar form. This is precisely why the question arises: How can a person do such a thing? And further: Can a person who is capable of such actions actually be “healthy”?
From a Western perspective, it makes sense to explain extreme cruelty with illness. Perhaps also because we shy away from the harder insight: that a person does not have to be insane to act inhumanely.
Evil is not always pathological. It can also be ideological, fanatical, targeted, organized and willful.
From a legal philosophy perspective, this is crucial.
Criminal law does not first ask whether an act is morally incomprehensible to us. It asks whether the perpetrator was sane, i.e. whether he was able to recognize the injustice of his act and act based on this insight.
Incapacity is therefore a very narrow category. It is intended to capture those who, due to a serious mental disorder, cannot grasp the reality or injustice of their actions. It is not intended to subsequently depoliticize or demoralize extreme cruelty.
Especially in cases of genocide, terror and ideologically motivated violence, there is a danger of prematurely psychiatrizing perpetrators. This can unintentionally have a relieving effect. Because anyone who only understands horror as an illness fails to recognize that it can also arise from conviction, from hatred, from obedience, from the desire for power or from systematic indoctrination. Not all inhumanity is madness. It is often the expression of an internalized ideology.
The question becomes particularly difficult where perpetrators were previously victims themselves. I'm thinking of Yazidi boys who were kidnapped, manipulated and trained to become suicide bombers. Your case shows that a more precise distinction must be made between philosophical and legal aspects. Anyone who has been formed from an early age under violence, brainwashing, threats and total heteronomy does not act under the same conditions as a free adult who subscribes to a genocidal ideology out of conviction.
Here the comparison “healthy or sick” is not enough. It's more about the degree of destroyed autonomy. A child who has been systematically broken, isolated and indoctrinated may not be “sick” in the classic psychiatric sense, but his or her ability to form free will may be massively damaged.
From a legal philosophy perspective, this touches on the foundations of guilt: guilt presupposes freedom, at least a minimum level of internal and external freedom. Where this freedom has been destroyed, attribution also becomes questionable.
Therefore, different groups of perpetrators should not be treated differently.
The fanatical adult who consciously commits himself to an ideology of annihilation must be judged differently than the kidnapped and deformed child whose personality was formed under total violence. Both can commit serious acts. But the conditions of their responsibility are not the same.
My point is therefore:
The category of incapacity must not become a moral fallback formula if actions appear to us to be too cruel to be associated with human decision-making power. Otherwise we make it too easy for ourselves.
There are acts that happen not because someone is mentally ill, but because people are so ideologically or morally damaged
Berechtigter Gedanke.
Ich glaube eh, wir sind mit der ganzen Debatte um diesen Fall auch in der Rechtspolitik und Rechtsphilosophie gelandet.
Spannend.
🇬🇧 Translation
Legitimate thought.
I think anyway, with the whole debate about this case, we have also ended up in legal policy and legal philosophy.
Exciting.
R to @RonaiChaker: Bin echt gespannt, was jetzt passiert.
🇩🇪 Übersetzung
R an @RonaiChaker: Bin wirklich gespannt, was jetzt passiert.
Viele fragen sich gerade:
„Wie kann jemand einen Polizisten erschießen – und trotzdem nicht wegen Mordes verurteilt werden?“
Die Antwort ist hart, aber strafrechtlich nachvollziehbar:
Im Strafrecht wird nicht nur die Tat bewertet, sondern auch der Zustand des Täters im Moment der Tat.
Es gibt zwei wichtige Stufen:
§ 21 StGB = verminderte Schuldfähigkeit → Strafe möglich
§ 20 StGB = Schuldunfähigkeit → keine Strafe im klassischen Sinn, stattdessen ggf. Psychiatrie.
Im aktuellen Fall wirkt es nach der Berichterstattung so:
👉 beim Raub: strafrechtliche Verantwortlichkeit
👉 bei den tödlichen Schüssen: Schuldunfähigkeit
Das wirkt widersprüchlich, ist rechtlich aber möglich, weil das Gericht einzelne Tatabschnitte getrennt bewerten kann.
Wichtig: „bedingt schuldunfähig“ ist kein sauberer juristischer Begriff. Meist ist damit nur verminderte Schuldfähigkeit gemeint.
Der entscheidende Punkt ist: Wenn ein Gutachten eher in Richtung verminderter Schuldfähigkeit geht, also § 21 StGB, das Gericht bei den Schüssen aber Schuldunfähigkeit annimmt, muss das sehr gut begründet sein.
Genau deshalb ist es wichtig, dass die Staatsanwaltschaft Revision angekündigt hat. Dann wird nicht alles neu verhandelt, aber geprüft, ob dem Urteil Rechtsfehler anhaften.
Das Strafrecht fragt eben nicht zuerst: „Was fühlt sich moralisch gerecht an?“
Sondern: „War der Täter in diesem Moment überhaupt schuldfähig?“
Und genau das führt manchmal zu Urteilen, die emotional kaum auszuhalten sind.
Und bei diesem Fall muss man jetzt genau hinschauen.
🇬🇧 Translation
Many people are currently asking themselves:
“How can someone shoot a police officer and still not be convicted of murder?”
The answer is harsh, but understandable under criminal law:
In criminal law, not only the crime is assessed, but also the condition of the perpetrator at the moment of the crime.
There are two important stages:
§ 21 StGB = reduced culpability → punishment possible
§ 20 StGB = incapacity → no punishment in the classic sense, instead if necessary psychiatric care.
In the current case, according to the reporting, it looks like this:
👉 in robbery: criminal liability
👉 in the case of the fatal shots: incompetence
This seems contradictory, but is legally possible because the court can evaluate individual parts of the crime separately.
Important: “conditionally incompetent” is not a clean legal term. Most of the time this just means reduced culpability.
The crucial point is: If an expert opinion tends towards reduced culpability, i.e. Section 21 of the Criminal Code, but the court assumes incapacity for the shooting, this must be very well justified.
That's exactly why it's important that the public prosecutor's office has announced an appeal. Then not everything will be renegotiated, but it will be checked whether there are legal errors in the judgment.
Criminal law doesn’t first ask: “What feels morally just?”
But rather: “Was the perpetrator even culpable at that moment?”
And that is exactly what sometimes leads to judgments that are difficult to bear emotionally.
And in this case you have to look closely now.
R to @RonaiChaker: So ein Fall wie oben beschrieben, wäre jedenfalls mein schlimmster Alptraum!
🇬🇧 Translation
R to @RonaiChaker: A case like the one described above would be my worst nightmare!
R to @RonaiChaker: Dieser Gedanke daran, ich musste jemanden Freisprechen, der tatsächlich schuldig war, nur ich hatte nicht genug Beweise, die Akten gaben es nicht her, wäre etwas, was mich nicht loslassen würde.
Es würde mich Nächte im Schlaf verfolgen, glaube ich.
🇬🇧 Translation
R to @RonaiChaker: The thought of having to acquit someone who was actually guilty, only I didn't have enough evidence, the files didn't show it, would be something that wouldn't let me go.
It would haunt me nights in my sleep, I think.
Ich weiß, warum ich niemals Strafrecht machen würde.
Weil ich es vielleicht nicht ertragen würde?
Weil dort, wo viele noch nach Gerechtigkeit suchen, oft nur Grenze ist. Grenze des Beweisbaren. Grenze des Verfahrens. Grenze staatlicher Macht. Und weil das Strafrecht in seinen härtesten Momenten nicht das tut, was das Herz verlangt.
Man muss sich das einmal in aller Brutalität vor Augen führen:
Ein Kind wird bestialisch vergewaltigt und ermordet.
Ein Verbrechen, das alles zerreißt.
Jedes Gefühl für Ordnung.
Jedes Vertrauen in die Welt.
Jeden Gedanken daran, dass es Dinge gibt, die einfach nicht geschehen dürfen.
Und dann steht da ein Gericht.
Nicht vor dem Grauen.
Sondern vor Akten.
Vor Beweisen.
Vor Zweifeln.
Die Tat kann nicht ausreichend nachgewiesen werden.
Der Täter wird freigesprochen. In dubio pro reo.
Und Jahre später stellt sich heraus:
ER WAR ES❗
Er war schuldig.
Die ungeheuerliche Wahrheit war die ganze Zeit da. Nur nicht beweisbar. Nicht rechtlich greifbar. Nicht in der Form, die das Recht verlangt.
Und dann geschieht das, was für viele kaum zu ertragen ist:
Es bleibt beim Freispruch.
Nicht, weil die Tat nicht schrecklich genug war.
Nicht, weil das Kind vergessen wäre.
Nicht, weil das Recht blind wäre für das Leid.
Sondern weil das Recht an diesem Punkt etwas anderes schützt als das, wonach wir schreien.
Es schützt den Menschen vor dem Staat.
Selbst den Schuldigen.
Selbst den Abscheulichen.
Selbst den, für den man keine Worte mehr hat.
Das ist der Moment, in dem Moral und Recht brutal auseinanderbrechen.
Denn moralisch ist alles klar.
Jeder Nerv, jede Faser, jeder Rest von Menschlichkeit verlangt: Dann verurteilt ihn. Holt es nach. Gebt dem Grauen einen Namen, ein Urteil, eine Antwort.
Aber das Recht sagt: Nein❗
Und dieses Nein ist unerträglich❗
Es ist unerträglich, weil es sich anfühlt wie Verrat.
Am Opfer.
An den Angehörigen.
An allem, was in uns nach Gerechtigkeit ruft.
Aber dieses Nein ist zugleich der Preis der Freiheit.
Denn in dem Augenblick, in dem der Staat sagen dürfte:
„Wir fangen noch einmal an, weil wir jetzt sicherer sind“,
gäbe es keinen Frieden mehr vor seiner Macht.
Dann wäre kein Freispruch jemals wirklich ein Freispruch.
Dann wäre jedes Verfahren nur ein vorläufiger Versuch.
Dann könnte der Staat immer wieder zurückkommen.
Nochmal. Und nochmal. Und nochmal.
Bis er endlich bekommt, was er will.
Das Strafrecht nimmt deshalb etwas Furchtbares in Kauf:
Dass ein Schuldiger frei bleibt.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern aus Prinzip.
Es zieht eine Linie, selbst dort, wo es einem das Herz zerreißt.
Es sagt: Lieber lebt ein Schuldiger frei, als dass der Staat die Macht erhält, jeden Menschen endlos zu verfolgen.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem ich weiß, dass ich niemals Strafrecht machen könnte.
Weil ich diese Kälte nicht aushalten würde.
Weil ich nicht damit leben könnte, in einem Raum zu sitzen, in dem alle wissen, was moralisch wahr ist, und dennoch gesagt werden muss: rechtlich ist es vorbei.
Weil ich nicht weiß, ob ich die Größe hätte, dieses Nein auszusprechen.
Und weil ich nicht weiß, ob ich nicht insgeheim doch anfangen würde, nach Moral zu greifen, wo das Recht nur Grenze sein will.
Das Strafrecht ist nicht der Ort, an dem die Welt heil wird.
Es ist der Ort, an dem der Staat sich selbst fesselt.
Und manchmal tut er das gerade dann, wenn wir es am wenigsten ertragen können.
Vielleicht liegt genau darin seine Würde.
Aber genau darin liegt auch sein Schrecken.
🇬🇧 Translation
I know why I would never do criminal law.
Because maybe I couldn't stand it?
Because where many are still looking for justice, there is often only a limit. Limit of what can be proven. Limit of the procedure. limit of state power. And because criminal law, in its toughest moments, does not do what the heart desires.
You have to think about this in all its brutality:
A child is brutally raped and murdered.
A crime that tears everything apart.
Any sense of order.
Any trust in the world.
Any thought that there are things that simply shouldn't happen.
And then there is a court.
Not from the horror.
But in front of files.
Before evidence.
Of doubts.
The crime cannot be sufficiently proven.
The perpetrator is acquitted. In doubt per reo.
And years later it turns out:
IT WAS HE❗
He was guilty.
The outrageous truth was there all along. Just not provable. Not legally tangible. Not in the form that the law requires.
And then something happens that is almost unbearable for many:
The acquittal remains.
Not because the crime wasn't terrible enough.
Not because the child was forgotten.
Not because the law is blind to suffering.
But because the law at this point protects something other than what we are screaming for.
It protects people from the state.
Even the guilty one.
Even the vile ones.
Even the one for which you no longer have words.
This is the moment when morality and law brutally fall apart.
Because morally everything is clear.
Every nerve, every fiber, every remnant of humanity demands: Then condemn him. Get it. Give the horror a name, a judgment, an answer.
But the law says: No❗
And this no is unbearable❗
It's unbearable because it feels like betrayal.
On the victim.
To the relatives.
In everything that calls for justice in us.
But this no is also the price of freedom.
Because at the moment when the state is allowed to say:
“We’re starting again because we’re safer now,”
there would be no more peace before his power.
Then no acquittal would ever really be an acquittal.
Then every procedure would only be a preliminary attempt.
Then the state could always come back.
Again. And again. And again.
Until he finally gets what he wants.
Criminal law therefore accepts something terrible:
That a guilty man remains free.
Not out of indifference.
But on principle.
It draws a line even where it tears at your heart.
It says: It is better for a guilty person to live free than for the state to have the power to endlessly persecute every person.
And maybe that's exactly the point at which I know I could never do criminal law.
Because I couldn't stand this cold.
Because I couldn't live with sitting in a room where everyone knows what is morally true and yet has to be told: legally it's over.
Because I don't know if I have the size to say no.
And because I don't know whether I wouldn't secretly start reaching for morality where the law only wants to be a limit.
Criminal law is not the place where the world will be made whole.
It is the place where the state binds itself.
And sometimes he does it just when we can least bear it.
Perhaps that is precisely where his dignity lies.
But that is exactly where his horror lies.
@RonaiChaker
@Alex6_Gutierrez
RT
von @RonaiChaker 02.04 14:48
Very unprofessional and they are full of hate. FIFA should eliminate those teams practicing those behaviors
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: Sehr unprofessionell und voller Hass. Die FIFA sollte die Mannschaften eliminieren, die solche Verhaltensweisen praktizieren
Bosnia's soccer team refusing to shake hands with the Israeli team at the Euros.
The Bosnians were led by their captain. Muhamed.
🇩🇪 Übersetzung
RT von @RonaiChaker: Bosniens Fußballmannschaft weigert sich, der israelischen Mannschaft bei der EM die Hand zu schütteln.
Die Bosnier wurden von ihrem Kapitän angeführt. Muhamed.